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Spiritualität und Ernährung

Sofia Markov , 28. Dezember 2015

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Mein Weg zu gesunder Ernährung begann mit einer Sehnsucht, die mit meinem damaligen Lebensstil nicht gestillt werden konnte. Die Suche nach dem Sinn des Seins hat mich dann zu dem geführt, was ich heute mit Freude an andere weitergebe: Natur bewusst erleben, mit Respekt und in Gemeinschaft, auf allen Ebenen unser Existenz.

Mein Weg zu gesunder Ernährung begann mit einer Sehnsucht, die mit meinem damaligen Lebensstil nicht gestillt werden konnte. Die Suche nach dem Sinn des Seins hat mich dann zu dem geführt, was ich heute mit Freude an andere weitergebe: Natur bewusst erleben, mit Respekt und in Gemeinschaft, auf allen Ebenen unser Existenz.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle im persönlichen Entwicklungsprozess spielt. Besonders bewusst wird mir das immer wieder, wenn ich allein oder mit meinen Kindern in die Natur gehe. Eine natürliche, unbelastete Nahrung kann rein biochemisch betrachtet bemerkenswerte Prozesse in Gang setzen. Die Ernährung kann viel ausrichten, sie ist der Zusammenhang zwischen Psyche und Körper, sowie die Schnittstelle des Nervensystems und des Stoffwechsels.
Es werden immer mehr neue Bereiche in unserem physiologischen Netzwerk entdeckt, welche uns Psyche und Körper in enger Verbundenheit bewusst werden lassen. Wir sind das, was wir essen. Unsere Drüsen geben Botenstoffe ab, dessen Qualität und Quantität von der Beschaffenheit unserer Nahrung abhängt. Dadurch kann man sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich viel erreichen.

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Zwei Beispiele abstrakter Auswirkungen der Heilnahrung:

→ Die Macht unserer Möglichkeiten wurzelt in unserem Geist!
Stellen Sie sich jemanden vor, der seinen Organismus von innen und aussen stärkt. Er belastet ihn nicht mit überflüssiger Verdauung und Toxinbelastung, und kann dadurch seine freie Energie beliebig einsetzten. Die Macht seiner Konzentration und Ausdauer gepaart mit richtiger Überzeugung und Absicht kann Berge versetzen.

→ Reinheit für Körper und Seele.
Der reine Körper ist Voraussetzung für reine Gedanken. Man kann viel erreichen, über sich hinausgehen und die Welt zu einem besseren Ort machen. Der Charakter einer Epoche wird durch die kumulative Absicht einer Gruppe herangezogen. Ich wünsche mir für uns alle liebenswerte, leben-erschaffende Gedanken, die in die Tat umgesetzt werden.

Diese und ähnliche Impulse sind der Antrieb für mich gewesen,  bewusstseinserweiternde Faktoren in einem ganzheitlichen Konzept zusammenzufassen. Dieses neue RawVega-Ernährungskonzept stelle ich heute vor.

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Das RawVega-Ernährungskonzept

RawVega ist ein Ernährungskonzept, das viele Elemente des Veganismus und der Rohkosternährung beinhaltet, sie aber nicht einfach nur kombiniert, da auch für bestimmte Situationen und für diejenigen Menschen, die das auch wollen, einige wenige tierische Nahrungsmittel erlaubt sind.
Der Begriff Raw (von Rohkost) umfasst jede frische, unerhitzte Nahrung sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft.
Wenn in speziellen Situationen tierische Produkte eine Brücke zum Wohlbefinden schlagen können, dann unbedingt in unerhitzter Form! Manche Menschn können nicht von jetzt auf gleich auf alles Tierische verzichten. Ich empfehle dann rohe Eier und Rohmilchbutter als rohe tierische Lebensmittel, besonders, wegen der gesättigten Fette. Ich betrachte die richtig angewendete Rohkost als Heilnahrung und setzte sie als Therapie bei vielen Erkrankungen ein.

Warum Vega? Vega ist ein Symbol für ständige, unermüdliche Fortbewegung.
Vega ist einer

der hellsten Sterne am Nordhimmel und wird durch seine Bewegung zur Sonne im Laufe der kommenden Jahrhunderte immer heller. In

zahlreichen Science Fiction Filmen und Büchern steht er für eine Sehnsuchtsdimension menschlichen Friedens und Zufriedenheit. Wie die Rohkosternährung hat Vega das Leben von Generationen von Menschen erhellt und begleitet und wird es in Zukunft auch weiterhin tun.

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Was aber bedeutet „richtig angewandte Rohkost“?
Meine Empfehlungen im RawVega-Ernährungskonzept:

1. Rohe gesättigte Fette

Die rohen gesättigten Fettsäuren tragen dazu bei, dass der Körper eine bessere „zelluläre“ Sättigung (s. Christian Opitz: Befreite Ernährung) erfährt. Eine weitere wichtige Funktion dieser Fette ist die Bindung von Schwermetallen und fettlöslichen Toxinen und zwar auf eine Art und Weise, die keine oder geringe Entgiftungssymptome hervorruft.
Unerhitzte gesättigte Fette sind z.B. Kokosöl, Kokosmus, Leinsamen und Avocados. Es sind auch einige wenige rohe tierische gesättigte Fette erlaubt, z. B. rohe Eier oder Rohmilchbutter.

2. Wildkräuter

Ein weiterer Bestandteil des Ernährungskonzepts ist der Verzehr von Wildkräutern. Die essbaren Wildkräuter verfügen über eine 5 bis 40 mal  höhere Konzentration an Nährstoffen als grünes Blattgemüse aus dem Bioladen. Hinzu kommen die wertvollen sekundären Pflanzen- und Bitterstoffe, Enzyme, Vitamine und die Biophotonen aus der Sonne. Die Biophotonen der sonnenbeschienenen Blätter können freie Radikale neutralisieren, die besonders destruktiv auf die Zellen bei degenerativen Krankheiten, wie z. B. Krebs, wirken. Sie gehören zu den stärksten und wirksamsten Antioxidantien.

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3. Grüne Smoothies

Aus den Wildkräutern lassen sich schmackhafte grüne Smoothies herstellen. Sie enthalten große Mengen an Folsäure, Enzymen, Vitamin K, Magnesium, sekundäre Pflanzenstoffen, Chlorophyll, Bitterstoffe und Biophotonen. Diese fördern die mentale Klarheit, machen den Körper basisch und bringen das Immunsystem auf Touren. Darüber hinaus regen die in den Smoothies vorhandenen Fasern auch die Darmtätigkeit an. Das vorhandene Chlorophyll reinigt das Blut und fördert die Neubildung von Blutzellen. Der hohe Antioxidantiengehalt verbessert die Sonnenvertäglichkeit und kann sich auf Entzündungen hemmend auswirken. Hinzu kommen die wertvollen sekundären Pflanzen- und Bitterstoffe, Enzyme, Vitamine und Biophotonen.

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4. Organische Mikromineralien: Phyto-Mikromineralien

Auf mineralarmen Ackerböden ist das angebaute Getreide, Obst und Gemüse nicht in der Lage, die benötigten Spurenelemente aufzunehmen und an den Menschen weiterzugeben, die wir für unsere körperliche und seelische Gesundheit benötigen. Sogar in der Bio-Branche kommen dabei gravierende Defizite vor. Damit unsere Zellen und Organe genesen können, müssen wir Wildpflanzen zu uns nehmen, die auf einer intakten und gesunden Humusschicht wachsen. Falls dies nicht möglich ist, lohnt es sich, organische Mikromineralien einzunehmen.
Mineralien sind nicht gleich Mineralien. Menschliche und tierische Organismen können mit Mineralien aus anorganischen Quellen nicht viel anfangen. Nur etwa 3 bis 20 Prozent davon werden absorbiert. Mineralstoffe pflanzlichen Ursprungs in naturbelassener Form, also in organischer Bindung, werden bis zu 90 Prozent vom Körper aufgenommen. Urzeitliche Pflanzenmineralien haben darüber hinaus Eigenschaften, die sie befähigen, direkt in die Zellen zu gelangen. Sie lösen den Film auf, der die roten Blutkörperchen wie „Geldröllchen“ aneinander kleben lässt, und die Ablagerungen in den Zellzwischenräumen im Gewebe, die den Eintritt von Nährstoffen in die Zelle vermindern. Kolloide Ur-Mineralien und Spurenelementen, die aus einem prähistorischen Regenwald stammen, entgiften den Körper besonders tiefgründig. Ihre Wirkung ist dabei teilweise durch elektrische Impulse zu erklären. Kranke und abgestorbene Zellen werden von den Kolloiden durch elektromagnetische Kräfte angezogen wie Eisenspäne von einem Magneten. Die Kolloide tragen diese zerfallenen oder giftigen Substanzen in den Blutstrom, und sie werden ausgeschieden.
Gesunde Ausnahmen
Einige pflanzliche Lebensmittel können sowohl roh, als auch ganz ohne Gefahr erhitzt gegessen werden. Je nach Konstitution, psychischer und/oder physischer Belastung, Jahreszeit, Klima etc. brauchen wir gelegentlich warmes Essen zu uns zu nehmen. Verzicht in jeglicher Form kann enorm belastend sein und übersäuernd. Verzicht bedeutet Stress. Deshalb ist es wichtig, gerade für den Anfang der Umstellung, gesunde Ausnahmen in der Ernährung einzuführen. Das wird uns stärken und ein Gefühl der Geborgenheit geben.

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Bewusstheit – im Hier und Jetzt leben

Um Heilung zu erfahren müssen wir viel mehr tun als uns gesund ernähren – Faktoren wie Bewegung, positive Glaubensätze, Loslassen, Verantwortung übernehmen, künstlerische Tätigkeiten oder inspirierende Umgebung sind genauso wichtig, wie die Nahrung.

Es ist wichtig, das Leben so zu nehmen, wie es ist und dies können wir nur durch eine bewusste Haltung im Alltag erreichen. Die Zentrierung auf sich selbst, auf die eigenen Stärken, Visionen und Sehnsüchte ermöglicht uns einen Konfliktknoten zu identifizieren, der die Problematik einer mentalen oder physischen Schwäche manifestiert. Dies hilft uns, die Problematik, die eine Art Symptomatik darstellt, wahrzunehmen. Das Symptom ist die Darstellung einer verborgenen Suche. Die Heilung kommt mit der Erkenntnis.
Aber wieviel von unserer Zeit verbringen wir in der Gegenwart und wieviel in Erinnerungen an die Vergangenheit oder in Gedanken an die Zukunft? Diese Sekunde, in der wir gerade sind, ist einen Augenblick später vergangen. Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr versteht man, dass es die Gegenwart in erster Linie erfordert, loszulassen. Wahrscheinlich ist es deshalb so schwer, in ihr zu verweilen.

Sofia Markov
www.raw-vega.de

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Sofia Markov

Sofia Markov

Mit 24 Jahren bin ich aus Bulgarien nach Deutschland gekommen, um in Berlin weiter zu studieren. Nach dem Studium und der Geburt unseres Sohnes fing ich zu arbeiten an: konventionell, mich in Äußerlichkeiten verlierend, nach Verwirklichung suchend. Wie sich herausgestellte, habe ich (wie viele andere) an den falschen Stellen ge- sucht. Ich musste bei mir selbst anfangen und herausfinden, wer ich bin und was ich der Welt zu bieten habe. Es war an der Zeit für mich, aufzuwachen, Initiative für eine bessere Zukunft zu ergreifen, indem ich versuchte, etwas Gutes für mich, meine Liebsten und dadurch (daran glaube ich fest) für die Welt zu tun. Ich habe dann eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt Rohkost (bei der entzückenden Petra Birr) in Berlin abgeschlossen. Seitdem änderte sich mein Leben!

25 Antworten zu “Spiritualität und Ernährung”

  1. Ich kann das von Dir hier beschriebene fast alles glauben, nachvollziehen und bestätigen, bis auf die Einbeziehung der tierischen Stoffe. Du bist ja doch sicher mit mir einer Meinung, wenn ich sage, dass Seele und Körper nichts Getrenntes sind. Und hier setzt meine Kritik dann auch an. Unsere Zellen werden ja nicht nur mit Stoffen gefüttert, sondern auch mit deren Informationen. Von da her mögen meine Körperzellen keine Nahrung, die mit Gewalt und Übervorteilung empfindsamen Lebewesen systematisch abgepresst werden. Wohingegen ich überhaupt kein Problem darin sehe und damit habe, mich rein pflanzlich zu ernähren. Die guten pflanzlichen gesättigten Fette hast Du genannt und die nehme ich auch gern und regelmäßig zu mir. Warum denn noch zusätzlich die tierischen? Du schreibst, das sei “erlaubt”. Wozu? Damit immer weiter schon allein für unsere Ernährung gelitten, geschlachtet und missbraucht wird? Diese Einstellung kann ich beim besten Willen nicht nachempfinden. Wenn ich empfindsames Leben ignorieren solllte, hätte ich gar keine Lust mehr, zu leben. Dann lieber gar keine Nahrung mehr. Das Tiere– Essen ist für mich Kannibalismus und das Tiere-Vernutzen Vampirismus. Dies alles muß unbedingt ein Ende haben, genauso wie die Kriege und jegliches andere Blutvergiessen und Missachten des empfindsamen Lebens. MfG Gabriele Votava

  2. Ganz Deiner Meinung liebe Gabriele! Gelebte Spritualität passt nicht mit dem Verzehr von tierischen Produkten zusammen. Es geht auch zu Lasten unseres Karmas. Buchtipp: Dr. Rüdiger Dahlke: Peace Food!

  3. Liebe Gabriele und lieber Heimo,
    es geht darum, die Menschen da abzuholen, wo sie gerade sind. Mit verbesserter Ernährung kommen die Menschen in Bewegung und dann zu einem Bewusstsein, Schritt für Schritt, was im Hier und Jetzt für jeden Einzelnen genau richtig ist. Ihr beiden schreibt so, als ob das, was ihr für richtig haltet, DIE WAHRHEIT ist. Ein Lichtköstler würde euch sagen können, auch die Pflanzen leben und haben Gefühle und “leiden”! Also immer den Ball flach halten. Jeder Beitrag, wie auch der von Sofia, der heilend ist, verdient Anerkennung und Respekt, ohne wenn und aber!

  4. Lieber Heimo Grimm! Wenn Dich dieses Thema interessiert, dann empfehle ich Dir auch das Buch “Ernährung und Bewusstsein”(original TheWorldPeaceDiet) von Will Tuttle. Ein ehemaliger Soziologieprofessor und tibetanischer Mönch, der jahrelang mit seiner Frau in einem solarbetriebenen Wohnmobil in USA und Europa mit Vorträgen unterwegs war. Dieses Buch ist in Asien schon lange ein Bestseller und erschien im letzten Jahr auch in Deutsch. Es ist nach den Werken von John Robbins das umfassendste und tiefgreifendste, was ich an aktueller Literatur zum Thema kenne. Herzliche Grüße G. Votava

  5. Genau über diesen Punkt habe ich lange vor Veröffentlichung des Artiklens mit Sofia diskutiert. Ich selbst habe Rohkost damals immer nur als vegan kennen und schätzen gelernt. Und das gils sicherlich für die meisten anderen auch.
    Wenn wir uns aber diejenigen anschauen, die ihre Ernährung gern umstellen oder ihre Gesundheit verbessern wollen, aber nicht den “Hundert-Prozent-Schritt” von heute auf morgen schaffen, für diejenigen ist es gut, wenn es auch im Anfang Kompromisse gibt.
    Es ist leicht, von sich auf andere zu schließen. Doch jeder ist anders und nicht jeder Weg ist gleich. Unterschiedliche Lebenssituationen, Vorgeschichten und Konstitutionen brauchen unterschiedliche Herangehensweisen.
    Dieses nicht vegane Element im RawVega-Ernährungskonzept habe ich als ein kann und nicht als muss verstanden. Ihr dürft Euch also gern für Euren Weg entscheiden. Hier findet Ihr einige Anregungen dafür, ohne Zwang und Dogmatismus.

  6. Danke Gabriele für diesen Tipp. Werde ich mir gleich besorgen. Übrigens gibts seit Jahrzehnten ein Büchlein mit dem selben Titel von Rudolf Steiner!
    Wünsche Dir noch einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Liebe Grüße Heimo

  7. Zum Punkt 1.Rohe gesättigte Fette, letzter Absatz, liegt hier ein Fehler Vor ? Mit Sicherheit enthält Kokosöl und _muß ungesättigte Fette, was aber Leinsamen und Avocado hier in der Auflistung zu suchen haben ist mir unklar. Sicher enthalten beide auch gesättigte Fettsäuren, jedoch ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren wesentlich, besonderst bei Leinsamen u. -öl um vieles höher; zumal Leinsamen+L.öl das Paradebeispiel für einen hohen Omega 3 (ungesättigte Fettsäuren)Gehalt sind. Ansonsten ist das Ernährungskonzept schlüssig, aber keinstenfalls neu.

  8. 2. Versuch: Ich muß meinen eben geschriebenen Kommentar berichtigen.
    Was ich sagen wollte: Kokosöl und -mus enthalten gesättigte Fettsäuren, Leinsamen und -öl gehören hier mit Sicherheit nicht hin, das Verhältniss gesättigte:ungesättigte Fettsäuren in Leinsamen beträgt ca. 10:1, auch Avocados gehören hier nicht hin, denn auch sie weisen keinen besonderst hohen Anteil an gesättigten Fetten auf. So ist mir weiterhin unklar wieso Leinsamen und Avocados hier (unter rohe gesättigte Fette) aufgelistet werden ?
    Die Hysterie wenn Einzelne sich entscheiden in Masen aus individuellen Gründen Fleisch/tierische Produkte zu essen und diese Menschen dann als gewaltausübende (Tier)mörder hinzustellen, kann ich nicht nachempfinden. Ich selber bin vegane Rohköstlerin (Ausnahme Honig), finde es aber vollkommen in Ordnung wenn andere Leute sich bewußt anderst entscheiden. Für mich macht es auch einen Unterschied ob jemand z.B. vollkommen unreflektiert täglich Fleisch aus Massentierhaltung zu sich nimmt/konsumiert, süchtig danach ist oder bewußt in der Ernährung seinen individuellen Weg sucht und geht und ab und zu in Masen Fleisch/tierische Produkte aus z.B. möglichst biologischer und natürlicher Haltung zu sich nimmt.

  9. 3.Versuch: noch eine Berichtigung, entschuldigung, wohl zu früh aufgestanden heute.
    Leinsamen Verhältnis gesättigte: ungesättigte Fettsäuren 1:10

  10. Lieber Mark Weiland! Ist klar, jeder Mensch ist anders und soll all sein Ureigenstes auch ausleben und ausleben können, soweit er dem übrigen ueigensten Leben und seinen Bedürfnissen nicht Schmerzen, Leiden, Qual zufügt, es abschlachtet und die gesamte Umwelt schädigt. Von daher kann es meiner Meinung nach auch so viele Ernährungskonzepte wie Menschen geben. Aber obwohl wir ursprünglich selbstständige Individuen sind/sein sollten und nicht Herdentiere, haben wir einiges gemeinsam, was niemand abstreiten kann. Wir haben über unsäglich lange Zeit schon im Prinzip unsere Anatomie und unseren Stoffwechsel gemeinsam, wir leben alle auf dem selben “Mutterkuchen” und wir haben als Menschheit im großen ganzen eine gemeinsame Geschichte. Es gibt noch einiges mehr, wie z.B. die abstrakte Denkfähigkeit und ein Gerechtigkeitsempfinden aber mehr schreib ich jetzt dazu nicht. Mein Lieblingsphilosoph Friedrich Nietsche, einer der ersten 3 prominenten Vegetarier seines Jahrhunderts, schrieb einmal: “Der denkende Mensch ist zum Mitgefühl verpflichtet”.
    MfG G.Votava

  11. Lieber Heimo Grimm! Danke für die freundliche Antwort. Ich war selbst Waldorfschülerin, weil meine lieben Großeltern Anthroposophen der ersten Stunde waren und R.S. noch persönlich kannten. Ich achte Rudolf Steiner sehr und finde, dass er viel gutes in die Gesellschaft hineingebracht hat. Aber was das Tiere-Nutzen betrifft, war er noch zu fest in die alt hergebrachte Tradition gebunden, trotz seiner tiefgreifenden Spirutualität. Es gibt übrigens noch eine wunderbar weise relativ kurze Abhandlung darüber, warum wir von Natur aus zu den “Fruchtessern” unter den Tieren gehören von Sri Yukteswar Giri, dem Lehrer von Prahamanansa Yogananda in seinem einzigen Büchlein “Die heilige Wissenschaft”. Yukteswar hat auch ein abgeschlossenes Medizinstudium und weiß über Anatomie von Mensch und Tier genauestens bescheid. Das Büchlein ist noch erhältlich.

  12. Entschuldigung noch für die RS- Flüchtigkeitsfehler. Noch etwas zu diesen Meinungsverschiedenheiten: Es geht auch mir nicht darum, jemanden zu beschuldigen, der es noch nicht geschafft hat, vom Tierisch-Essen ganz zu lassen. Ich habe selber insgesamt etwa 30 Jahre gebraucht, um zu der rein veganen Lebensweise zu finden, wenn auch zu meiner Umbruch-Zeit Infos über unsere Ernährungssituation längst nicht so frei verfügbar waren, wie heute. Aber ich habe konsequent immer nach bestem eigenen Wissen und Gewissen und Vermögen einen Schritt nach dem anderen getan und kenne daher genau von innen und von außen die drei bei uns gängigen Ernährungsarten omnivor- vegetarisch- vegan und jetzt beginnend vegan- rohköstlich. Ich hätte es zu keiner Zeit als hilfreich empfunden und außerdem auch nicht ernst nehmen können, wenn mir jemand ständig “erlaubt hätte” auch immer noch tierisches zu mir zu nehmen. Ich finde dieses “erlauben” übrigens eine Arroganz sondersgleichen gegenüber selbstständig denkenden anderen. Ich könnte nie jemandem anderen gegenüber diese Vokabel in den Mund nehmen. Wenn jemand dies tut, so vermute ich, dass dieser jemand sich das selber auch noch “erlaubt”. Aber dann sollte er/sie es auch gleich dazuschreiben und nicht so tun, als ob er/sie dabei nur rücksichtvoll an die anderen denke! Wir haben alle ein begrenztes Wahrnehmunsfeld und das sollte auch jedem/jeder immer bewusst sein. Ich z.B. kann nicht nachvollziehen, wie es sich anfühlt, über das qualvolle Schicksal anderer empfindsamer Lebewesen und all der verheerenden Folgen dieser Versklavung und Zugrunde-Nutzung der Tiere und der Umwelt so gleichgültig hinwegzugehen, dass man anderen oder sich selbst immer noch einen “Genuss” davon “erlaubt”. Dies entzieht sich tatsächlich meiner Vorstellungskraft, da ich zu keiner Zeit meines Lebens so dachte oder fühlte. Wer mich nun dafür verurteilen will, den kann ich nicht daran hindern.

  13. Noch etwas: Das spannende an meinem Weg durch die verschiedenen Ernährungsaufassungen war ja gerade die immer wiederkehrende Erkenntnis, dass meine Empfindungen dazu letztendlich immer mit den tatsächlich festzustellenden Fakten in der Ernährungswissenschaft übereinstimmten! Niemand “verzichtet” also auf etwas, wenn er tierische Ernährung hinter sich lässt, sondern im Gegenteil befreit sich von einem ungesunden Laster! Und genauso habe ich das auch immer bei mir selbst empfunden. Es ist ja nicht ein freier Wille, der einen an Gewohnheiten festhalten lässt, sondern die “Macht der Gewohnheit” und verkehrte, gesellschaftlich aufoktruierte Regeln. Wieso das dann und für wen das “hilfreich” sein soll, wenn tierisches immer noch extra “erlaubt” wird, ist mir wirklich ein Rätsel! Es ist mittlerweile wissenschaftlich und statistisch zur Genüge erwiesen, dass das tierische Protein uns nicht gut tut, ganz zu schweigen von den vielen schädlichen Stoffen, die bei der “Produktion”(einschliesslich der Stress -Hormone der Tiere) entstehen und noch zugefügt werden. Warum muss dies immer wieder verwischt werden? In wessen Interesse?

  14. Jetzt ist plötzlich “Schweigen im Walde”! Vielleicht liegt’s ja nur an den Feiertagen?
    Lieber Mark, Du schriebst irgedwo , dass wir noch viel mehr kommunizieren sollten. Das finde ich auch! Könnte es sein, dass überzeugte Veganer deshalb als nervig empfunden werden, weil den anderen irgendwann immer die Argumente ausgehen? Ich möchte von Euch Roheigelb- und Rohmilchbutter- Erlaubern jetzt noch genau wissen, was an diesen Produkten gesund ist bzw. Ihr für gesund haltet! Was ich zur Butter noch aus eigener Erfahrung(und auch derer von anderen) beitragen kann: Als ich selbst von der Butter vor etwa 10 Jahren als letztes noch nicht lassen konnte, habe ich aber nur noch Sauermilchbutter verzehrt die gegenüber der Süßmilchbutter viel bekömmlicher ist. Aber dies ist kein Grund, ein tierisches Produkt extra zu empfehlen oder gar zu erlauben. Viel besser ist es, so bald wie möglich mit allem tierischen Schluss zu machen, damit die Geschmacksnerven sich umstellen bzw. verfeinern können. Wenn ich heute z.B. versehentlich mal ein Stück Kuchen erwische, das Butter enthält, ist mir der Geschmack direkt schon unangenehm und mein Magen “beschwert” sich im wahrsten Sinne des Wortes. Wir machen uns heute, wenn wir Lust drauf haben, eine leckere vegane Butter selbst. Man nimmt gut geschabtes Kokosfett(am besten das von AmanPrana), etwas Olivenöl, dann etwas Wasser, dann ein Schuß Zitronensaft und eine Prise Salz und vielleicht wegen der Farbe etwas Kukurma und verrührt das Ganze bei Zimmertemparatur zu einer schön cremigen Masse.

  15. Liebe Gabriele,
    herzlichen Dank für Deine vielen guten Gedanken. Wenn ich Sofia richtig verstanden habe, setzt sie die o. g. tierischen Produkte bei Menschen ein, die sich noch recht konventionell ernähren oder in der Umstellung befinden. Sie weiss genau wie Du und ich, dass es möglich ist, sich vegan zu ernähren. Sie kann nur den Menschen schneller helfen, die sich sonst nicht helfen lassen würden, wenn man sie gleich von heute auf morgen all ihrer tierischen Essgewohnheiten berauben würde. Wenn man einhrgehend damit z. B. den Fleischkonsum einschränken kann, oder die Menschen dazu bewegen kann, ganz auf Fleisch zu verzichten, ist das aus meiner Sicht schon ein guter erster Schritt. Ein erster Schritt für die Gesundheit, aber auch für die Minderung des Tierleids.

    Natürlich sollte es dann nicht nur beim ersten Schritt bleiben. Und ich geben Dir recht, dass Glück, Genuß und Wohlergehen nicht auf Basis von Leid und Qual basieren sollte. Es gibt jedoch Menschen, die wenn sie heute einen 100%igen Schritt in die eine Richtung machen, dann morgen schon wieder den Rückfall in die alten Fahrrinnen erleben. Damit wäre nichts gewonnen. In solchen Fällen ist eine Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise not-wendig.

  16. Danke Mark, für die freundliche Antwort! Dennoch denke ich anders darüber. Ich glaub es einfach nicht, dass Mensch mit Ernährung über Tiere jemals wirklich Genuss und Wohlergehen gewinnt. Ich bin tatsächlich schon lange tief und fest davon überzeugt, dass das Essen von Tieren der folgenschwerste Fehltritt der Menschheit ist und immer schon war. Dieser Fehltritt ging denn auch untrennbar einher mit der Zerstörung der lebendigen Nahrung durch Erhitzen. Wie wichtig Rohkost für uns ist, habe ich erst seit ein paar Jahren begonnen, richtig einzusehen-nicht zuletzt auch mit Deiner Hilfe und dafür bin ich Dir auch sehr dankbar. Ich will nun den Jahresbeginn mit einer längeren Fastenkur beginnen und dann konsequent nur noch frische, “heile” Nahrung zu mir nehmen. Als ganz große Ausnahme (vielleicht alle 14 Tage)”erlaube” ich mir dann vielleicht noch eines meiner immer noch so sehr geliebten italienisch- veganen Pastagerichte. Aber ich nehme dann möglichst die Kamut-Nudeln, die mir besser schmecken und bekommen wie die gewöhnlichen hellen Weizennudeln. Die Rohkost macht sich bei mir ganz deutlich mit viel mehr Zufriedenheit und einer tadellosen Verdauung bemerkbar. Und heute mit den Trocknern ist es ja so leicht, für viel Abwechslung zu sorgen! Das Bio-Brot ist mir nämlich auch nicht mehr bekommen. Jetzt haben wir immer kleine würzige Buchweizenkekse zum Frühstück mit leckeren frisch gemachten Aufstrichen aus Avocado oder Wildkräutern und Chia-Samen. Im Sommer dann wieder Tomaten. Und Müsli aus geriebener Birne und Apfel und Sanddorn und Walnüssen und Ingwer gibt es auch jeden Morgen. Ich brauch dann später eigentlich nur noch einen Salat und dazwischen ein selbstgemachtes Rohkostpralinchen zum Reismilch-Kaffee. Bei den warmen Getränken nehm ich es jetzt noch nicht so genau mit der Rohkost. Grüner Schattentee zu Frühstück(70°) und etwas Lupino-Bohnenkaffe am Nachmittag müssen noch sein. Aber das mit der Ernährung bleibt alles im Fluss- man entdeckt und kreiert immer wieder was Neues und das ist ja auch der Spass daran.
    Ich wünsche Dir und allen noch einen schönen Start ins Neue Jahr!

  17. Liebe Liila,
    Du bist eine äußerst aufmerksame Leserin. Und ja, Du hast Recht, dass Leinsamen und Avocados weniger gesättigte Fettsären als ungesättigten beinhalten. Im Artikel habe ich leider nicht näher das Thema der richtigen Balance zwischen beiden Fettsäuren angesprochen. Daher die Verwirrung. In einer natürlichen Fettzufuhr für den Menschen muss eine Grundlage vorhanden sein für die rohen gesättigten Fettsäuren, sowie ein wichtiger Anteil an ungesättigten Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Überwiegen die Omega-6-Fettsäuren, dann hemmen sie die Omega-3-Fettsäuren, was langfristig zu chronischen Entzündungen führt. Fehlen die gesättigten Fettsäuren, dehydriert der Körper auf Dauer. Wenn wir kein Kokosöl oder rohe tierische gesättigte Fettsäuren verzehren können/wollen, dann finden wir im Hanf, in Avocados und Leinsamen eine sehr gute Alternative, auch wenn im Verhältnis der Anteil an gesättigten Fette kleiner ausfällt, den gibt es aber und seine Bioverfügbarkeit in den o. g. Produkten ist besonders hoch. Ich finde z. B. Leinöl optimal, da es zu 18% aus einfach ungesättigten Fettsäuren, zu 72 % aus mehrfach ungesättigten Fetten und zu 10% aus gesättigten Fetten besteht. Nur in so einem ähnlichen Verhältnis unterstützen sich beide Omega-Fettsäuren gegenseitig. Die gesättigte Fette tragen zu dieser Balance noch bei, indem sie dem einseitigen Konsum an Fettsäuren entgegenwirkt.
    Ich wünsche Dir und allen noch ein gesundes Neues Jahr!

  18. Sorry, nur da die Überschrift hier das Wort SPIRITUALITÄT enthält, hatte ich mich mich so ereifert in Bezug auf die hier “erlaubten” Eier und Milchprodukte. Ich kann dabei nämlich keine Spiritualität entdecken. Ich finde übrigens auch, dass das O.K.-Finden von Biofleisch und Biomilchverzehr lediglich eine Augenwischerei ist und nicht einmal zuende gedacht, geschweige denn, spirituell. Das Blutvergiessen und den Mutterkühen ihre Kälber wegnehmen hat für mich überhaupt nichts mit Spiritualität zu tun und die meisten Bio-Tiere kommen ja sogar auch mit aufs Schlachthoffließband! Die noch am wenigsten grausame Tötungsart wendet der Fernsehmoderator Max Mohr an, der seine eigenen Bio-Rinder selbst auf der Weide erschießt. ich finde das zwar auch immer noch alles andere als “spirituell”, aber ich anerkenne, dass dieser sich ernsthaft Gedanken gemacht hat und sich Mühe gibt, um seine Tiere so wenig wie möglich leiden zu lassen! Was ich nicht anerkennen kann, Liila, ist ein oberflächliches Nicht-zu -Ende -Denken der Problematik Gewalt und Töten, wie es hier von Dir wie auch von vielen anderen woanders vorgetragen wird. Und dazu noch eine genauso oberflächliche und unausgegoren herablassende psychologische Beurteilung von Menschen, die sich das natürliche Mitgefühl für unsere empfindsamen Mit-Lebewesen erhalten haben, bzw. nicht abgewöhnen lassen haben von unserer gewalttätigen und gewaltgläubigen patriarchalen Viehzüchterkulturtradition! Für Dich ist das also bloße Hyterie! Darüber solltest Du Dir, finde ich, erst einmal noch mehr Gedanken machen und nicht einfach nachplappern, was von vielen anderen auch ständig gesagt und geschrieben wird. Dass die Menschheit mehrheitlich bisher im Unrecht war in Bezug auf ihre bisherige Lebensweise beweist der desolate Zustand unserer Erde zur Genüge!

  19. Diese e-mail muß ich schreiben, um zu verhindern, durch weglassen des Häckchen unten, daß weitere Kommentare direkt in meinem Postfach landen. Die Kommentare werden für zunehmend aggressiver und radikal fanatisch, meilenweit von Spiritualität entfernt. Ich dachte bisher,daß es mir sehr schwerfallen würde, wenn nicht unmöglich wäre, mit jemanden zusammen zu leben der/die gelegentlich Fleisch/Fisch und/oder Milchprodukte ißt, Dies muß ich jetzt nochmals überdenken, denn momentan habe ich das Gefühl, daß ich es besser aushalten könnte mit einem/r ab und zu tiereiweiß Esser/in zusammen zu leben, als mit einer/einem Veganer/in die/der versucht die eigene Überzeugung als “die Wahrheit” hinzustellen, die alle anderen Menschen auch annehmen müssen und wehe sie tun es nicht und stimmen nicht zu und wagen eine andere Meinung zu äußern.

  20. Liebe Sofia Markov,
    auch dir ein gesundes neues Jahr und vielen Dank für die ausführliche aufklärende Antwort. Mich beschäftigt, mal wieder, besonderst seit dem ich das Büchlein von Victoria Boutenko Raw&Beyond (deutsche Ausgabe: Rohkost&und mehr, die deutsche Übersetzung allerdings mit grassen Übersetzungsfehlern) gelesen habe, das richtige Omega 3, Omega 6 Verhältnis, auch Dr. Mutter spricht in “Grün Essen” davon. Schaut man sich in Boutenkos Büchlein die Liste mit den Gehalt an Omega 3 und 6 in den einzelnen Nahrungsmitteln an, habe ich das Gefühl, daß es auch als veganer Rohköstler sehr leicht ist-und wahrscheinlich oft passiert (Nußmilche, Torten, Nußmuße etc.) – zuviel Omega 6 bzw. zuwenig Omega 3 im Verhältniss zu sich zu nehmen. Wobei das beste Omega 6:3 Verhältnis ja auch sehr unterschiedlich angegeben wird, von 2:1 bis 10:1, dies ist die Spannbreite, die mir zumindest in verschiedenen Ernährungsbüchern begegnet ist.

  21. Ich finde es traurig, dass die besten Ansätze für eine Veränderung so oft am heftigsten torpediert werden, indem die oberflächliche und vorurteilshafte Abschätzigkeit gegenüber Mitmenschen immer weiter betrieben wird -logischerweise parallel zur Abschätzigkeit gegenüber unseren anderen Mitgeschöpfen. Ich frage noch einmal: Was ist “hysterisch” daran, Tiere nicht leiden und nicht töten lassen zu wollen? Es auch nicht zulassen zu wollen? Wer sich noch nicht einmal gedanklich vom Speziesismus verabschieden will, hat sich innerlich festgefahren und verhärtet. Schade!

  22. Liebe Sofia Markov! Über unsere gegenseitige Auffassung von Spiritualität scheinen Sie aus irgendeinem Grund, den Sie hier anscheinend nicht nennen wollen, mit mir nicht diskutieren zu wollen. Also lassen wir das.Ich hätte da aber noch eine rein ernährungstechnische Anfrage bzw. Bemerkung zu machen. Erst einmal ist es für mich immer noch fraglich, ob wir Menschen, wenn wir vielfältige Rohkost zu uns nehmen-also Früchte und Gemüse aller Art, Blätter, Grünzeug, Kerne, Nüsse, Keime usw., überhaupt zusätzlich noch extrahierte Fette brauchen, weil ja die genannte Nahrung auch mehr und weniger Fette schon von Natur aus enthält. Ich nehme zwar selber auch immer noch die von Ihnen genannten Öle zu mir in kleinen Mengen(schon allein im Salat scheint mir Sonnenblumenöl z.B. unerlässlich), aber ich merke z.B. bei Kokosöl, dass ich da sehr vorsichtig sein muss. Ich vertrage das z.B. zum Frühstück auch nicht in kleinen Mengen. Da meldet sich sofort etwas in meinem Bauch und warnt mich. Auch wenn ich nachmittags mal ein Stück leckere Rohkosttorte aus Kokos bei Veganz zu mir genommen hatte, ist mir fast schlecht geworden. Ich würde z.B. Menschen mit schwacher Leberfunktion davor warnen! Allerdings natürlich auch vor Butter und Eiern! Sie auch?

  23. Liebe G. Votava,
    es tut mir leid, wenn Sie das Gefühl hatten, dass ich mit Ihnen über Spiritualität nicht diskutieren möchte. Ich war bis vor kurzem in den Hochgebirgen Bulgariens, in einer Berghütte, wo es kein Internet gibt und wo man nur bedingt telefonieren kann. Dort wollen wir ab Juni diesen Jahres meditative Rohkostwanderungen anbieten. Und da ich erst seit Montag wieder komplett „online“ bin, habe ich peu à peu angefangen alles was liegen geblieben ist, abzuarbeiten.
    Zu Ihrem letzten Anliegen: Sie beschäftigt die Frage, ob der Mensch extrahierte Fette braucht, wenn er sich optimal ernährt. Meine Meinung dazu: bestimmt nicht, nur wer heutzutage kann von sich behaupten sich optimal zu ernähren. Auch wenn man alle möglichen Obst, Gemüse, Blätter, Nüsse etc. aus dem Discounter zu sich nimmt, kann man davon ausgehen, dass diese noch alle essentielle Nährstoffe enthalten? Auf mineralarmen Ackerböden ist das angebaute Getreide, Obst und Gemüse nicht in der Lage, die benötigten Spurenelemente aufzunehmen und an den Menschen weiterzugeben, die wir für unsere körperliche und seelische Gesundheit benötigen. Sogar in der Bio-Branche kommen dabei gravierende Defizite vor. Jede Körperfunktion, sei es Energieproduktion, Neubildung von Zellen, das Bekämpfen einer Infektion, Denken oder Fühlen ist auf eine Menge unterschiedlicher Nährstoffe angewiesen. 90 bis 100 essentielle Nährstoffe müssen dem Körper täglich zugeführt werden, damit er seine immensen Arbeiten erledigen kann. Dazu gehören: 60 bis 70 Hauptmineralien und Spurenelementen, Ca. 15 Vitamine, 12 essentielle Aminosäuren (Eiweißbausteine), 2 essentielle Fettsäure: Alpha-Linolensäure (Omega 3) und Linolssäure (Omega 6 Fettsäuren). Dazu kommen noch weitere pflanzliche Faktoren wie Bioflavonoiden, Enzymen, Ballaststoffe, Photonenenergie, sowie die gesättigte Fette.
    Sie schreiben, dass Sie Probleme nach der Einnahme von Kokosöl kriegen und dass s Ihnen nach dem Verzehr von Rohkosttorten schlecht geht. Das liegt an der Kombination Nüsse (Proteine)- Trockenfrüchte (Zucker)- Fette. Dazu kann ich mal etwas schreiben, falls Interesse da ist. Schönen Abend!

  24. Danke für die Antwort! Es ist glaub ich für uns beide nicht ganz einfach, miteinander zu diskutieren, weil wir nach meiner Wahnehmung von diametral verschiedenen Standpunkten ausgehend denken und formulieren. Während ich z.B. vor allem anderen auf meine mit meinen eigenen Sinnen gemachte Erfahrungen setzte, setzten sie mehr auf wissenschaftlich geprüfte Erkenntnisse und Standarts. Dagegen habe ich natürlich nichts und ein Austausch kann ja nur unser Wissen und Erfahrungen mehren, wenn wirklich gewissenhaft benannt und differenziert wird. Ich fange da einmal mit dem Kokosöl an: Ich weiß, dass Unverträglichkeiten von bestimmten Stofffen wie hier das Kokosöl auch mit der Kombination mit andern Stoffen(wie vor allem Zucker)zusammenhängen können. Was ich aber über die Wirkung von Kokosöl auf meinen Organismus beobachtet habe und formulieren wollte, ist nur die Tatsache, dass ich es z.B. generell auch isoliert nur in ganz kleinen Mengen vertrage und z.B. morgens eher gar nicht. Wir machen uns z.B. öfter eine “Butter”aus hochwertigem Kokosöl mit etwas Olivenöl, Wasser, Cucurma, Zitronensaft und einer Prise Salz. Das sind Zutaten, die das Kokosöl eher verträglicher machen, als unverträglicher. Trotzdem ist das für mich zum Frühstück eine heikle Angelegenheit und ich konnte es zuletzt nur vertragen, weil ich immer grünen Schattentee zum Frühstück trinke. Mit der Rohkosttorte war es, wie ich glaube, so, dass die Menge an Kokosfett einfach zuviel war und vielleicht war es tatsächlich auch der Zucker dabei, den ich ja selbst nie verwende. Bei meinem Mann ist das z.B. wieder ganz anders. Ich war schon immer ein bisschen ein “Verdauungsschwächling” und hauptsächlich durch eine ehemalige langjährige Amalgam-Vergiftung ist auch meine Bauchspeicheldrüse heute immer noch geschwächt, wie ich fühle. Und ich kenne jemand, der z.B. einen Leberschaden hat, für den ist Kokosfett wie ein rotes Tuch. Er mag das überhaupt nicht und ich kann das auch verstehen. Mit allen extrahierte Fetten muss man vorsichtig sein, hab ich gelernt und besonders mit den gesättigten. Wobei allerdings Kokosfett das einzige ist was beim Braten nicht giftig riecht. Aber braten wollen wir ja eh nicht mehr. Dies alles soll um Himmels Willen nicht gegen die Ernährungsqualität von Kokosfett und Kokosprodukten gerichtet sein. Ich weiß schon, wie wertvoll die sein können. Kokoswasser kann man ja z.B. nach meinen Infos direkt ins Blut spritzen und auch anstelle von Muttermilchen verabreichen. Gut, dass wir alle Kokosprodukte zur Verwendung haben.
    Zu den denaturierte Lebensmitteln kann ich noch sagen, dass ich das mit meinen Sinnen bewusst wahrnehme und damit weitgehrends umgehen kann. Wir haben hier wo wir wohnen z.B. das Glück, dass wir für den Winter an gute Walnüsse und Haselnüsse und Äpfel und Birnen Möhren und sogar viel Sanddorn kommen. Und auf unserem naturbelassenen Grundstück können wir das ganze Jahr über Wildkräuter ernten. Ich möchte abschliessend noch einmal versichern, dass ich heute auch voll und ganz davon überzeugt bin, dass (vegane) Rohkost definitiv die gesündeste Ernährung für alle Menschen war, ist und immer sein wird. Ich bin nach einer langen Odyssee durch die denaturierten Ernährungsarten nun endlich und glücklich mit meinen selbst am eigenen Leibe gemachten Erfahrungen und Erkenntnissen dorthin gelangt. Und ich bin sehr froh darüber!
    Alles unangenehme, was ich früher als hinzunehmende Begleiterscheinung meiner Verdauung meinte, akzeptieren zu müssen wie z.B. dass im Darm immer wieder Gase entstanden, fällt bei Rohkost weg. Ich fühle mich mit Rohkost innerlich völlig sauber und unbelastet, wenn ich alles richtig mache und eben mit gesättigten Fetten z.B. sorgfältig umgehe. Kokosfett soll übrigens ja auch ein gutes Heil-und Abwehrmittel gegen Pilz und Parasiten sein. Ich kann das auch durch eigene Erfahrung bestätigen. Äusserlich und innerlich. Aber das wissen Sie vermutlich auch.
    Alles Gute Ihnen und Ihrer Arbeit!
    Gabriele Votava

  25. Liebe Sofia Markov,
    Hochgebirge Bulgariens, das hört sich wunderbar an. Ich selber habe wiederholt länger in einer Berghütte im schweizer Hochgebirge (Grauünden) gelebt und dort viele sehr naturverbundene spirituelle Erfahrungen gemacht.
    Was ich sagen wollte, ja ich habe sehr großes Interesse und würde mich freuen, wenn sie zu der Thematik “Nüse (Proteine) – Trockenfrüchte (Zucker) – Fette etwas schreiben könnten. Lieben Gruß

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