Die unsichtbare Macht in uns

Möge die Macht mit uns sein!
Wenn wir Appetit auf etwas haben und wenn uns etwas gut schmeckt, dann braucht das unser Körper. Aber gilt das auch für Nutella, überbackenen Käse und gegrilltes Steak? Die Antwort auf diese Frage haben Sie als Leserin oder Leser bei WEILAND-WISSEN sicherlich schon. Viel interessanter finde ich die Frage: Inwieweit bestimmen wir selbst, mit unserem freien Willen, was wir essen. Können wir das überhaupt beeinflussen, sind wir unseren Instinkten unterlegen oder gar ganz anderen Mächten? Gibt es wie in den Kinofilmen „Star Wars“ eine dunkle und eine helle Seite dieser Macht?

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Weltherrschaft in grün
Vor rund 3 Milliarden Jahren explodierte das Leben förmlich auf unserer Erde. Im Schutz des Wassers entstanden purpurfarbene Bakterien, die dem Ozean seine Farbe gaben. Damals war es nicht der blaue Planet, sondern der Purpurplanet. Erde_purpur_zu_blauTiefer unter der Wasseroberfläche, nutzte eine andere Bakterienart das übriggebliebene Lichtspektrum. Das Ergebnis: Sie waren grün. Aber nicht nur die Farbe unterschied diese Newcomer, genannt Cyanobakterien. Sie hatten eine Eigenschaft entwickelt, welche sie von 0 auf 100 an die Spitze der Weltherrschaft bringen sollten – bis heute: Sie wandelten unter Verbrauch von Kohlendioxyd und Wasser, beides reichlich vorhanden, Licht in biochemische Energie um. Als „Abfallprodukt“ dieser biochemischen Reaktion wurde Sauerstoff frei. Der Sauerstoff in der obersten Schicht der Erdatmosphäre reagierte mit der energiereichen Sonnenstrahlung zu Ozon und bildete somit einen wirksamen Schutz vor den UV-Strahlen. Nur aufgrund dieser sogenannten Photosynthese in den kleinen grünen Ur-Bakterien entstand eine Sauerstoffatmosphäre, Leben auf dem Land von der Amphibie über den Dinosaurier, die Insekten und Vögeln, bis hin zum Menschen. Natürlich waren sie auch die Vorfahren der Pflanzen, die noch heute mit den bakterienähnlichen Chloroplasten den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll zur Gewinnung von Sauerstoff und Herstellung von Zucker nutzen. Es waren diese unscheinbaren, mit menschlichem Auge nicht wahrnehmbaren Wesenheiten, welche dem ganzen Planeten grünes Leben einhauchten und ihn mit Sauerstoff durchfluteten.

Milieustudien: Das Milieu ist alles
Unsere Darmflora oder besser Darmmikroorganismengemeinschaft ist für uns so wichtig, wie die Chloroplasten für die grünen Pflanzen. Die unzählbaren Mikroorganismen in unserem Darm und in unserem Blut finden einerseits in uns ihren Lebensraum und ihre Daseinsberechtigung. Andererseits danken sie uns dies mit der Versorgung wichtiger Nährstoffe. Der Prominenteste davon ist das Vitamin B12.

koli-bacteria-123081Aber es gibt noch eine Vielzahl andere Funktionen:

Hilfe bei Verdauung und Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweßen1

Unterstützung des Immunmsystems
Versorgung mit den Vitaminen Pyridoxin, B12
2, Thiamin, Riboflavin und K

Versorgung der Darmepithelschicht mit Energie (Butyrat)

Anregung der Darmperistaltik

Herstellung kurzkettiger Fettsäuren (Butyrat, Essigsäure, Propionsäure)

Entgiftung von Xenobiotika

Herstellung von essentiellen Aminosäuren3

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Werden die Lebensbedingungen für diese „Großfamilie“ von uns optimal gestaltet, versorgt sie uns mit mehr, als wir und die heutige Wissenschaft zu glauben wagen. Doch wie kann dieses Gleichgewicht der Mächte und diese tiefe innere Freundschaft ins Wanken geraten? Die Antwort ist ganz einfach: Medikamente, Handystrahlung, Umweltgifte, Alkohol, Dogen, gekochtes Essen, Fleisch, Zucker, gehärtete Fette usw. sind weder gut noch böse, doch sie verschieben dieses symbiotische Gleichgewicht in ein Verhältnis zwischen Parasit und Wirt. Neue Mikroorganismen wie Pilze, Prionen, Parasiten und Bandwürmer finden nun einen geeigneten Nährboden, fühlen sich pudelwohl, verdrängen die hilfreichen Bakterien und erlangen die Vorherrschaft in unserem Körper. Wie eben schon Louis Pasteur sagte: „Die Mikrobe ist gar nichts, das Milieu ist alles.“

Prof. Dr. Günther Enderlein entdeckte 1916 neben den im Darm und Blut lebenden Bakterien auch sogenannte Protiten, Urkeime, aus denen sich verschiedene höhere und niedere krankmachende Darmpilzformen entwickeln können.5 Füttern wir diese Mikroorganismen mit Industriezucker, Fleisch, Alkohol, Medikamenten usw., wachsen und gedeihen sie. Und mehr noch: Sie erschaffen einen Nährboden für Viren, Bakterien, Prionen, Parasiten und andere Erreger6 und lösen ein Verlangen – z. B. nach Süßem oder nach Fleisch – aus, da sie sich in diesem Nährboden am besten fühlen. Widerstand zwecklos.

So wie die ersten sauerstoffbildenden Bakterien der Urmeere dem ganzen Planeten Leben eingehaucht haben, sind die Bakterien in uns ebenfalls überlebens-not-wendig. Alles steht und fällt mit ihnen. Daher ist ein jeder klug damit beraten, die Freundschaft dieses hilfreichen Lebensspenders und -erhalters gut zu pflegen und sie und sich gut natürlich zu ernähren.

Sind wir Fremdbestimmt?

Sie Leben davon, dass sie andere schaden, sie überlisten ihre Wirte mit immer neuen Tricks, sie verursachen Krankheiten, sie manipulieren das Verhalten von Tieren und treiben sie gar in den Freitod. Prof. Jaroslav Flegr, Evolutionsbiologe der Universität Prag, ist im Begriff den Nachweis darüber zu erbringen, wie Parasiten auch das Verhalten und Schicksal von Menschen beeinflussen können.

Neben Elephantiasis, Malaria, Leishmaniose und der Schlafkrankheit, Erkrankungen, die jährlich millionenfach zum Tod führen, schaffen es bestimmte Wechselparasiten ihre Wirte dahingehend zu beeinflussen, dass z. B. der Wirt gefressen wird und der Parasit den Wirt somit leicht wechseln kann. Die schafft der Parasit mit Hormonen durch deren Ausschüttung der Wirt risikofreudiger wird oder desorientierter, so dass ihn seine natürlichen Fraßfeinde als leichtere Beute erwischen können. Das erhöht die Paarungswahrscheinlichkeit und Verbreitung des Parasiten. Er sorgt somit für die Erschließung seines neuen Lebensraumes. Neulandgewinnung auf Kosten des Wirtes also. Beim Menschen werden durch sogenanntes Toxoplasmen7 ebenfalls Verhaltensveränderungen hervorgerufen: Infizierte Männer werden introvertierter, misstrauischer und risikobereiter. Sie sind eher dazu geneigt, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen hingegen wurden bei Toxoplasmose offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und befolgten mehr Regeln als zuvor.

Der Mensch hat jedoch noch andere Mittel der Verhaltenskontrolle entwickelt und wird inzwischen nur noch selten von Raubtieren gefressen, so dass es heute kaum sinnvoll für einen Parasiten erscheint, durch die hormongesteuerte Verhaltensänderungen beim Menschen seinen Wirt wechseln zu können. Möglicherweise stammt diese Strategie der Parasiten noch aus einer früheren Phase menschlichen Daseins.

Aber es gibt auch Würmer, Schweinepeitschenwürmer, die in der Medizin gegen Allergien zum Einsatz gebracht werden. Mikroorganismen und Parasiten können also auch ein Lehrmeister für unser Immunsystem sein. Sie pauschal als Feinde zu bezeichnen wäre falsch.

P. S.: Interessant fand ich, den Hinweis in dem Kinofilm „Star Wars Episode I“ auf die sogenannten Midi-Chlorianer als Träger der mystischen „Macht“. Es sind sind ebenfalls Mikroorganismen, die in Symbiose in den der Körperzellen leben und die Möglichkeit eröffnen, mit der „Macht“ in Kontakt zu treten. Dabei ist die Menge der vorhandenen Midi-Chlorianer dafür verantwortlich, in welchem Maße der Träger die Macht spüren kann. Sie werden vom Geisteszustand des Wirtes beeinflusst. Es ist ein naturwissenschaftlicher Erklärungsversuch von göttlicher Kraft. Wenn wir den Einfluß von Mikroorganismen auf unserer Erde und in unserem Körper bedenken, ist da vielleicht sogar etwas dran…

Tipp: Der Gesundheitslehrer Florian Sauer rät bei Parasiten- und Pilzbefall, diese ungebetenen Gäste eher vom Ausziehen zu überzeugen, statt sie – z. B. mit Medikamenten – zu bekämpfen. Dies gelingt, so Sauer, mit einer Milieuveränderung. Nehmen Sie den Parasiten ihre Lieblingsspeisen weg, also Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate, Alkohol, Fleisch, Wurst und Fisch usw. So werden sie geschwächt und können sich nicht mehr so gut festhalten. Neben diesem Nahrungsentzug für die Parasiten verzehre man reichlich grüne Nahrung, trinke Gemüse- und Wildkräutersäfte und verwende diese auch als Einlauf. Sehr gut wirken auch Flohsamenschalen und Chiasamen und schaffen einen guten Nährboden für rechtsdrehende Mikroorganismen. Das beste ist eine Saftfastenkur von mindestens 3 Wochen. Es entsteht dabei wieder eine eigene Peristaltik, welche die Parasiten aus den Taschen in den Darmzotten hervorlockt.Der ganzen Ernährungsumstellung wird am besten die Europadarmkur von Wolfgang Müller vorangestellt. Eine mentale Arbeit unterstützt die organischen Hilfen bei der Befreiung von Parasiten und Pilzen ebenso, wie auch basische Bäder. Besonders helfen diese Bäder bei Hefepilzinfektionen, denn diese Pilze leben in den ersten beiden Hautschichten, wie z. B. der Pityriasis versicolor und Candida albicans. Florian Sauer emfpiehlt Basenbäder mit einer Dauer von 3- 8 Stunden bei einer Wassertemperatur von 38 °C.

Depressionspatienten haben oft auch Parasitenbefall, weil auch seelisches Unwohlsein zu einem übersäuerten Milieu im Körper führen können, einer Basis für Pilze, Parasiten, Borelliose und vieles mehr. Im Darm spiegelt sich die Wechselseitigkeit von seelischen und körperlichen Einflüssen recht gut.

Medikamente bei der Pilzkur bewirken beim Darmpilz Candida albicans, dass er im Gehirn Sporen hinterläßt, durch die er dann jederzeit wiederkommen kann, sobald das Milieu wieder seinen Ansprüchen genügt.

Fazit
Psychosoziale Verlockungen, süße Süchte, Opiumverlangen naanatomy-160524ch Brot und Milch und dann noch eine Heerschar von Würmern, Parasiten und Pilzen. All das beeinflußt unser Verhalten, Denken und Fühlen. Sind wir da noch im Besitz unserer Selbstkontrolle? Wir trinken Milch, weil wir uns an die Geborgenheit von Mama erinnern, wir genießen Käsebrote aus dem selben Grund und die Schokolade, weil sie uns Glückseligkeit vermittelt. Ist es möglich aus diesem Teufelskreis zu entkommen? Ich behaupte: ja. Wir sind als Menschen keine passiven Reflexamöben, wir haben die Möglichkeit uns all dies bewusst zu machen und ebenfalls Strategien zu entwickeln, um uns daraus zu befreien. Ein paar praktische Tipps haben Sie heute dazu mit auf Ihren Weg bekommen.

Es lässt sich in alledem eine Kettenreaktion erkennen. Wir lernen ungesund zu essen und empfinden es als richtig und gut, nähren damit eine Mikroorganismengemeinschaft in unserem Körper, die uns eher schädigt als nährt und beseitigen mit Medikamenten auch noch den Rest der Symbionten in uns. Diese kleinen Lebewesen schüren wiederum das Verlangen nach diesen für uns unnatürlichen Nahrungsmitteln. Aber mit Darmreinigung, Fasten, Wildkräutern, Gemüse, basischen Bädern, viel Bewegung an frischer Luft, regelmäßig ausreichendem Schlaf, Sonnenbäder, Schwimmen und mentaler Fitness stehen die Signale auf Heilung, Wohlbefinden, Frieden und Befreiung von der Fremdbestimmung.

Fussnoten:

1 Rusch, S. 47

2 Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorgansimen gebildet, kein Tier und keine Pflanze ist dazu in der Lage. Neben den Darmbakterien gibt es z. B. auch den in der Samenschale der Sanddornfrucht symbiotisch lebenden Strahlenpilz Actinomycettes. Er produziert eine relativ hohe Konzentration an wirkungsaktivem Cobalamin. Siehe Luetjohann, S. 96

3 Bircher S. 44ff

4 Müller-Burzler, S. 385ff

5 Müller-Burzler, S. 342f

6 Müller-Burzler, S. 342f

7 Dies sind protozooische Parasiten: Toxoplasma gondii

Quellen und Empfehlungen

DVDs bei weiland-wissen.de:

  • Birgit Schönborn: „STRESS ICH – Busy-Food – Vom Stress und vom Essen im Berufsalltag“
  • Petra Birr: “Gewohnheit, Gesellschaft, Herdentrieb – psychosoziale Aspekte der Ernährung”
  • Petra Birr: “Häufige Fehler beim Start mit der Rohkost“
  • Andreas Vollmert: „Nackte Schokolade“
  • Urs Hochstrasser: „…und wenn die Sucht uns heimsucht“; DVD und Online-Video
  • Walter Sommer: „Die Milch als Ware/Brot- und Getreidespeisen“; Audio-CD
  • Maria Kageaki: „Geheimtipps für gesunde Zähne“ DVD und Online-Video
  • Walter Sommer: „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“ eBook und Buch
  • Veronika und Florian Sauer: „Schwermetallentgiftung und die Geschichte des basischen Badens“; Vortrag auf dem Erfurter Rohkosttag 2013, DVD

Weiterführende Literatur und Quellen

  • Dr. Ralph Bircher: Geheimarchiv der Ernährungslehre
  • Guy-Claude Burger: Die Rohkosttherapie
  • Henning Müller-Burzler: Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung
  • Dr. med. Max Otto Bruker: Der Murks mit der Milch
  • Dr. med. M. O. Bruker: Zucker, Zucker. Krank durch Fabrikzucker
  • EU.L.E.n-Spiegel, Ausgabe 6/2008 1/2009
  • Urs Hochstrasser: …und wenn die Sucht uns heimsucht. Vortrag beim Großen Berliner Gesundheitsseminar 2013
  • Sylvia Luetjohann: Sanddorn „Starke Frucht und heilsames Öl“
  • Greg Wadley u. Angus Martin: Die Ursprünge der Landwirtschaft – Eine biologische Sichtweise und eine neue Hypothese, Australian Biologist, 1993
  • Dr. Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot
  • Volker Rusch: Bakterien – Freunde oder Feinde
  • Walter Sommer: Die Milch als Ware (Vortrag auf Audio-CD)
  • Helmut Wandmaker: Willst Du gesund sein, vergiss den Kochtopf
  • Eugen Ziegler: Zucker – die süße Droge
  • W wie wissen. Zucker und Sucht, ARD-Sendung
  • Pflanzenwelten – Die heimliche Macht auf unserem Planeten. Dokumentarfilm der BBC, 2012
  • Parasiten – Quarks & Co, SWDR-endung vom 13. 10. 2009

Oxalsäure – sauer macht nicht nur lustig

Wer kennt ihn nicht aus der Kindheit – den Sauerampfer? Sein köstlich-säuerlicher Geschmack ist bei jeder Wildkräuterführung oder Rohkostsalat ein geschmacklicher Höhepunkt. Seine Säure heißt Oxalsäure.

Diese Substanz ist für die meisten Menschen völlig ungefährlich. Bei entsprechender Disposition kann sie aber zu vielfachen Beschwerden, Zahnproblemenn und Nierenerkrankungen führen.
Durch die Bildung der Calciumoxalate kommt es zu einer Calciumverarmung in den Zellen des Körpers. Für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels wird allerdings Calcium benötigt, fehlt dieses Mineral, kann in schweren Fällen sogar eine Herzschädigung eintreten. Magenschmerzen, Erbrechen, Blutdruckabfall, Pulsunregelmäßigkeit, Krämpfe, Ödeme und Kreislaufkollaps nach dem Genuss oxalsäurehaltiger Pflanzen, insbesondere Mangold, Spinat und Rhabarber, deuten auf eine akute Vergiftung hin.
Wer bereits schon unter Osteoporose leidet oder sich davor schützen möchte, sollte ebenso wie auf eine phosphatarme auch auf eine oxalsäurearme Ernährung achten, um einem verstärkten Knochenabbau entgegen zu wirken.
Sind bereits SChäden an den Zähnen vorhanden, (wie z. B. Kariesbefall oder Zahnhalsentzündungen) sollten oxalsäurhalige Lebensmittel nur in sehr geringen Mengen und selten gegessen werden, da diese sehr starke Säure die vorgeschädigten Zähne diekt angreifen können.Oxalsaeure

Oxalsäure-haltige Lebensmittel:

Spinat
Mangold
Rote Beete
Rhabarber
Sauerampfer
Sauerklee
Schnittbohnen
Kakao
Cashew

auch enthalten in:

Sesam, Amaranthund, Quinoa, Kaffee und Tee.

Ursache oder Symptom?

Von abergläubischen Systemen in der Medizin.

Wie einfach wir uns täuschen lassen!

„Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“.

Mit einer Statistik kann alles bewiesen oder widerlegt werden, dessen sollten wir uns immer bewusst sein!

Würde man untersuchen, welchen Einfluss das Auto auf die Brustkrebserkrankung bei Frauen hat, so könnte das Ergebnis wie folgt aussehen:

Bei einer Befragung von Frauen mit Brustkrebs kam heraus, dass der größte Anteil der betroffenen Frauen eine bestimmte Automarke fährt – vermutlich wäre das VW oder so. Des weiteren stellte sich heraus, dass ein signifikant großer Anteil das Modell VW Golf fährt. Die mit Abstand am stärksten vertretene Autofarbe ist dabei dunkelblau. Nun ist statistisch „bewiesen“, dass der dunkelblaue VW-Golf hauptverantwortlich für die Verursachung von Brustkrebs ist, das Auto könnte nun von der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) als höchst krebseregend eingestuft werden. Sollte noch jemand Zweifel an der Statistik äußern, so zeigen wir zusätzlich auf, wie sich in den letzten 50 Jahren eine deutlich parallele Steigerung zwischen den Frauen die einen VW-Golf fahren, und den Brustkrebs Erkrankungen, abzeichnet.

Klingt verrückt, wird aber im Prinzip und im übertragenen Sinne genau so praktiziert. Genau so entstehen viele Statistiken die eines verwischen – den Blick auf den realen Zusammenhang zwischen Ursache und der Wirkung. Besonders schlimme Folgen haben solche Verschleierungspraktiken im Bereich der Gesundheit.

Dass Fahrerinnen eines dunkelblaue-VW-Golf eher an Brustkrebs erkranken als beispielsweise Fahrerinnen roter-BMW-5er mag vielleicht noch auf Kopfschütteln stoßen. Wie sieht es aber bei der Impf-Thematik aus? Wieviele Kinder werden jedes Jahr geimpft und helfen diese Impfungen wirklich? Was ist mit de Viren? Der Vogelgrippe? Der Ansteckung im Allgemeinen? Und wie krebserregend sind die sogenannten krebserregenden Stoffe wirklich? Überall wird Statistiken und den „Göttern in weiß“ geglaubt, die Verantwortung wird abgegeben. Aber wie steht es wirklich um den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung?

Wissenschaftler und Philosophen sind sich eigentlich einig: Jedem Geschehen geht eine Ursache voraus. Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist eine Wahrheit, die in unserem modernen Zeitalter breite Akzeptanz findet. Jedem klar denkenden Menschen ist heutzutage bekannt, dass alles, was einem widerfährt, ein Resultat einer bestimmten Ursache ist. Alles ist also Reaktion auf eine vorangegangene Aktion. Doch was genau ist die Ursache und was ist deren Wirkung? Diese Frage ist oft genug gänzlich unklar und meist alles andere als einfach zu klären.

Die „Schulwissenschaft“, welche häufig wohl eher als Schulmeinung zu bezeichnen ist, macht es sich hierbei oft sehr einfach. Für ein zunächst noch unerklärliches Geschehen werden Parallelen gesucht; und nur all zu oft gibt man sich mit statistischen Tendenzen zufrieden, die aber wenn man es genau betrachtet null Aussagekraft besitzen.

Wenn bei gleichen Geschehnissen auch immer gleiche Verhältnisse und Gegebenheiten vorgefunden werden, so scheint die Ursache noch unwiderruflicher entdeckt zu sein – doch ist das wirklich so einfach? Kann man wirklich einfach eins und eins zusammenzählen? Lasst uns dieser Frage auf den Grund gehen indem wir herkömmliche Methoden zur Erkenntnisgewinnung hinterfragen.

Ihr werdet sehen, der Teufel liegt nicht nur im Detail, sondern auch in der genauen Betrachtungsweise der Methoden zur Erkenntnisgewinnung.

Die Sache hat einige Haken – und wer diese kennt, ist von da an schwer zu täuschen.

Besonders dramatisch wirken sich Fehleinschätzungen über Ursache und Wirkung im Bereich der Medizin aus. Hiervon hängt direkt das Leben und die körperliche und geistige Gesundheit eines jeden Patienten ab. Täglich sterben tausende Menschen qualvoll, weil man die Symptome behandelt, anstatt die Ursachen zu beheben. Krebs ist mit Abstand die häufigste Todesursache, das geht sogar aus bereits geschönten Statistiken hervor. Doch in der Schulmedizin will man von Ursachen und ursächlicher Behandlung nichts wissen. Kein Wunder, denn ein durchschnittlicher Krebspatient bringt zwischen 200.000 und 500.000 Euro in die Kassen nie satt werdender Pharmariesen. Wer hier Lösungen präsentiert, hat eine Macht gegen sich, welche besser finanziert ist, als jede Armee unseres Planeten. Nur wer die Ursache einer Krankheit kennt, kann diese verstehen und ist demzufolge in der Lage, die Kranken erfolgreich, im Sinne einer gesundheitlichen Genesung, zu behandeln. Ein Patient, dem diese Zusammenhänge bewusst sind, wird sich also nach ursächlichen Therapiemöglichkeiten umsehen. Doch wer kennt und versteht die Ursachen einer Erkrankung wirklich und wer gibt nur vor, diese zu kennen?

Hier gibt es auch bei den vielen Alternativen große Missstände!

Wissenschaftler, Schulmediziner und Alternativmediziner meinen in der Regel alle, die Ursachen gefunden zu haben. Die Erklärungen der jeweiligen Lager erscheinen im ersten Moment alle mehr oder weniger stichhaltig und logisch, doch schaut man einmal genauer hin, so entpuppt sich vieles als eine einfache „Luftnummer“. Die Standpunkte und Meinungen werden anhand verschiedener Verfahren „belegt“, beziehungsweise untermauert. Lasst uns einmal einen Blick auf diese Methoden werfen.

Die Statistik

Die Statistik ist hierbei das einfachste und daher am häufigsten herangezogene Verfahren. Nicht selten werden teure und aufwändige Studien betrieben, um Hypothesen zu stärken. Die Ergebnisse werden dann als Beweis für die Richtigkeit dieser Hypothese propagiert. Tatsächlich bleibt es jedoch nach wie vor eine Hypothese, denn eine Statistik zeigt lediglich eine Tendenz oder eine gewisse Wahrscheinlichkeit auf. Auch wie authentisch eine Statistik ist, kann meist nicht nachvollzogen werden, denn man weiß ja selten welchen Fokus die „Forscher beim erstellen einer Statistik gehabt haben und welche Faktoren sie vielleicht übersehen haben.

Beispielsweise ist allgemein anerkannt, dass Rauchen Lungenkrebs verursachen kann. Der Beweis hierfür liegt in Statistiken und Studien welche zeigen, dass ein signifikanter Anteil an Lungenkrebs-Patienten raucht. Wir haben hier also eine mögliche Wahrscheinlichkeit; jedoch von der Ursache für Krebs kann hierbei korrekterweise nicht gesprochen werden. Eine solche Statistik birgt zu viele Ungewissheiten. Dies fängt bei der untersuchten Zielgruppe an und hört damit auf, dass, wenn überhaupt, nur schwer nachvollzogen werden kann, ob die Studie manipuliert wurde, oder nicht. Nicht ohne Grund erlangte das Zitat „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, hohe Berühmtheit. Mit einer Statistik kann man alles „beweisen“, aber man kann von eben Bewiesenem“ auch wieder das Gegenteil „beweisen“, und lässt man einen entscheidenden Faktor absichtlich oder unabsichtlich weg, so ist die Statistik völlig wertlos. Wer kann schon von sich behaupten, wirklich alle Faktoren berücksichtigt zu haben?

Rauchen = Lungenkrebs?

Ein Zeichen dafür, dass jenes statistische Ergebnis zum Thema Rauchen und Lungenkrebs nicht wirklich aussagekräftig ist, ist die Tatsache, dass selbst Kinder, die nie geraucht haben, Lungenkrebs haben können. Andersherum ist es so, dass Kettenraucher steinalt werden können ohne je Krebs diagnostiziert zu bekommen, und am Ende an Altersschwäche sterben. Hier kommt unsere Schulmedizin, welche nebenbei bemerkt in der Lage ist, die besten und teuersten PR-Agenten zu bezahlen, schnell mit sogenannten Zusatzhypothesen. Beispielsweise Rauchen + Gendefekt macht ganz sicher Krebs. Wie gut, dass man einen „Gendefekt“ schlecht nachvollziehen kann… Ich will hier das Rauchen keineswegs verharmlosen, denn rauchen ist ein chronisches Vergiften des Körpers. Kein Mensch sollte das seinem Körper antun. Jedoch löst Rauchen ursächlich keinen Krebs aus. Besonders freiheitsliebende Menschen sollten sich überlegen, ob sie sich wirklich von diesen kleinen Stummeln herumkommandieren lassen wollen, doch das nur am rande.

Auch möchte ich die Statistik als Methode zur Erkenntnisgewinnung nicht als überflüssig erscheinen lassen, denn auch sie kann, richtig angewandt, zu wichtigen neuen Hinweisen führen. Jedoch muss man sich bei deren Anwendung darüber im Klaren sein, was man von Statistiken erwarten kann und was nicht – dies ist bei der heutigen Anwendung aber in der Regel nicht der Fall.

Impfen besiegt Kinderlähmung?

Ein weiteres Beispiel, wie Statistiken gefälscht werden, zeigt der angebliche Anstieg oder Rückgang bestimmter Krankheiten in der Gesellschaft. Ich bediene mich hier dem Beispiel des statistischen Erfolges bei der Bekämpfung der Kinderlähmung (Polio) durch Impfungen. Statistisch kann sehr deutlich gezeigt werden, dass mit steigender Impfrate in der Bevölkerung auch die Anzahl der Erkrankungen zurückgegangen sind, doch auch diese Statistik hat einen Haken wodurch sie völlig wertlos wird. Kaum einer weiß, dass in etwa zur gleichen Zeit, in der der Impfstoffes eingeführt wurde, die Definition des Krankheitsbildes nach und nach verändert wurde. Das bedeutet, Symptome, die zuvor noch der Kinderlähmung zugeschrieben wurden, fielen aus der Definition heraus, so dass logischerweise weniger Diagnosen mit Kinderlähmung gestellt werden konnten. In den USA nahm diverser Statistiken zufolge die Zahl der “aseptischen Meningitis” im gleichen Maße zu, wie die offiziell erfassten Poliofälle zurückgingen. In Deutschland trat mit Einführung der Schluckimpfung gleichzeitig das Bundesseuchengesetz in Kraft. Dies hatte Veränderungen der Erfassungs- und Meldekriterien zur Folge. Wahrlich ein eleganter Weg die Menschen zu täuschen!

Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten

Studien, welche herausgefunden haben wollen, dass zu viel Sonne die Ursache für Hautkrebs ist, vergessen die Länder, in denen die Bevölkerung einem weit höherem Maße der angeblich krebserregenden UV-Strahlung ausgesetzt ist. Dasselbe gilt für Berufsgruppen wie Bauern und Bauarbeiter. Auch wenn wie immer eine Zusatzhypothese die nächste jagt, wird es immer Fälle geben, welche nicht in das Schema passen. Wir sehen also, dass Statistiken nicht einmal dem Kriterium der Reproduzierbarkeit standhalten. Würden wir nichts wissend „im dunklen tapsen“, hätten wir durch eine solche Statistik einen Anhaltspunkt, an dem wir ergebnisoffen und unvoreingenommen weiter forschen könnten – dem ist aber nicht so, denn wie wir gleich sehen werden, ist das Wissen um die Ursachen vorhanden und für jeden nachvollziehbar und nachprüfbar zugänglich!

Bevor wir zur nächsten Methode übergehen muss hier noch die ein oder andere Illusionen „dran glauben“. Auch in der alternativmedizinischen Szene und unter Schulmedizinkritikern wird im Grunde oft genau dieser Form von Statistiken geglaubt und als wahr angepriesen. Unter wirklich wissenschaftlichen Gesichtspunkten bleibt nämlich oft nicht viel mehr als im besten Fall logisch klingende Hypothesen übrig. Da wir gerade beim Thema Sonne und Hautkrebs waren erläutere ich das am Beispiel des Vorwurfs gegen Sonnenschutzcremes. Dieses wird leider sehr häufig auch von ansonsten sehr kritischen Zeitgenossen herangezogen. Nun müssen wir wissen, dass jeder Mensch Krebs, also „schnell“ zunehmendes Zellwachstum und Zellteilung hat, und zwar viele Male im Laufe eines Lebens. In der Regel verschwindet das wieder ohne allzu große Probleme zu machen; der Körper heilt sich selbst. Wenn man während eines solchen Vorgangs zum Arzt geht und dieser das betroffene Gewebe untersucht, so stellt dieser die Diagnose „bösartiges Geschwür“. Wäre der Patient gar nicht erst zum Arzt gegangen, so würde das Geschehen in den meisten Fällen von alleine vorübergehen.

Mord(s) Geschenk

In den letzten 20 Jahren ist der Konsum von Sonnencremes und die Verarbeitung giftiger und chemischer Stoffe in Sonnencremes stark gestiegen. Gleichzeitig stieg die Rate der Hautkrebsfälle in ähnlicher Weise an. Also könnte man meinen, dass die Sonnencremes etwas damit zu tun hätten. Was hierbei jedoch immer nicht berücksichtigt wird, ist die stark ansteigende Zahl der Krebsvorsorgeuntersuchungen sowie die dramatische Steigerung der Sensibilität für das Erkennen des Hautkrebses am eigenen Körper. Heutzutage rennt man bei der kleinsten Veränderung eines Leberfleckes zum verehrten Doktor um zu prüfen, ob es sich dabei um Hautkrebs handelt. Man sollte doch vermuten, dass durch diese Vorsicht immer weniger Menschen an Krebs erkranken, oder? Das Gegenteil ist der Fall, denn so kann immer häufiger aus einer Fliege ein Elefant gemacht werden! Ein Schelm, der Böses dabei denkt… Heute bekommen Frauen in Frauenzeitschriften Gutscheine für Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen geschenkt. Nicht selten sind Frauen, welche dieses Angebot dankend annehmen, ein halbes Jahr später tot. Ein Schelm, der Böses dabei denkt… Mir ist ein solcher Fall persönlich bekannt.

Das selbe in grau

Genau so, wie bei der angeblich krebserregenden Wirkung von Sonnencremes oder Hautpflegeprodukten im Allgemeinen, verhält es sich auch bei der angeblichen Krebsgefahr, durch Konsum von tierischen Proteinen, durch die Belastung des Organismus mit Handystrahlen durch die Belastung mit Umweltgiften, Elektrosmog, durch Atomkraftwerke in der Region, durch Körperpflegeprodukte mit giftigen Inhalten oder Deo mit Aluminium. Wer hier behauptet, diese Dinge erzeugen Krebs, der bedient sich im Grunde der selben unseriösen Methoden, wie das auch die Schulmedizin tut. Bei all diesen Punkten ist es mir wichtig zu betonen, dass ich die gesundheitsschädliche Wirkung all dieser Punkte nicht abstreite oder unterschätze. Sie alle beeinträchtigen unseren Körper und haben nicht voraussehbare Wirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit von allem Leben auf diesem Planeten. Und wüsste ich nicht, wie ich die krebserregende Wirkung des eben genannten widerlegen kann, so würde ich vermutlich selbst davon ausgehen, dass es wohl schon so sein wird. Doch ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ein gesund gehaltener Körper die Symptome einer Krankheit besser und weniger leidend überstehen kann, als der Körper, welcher durch diverse Negativeinflüsse ohnehin schon belastet ist. So rennen ungesund lebende Menschen schneller zum Arzt als Menschen, die auf eine gesunde Lebensweise achten. Der Grund ist aber nicht, dass diese öfters erkranken, sondern nur, dass die Krankheiten ihnen mehr zu schaffen machen. So bekommen diese auch schneller eine dramatische Diagnose – die Ursache für die Krankheit ist aber nicht die ungesunden Lebenshaltung.

Wie können Statistiken auf ihre Aussagekraft geprüft werden?

Prüfpunkte für Statistiken:

1. Nach welchen Kriterien wurden die Befragten oder untersuchten Fälle ausgewählt? Sollte das nicht ausführlich beschrieben oder nicht klar ersichtlich sein, so ist das bereits ein erster Grund für Misstrauen.

2. Können alle anderen Parallelen, wie beispielsweise gesellschaftliche Unterschiede, steigende Sensibilität in der Bevölkerung und verschärfte Lebensbedingungen zum Beispiel am Arbeitsmarkt, ausgeschlossen werden? Umstrukturierung der zwischenmenschlichen Beziehungen und Lebensmodelle wie Familie, Kindergrippe, Altenheim sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

3. Nützt das Ergebnis jemanden? Kann ich ausschließen, dass mit dem Ergebnis gewisse Interessen bedient werden? Wie sicher kann ich mir sein, dass niemand ein Interesse an einer Manipulation der Ergebnisse hat?

4. Bei Krebssterbestatistiken werden meist Patienten, die während der Behandlung nicht direkt am Ursprungskrebs sterben, sondern beispielsweise an „Folgekrebs“, Herzproblemen oder an einer anderen Ursache verstorben sind, nicht mitgezählt. Interessant sind beispielsweise Statistiken, die zeigen, wie viele der Patienten mit Krebsdiagnose nach fünf, zehn und nach 15 Jahren noch leben.

Was bringt den Arzt um sein Brot?

Reproduzierbare Ursache oder Parallelgegebenheiten?

Im nun folgenden Teil kommen wir auf den Kern dieses Artikels, der sich im Endeffekt um die Frage dreht; „Ist etwas Ursache oder nur Symptom?“.

Die Technik bringts?

Mit zunehmender Präzision der Untersuchungsmethoden und bei Steigerung an Untersuchungsmöglichkeiten durch moderne Technik, stoßen wir auf immer weitere Gegebenheiten rund um Krankheiten aller Art. Im Gegensatz du den Statistiken gibt es hierbei immer wieder Ergebnisse, welche reproduzierbar bei 100 Prozent der gleichen Krankheitsfälle zu beobachten sind. Nun werden die vorgefundenen Grundtatsachen als Ursache für dieses Übel angenommen. Doch dass diese Logik nicht immer richtig sein muss, zeigt folgendes hypothetische Beispiel.

Alien-Nobelpreis

Nehmen wir einmal an, ein Alien erforscht den Planeten Erde. Es will herausfinden, was die Ursache von Bränden ist. Zu diesem Zweck fliegt es zu jedem brennenden Gebäude, Auto oder Wald und dokumentiert Gegebenheiten, welche es an der Brandstätte vorfindet. Das Alien stellt fest, dass egal was brennt, ob Scheune oder Fabrikhalle, ob Auto oder LKW, ja sogar beim Waldbrand – immer ist die Feuerwehr vor Ort. Unser Alien ist sich nun ganz sicher, dass es endlich die Ursache für Brände gefunden hat. Stolz reist es wieder auf seinen Herkunftsplaneten und berichtet dort von seinen Erkenntnis, dass die Feuerwehr verantwortlich für das Feuer ist. Als Zeichen der Anerkennung bekommt es den Alien-Nobelpreis verliehen.

Doch ist es deshalb wahr?

Sicher nicht, denn obwohl das Alien nun preisgekrönt ist, wissen wir, dass es mit seiner Hypothese völlig falsch liegt. Doch unsere Geschichte geht noch weiter. Die Aliens beschließen weitere Untersuchungen an Bränden zu tätigen. Ein Team namhafter Alien-Forscher reist erneut zur Erde und nimmt Proben an der Umgebungsluft und der Luft direkt in brennenden Objekten. Sie entdecken wieder unglaubliches; an jedem Brand ist ein deutlich erhöhter Stickstoffanteil in der Luft zu finden. Nun ist klar, dass der Stickstoff Schuld am Brand ist. Diese Entdeckung ist wieder so umwälzend, dass sie wieder Alien-Nobelpreis-verdächtig ist, doch ist das deshalb wahr?

Natürlich nicht, wie wir wissen. Sicherlich nicht ganz so einfach und plump, sondern weitaus detaillierter, aber nach demselben Prinzip werden Bakterien, Pilze, Viren und vieles mehr für Krankheiten verantwortlich gemacht. Auch hier gilt, dass man, wenn man es nicht besser weiß, den Preisträgern glaubt, da sie die vielleicht am logischsten erscheinende Antwort präsentieren. Doch wie schon gesagt, werden wir noch sehen, dass diese Thesen eigentlich bereits dem wissenschaftlichen Kenntnisstand unserer Zeit weichen müssten. Es folgen einige Beispiele welche zeigen sollen, wie immer wieder zu beobachtende Gegebenheiten fälschlicherweise als Ursachen angenommen werden.

Das unkontrollierte Zellwachstum ist der häufigste Sündenbock, wenn es um die Ursache von Krebs geht. Es wird angenommen, dass der Körper seine Zellen nicht mehr im Griff hat und diese anfangen zu wuchern. Zuerst nur an einem Organ, doch schnell kann der Krebs streuen und weitere Organe befallen. Helfen kann hier nur noch eine radikale Therapie, so die Meinung der Schulmediziner. Auf die Idee, dass das Geschehen im Körper sinnvoll sein könnte, kommen sie nicht. Schlüssig erklären, warum die Zellen anfangen zu wachsen, können sie aber auch nicht. Und den Horizont erweitern oder den eigenen Standpunkt hinterfragen, wollen sie nicht.

Um zu erklären warum die Zellen „wuchern“, benötigte die Schulmedizin weitere Zusatzhypothesen. Heraus kam die Theorie, dass unsere bös-gesinnte Mikroben daran Schuld sind.

Mikroben in Aktion können bei vielen Krankheiten nachgewiesen werden. Es handelt sich jedoch hierbei nicht um die Ursache – es verhält sich hier ähnlich wie bei unserem Beispiel mit der Feuerwehr. Mikroorganismen findet man massenhaft im menschlichen Körper. Etwa zwei Kilogramm hat jeder Mensch davon in und an sich. Mit einem geschätzten Anteil von 70 Prozent stellen diese sogar den größten Anteil an lebender Materie auf diesem Planeten dar. Auch wenn man sie am Krankheitsgeschehen in erhöht aktiver Form nachweisen kann, bedeutet das, wie wir nun wissen, nicht, dass sie daran Schuld sind. Vielleicht erfüllen sie ja auch nur einen sinnvollen Dienst an ihrem Wirt, also an uns – ähnlich wie das die Feuerwehr beim Brand auch tut. Im Film „Der Krebs Bankrott“ (zu sehen auf www.youtube.de) wird die Entdeckung der Mikroben beim Krebsgeschehen, die hauptsächlich durch Dr. Weber stattgefunden hat, als Durchbruch in der Krebsmedizin gepriesen. Die Schulmedizin wird kritisiert und die Grundaussage des Films ist, dass Krebs nun als Infektionskrankheit enttarnt wurde und so endlich erforscht und bekämpft werden kann. Doch damit liegt auch dieser kritische Film falsch. Was hier entdeckt wurde ist lediglich ein Symptom, welches in der Tat bei vielen Krebsarten ohne Ausnahme vorzufinden ist. Gleiches gilt aber auch für die meisten anderen sogenannten „Krankheiten“.

Vitaminmangel

Dr. Rath, ist ein stuttgarter Arzt, Alternativmediziner und Begründer der so genannten „Zellularmedizin“, die eine Alternative zur Bekämpfung von Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und „Immunschwäche“ bieten soll. Er meint herausgefunden zu haben, dass Krebs durch Mangelernährung und im Speziellen durch Vitaminmangel entsteht. Auch wenn seine Kritik an den schulmedizinischen Behandlungsformen durchaus angebracht und richtig ist, so werden durch seine Behandlungen mit Vitaminpräparaten, genauso wie in der Schulmedizin, nur die Symptome gelindert. Eine Linderung von Symptomen bedeutet jedoch nicht, dass man die Ursachen behandelt, doch bei genauerem Hinschauen ist genau das der angebliche „Heilungserfolg“ Dr. Raths. Interessant und richtig sind jedoch seine kritischen Ausführungen zu herkömmlichen Behandlungsmethoden wie Chemotherapie und Bestrahlung. Sehr richtig hat er festgestellt, dass diese Methoden den Körper in extremen Maße schädigen und nicht heilen. Sie schaffen nur noch mehr Probleme, so dass die Patienten an der Behandlung zu Grunde gehen. Jede sanfte Behandlungsmethode, welche den Organismus stärkt anstatt ihn zu schwächen, kann bessere Behandlungserfolge aufweisen als das die Schulmedizin vermag. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Ursachen gefunden wurden, denn hier werden auch nur Symptome behandelt – der Körper würde sich aber so oder so von selbst heilen.

Übersäuerung durch tierische und industriell erzeugte Lebensmittel ist besonders in der alternativ medizinischen Szene eine gern geglaubte Ursache für diversen Zivilisationskrankheiten. Ein saures Milieu kann bei den meisten Krebs- und Krankheitsarten nachgewiesen werden. Jedoch müssen wir wissen, dass bei jedem Heilungsprozess des Körpers, ein saures Milieu vorzufinden ist. Da bestimmte Lebensmittel, wie tierische Proteine und industriell verarbeitete Nahrungsmittel auf den menschlichen Körper übersäuernd wirken, nehmen die Anhänger dieser Theorie an, dass die Ernährung schuld an den sogenannten Zivilisationskrankheiten sind. In der Filmdokumentation „Gabel statt Skalpell“ werden als Beweis für diese Hypothese die Krankheitsfälle der Industriestaaten mit denen der Länder, in denen wenig oder so gut wie überhaupt keine tierischen Nahrungsmittel konsumiert werden, verglichen. Die Filmemacher vergessen aber zu erwähnen, dass in diesen Ländern das gesamte soziale und biologische Leben nicht mit dem der Industriestaaten zu vergleichen ist. Es gibt mehrere grundlegenden Unterschiede, welche nicht in die Krankheitsstatistiken mit einfließen. Beispielsweise leben die Menschen dort oft in großen Familien, dieser Zusammenhalt und die Ausrichtung der Werte ist viel eher unserer Art entsprechend. Zudem gehen die Menschen dort bei Weitem nicht so häufig zum Arzt und wenn doch, so haben sie zu ihrem Glück meist nicht das Geld für teure Chemotherapien. Dazu kommt noch, dass man Krankheiten wegen der unterschiedlichen Definition nicht länderübergreifend vergleichen kann. Beispielsweise kann ein Patient mit positivem HIV-Test schon in einem Nachbarland negativ getestet werden.

Der Gendefekt als Ursache ist wohl die kreativste Ausgeburt der Schulmedizin. Es bleibt jedoch eine kreative Idee und kann durch nichts belegt werden. Es gibt keine verärbbaren Veranlagungen, die uns anfälliger für Krankheiten macht. Das einzige was „vererbt“ werden kann sind Werte und Verhaltensmuster und in gewissem Maße das Aussehen. Vor allem aus den Werten und Verhaltensprägungen können sich vielleicht ähnliche Konfliktsituationen in den unterschiedlichen Generationen ergeben und diese können dann entsprechende Körpergeschehen nach sich ziehen – mehr aber auch nicht.

Die Metastasen sind noch nie und in keiner Form gesehen worden! Sie erinnern sich an unser Beispiel mit dem Rauchen und dem angeblich daraus resultierenden Lungenkrebs? Lungenkrebs ist bei Krebspatienten der häufigste Folgekrebs! Wenn ich also der Logik der Schulmedizin folge, so liegt nahe, dass der zuerst diagnostizierte Krebs Schuld am Zweitkrebs ist. Um diese Hypothese zu untermauern schuf man eine Zusatzhypothese, die Theorie der Metastasen. Der erste Krebs sendet Zellen aus, welche dann weitere Organe befallen. Wie es aber sein kann, dass Krebszellen eines Zelltyps (a) einen anatomisch ganz anderen Zelltyp (b) befallen können, kann mit dieser Theorie nicht erklärt werden. Dazu kommt noch, dass eine wandernde Krebszelle, welche ein anderes Organ in irgendeiner Weise befällt, noch nie gesehen wurden – es könnte also auch alles ganz anders sein!

Tierversuche bringen in der Regel quälende Verhältnisse für die betroffenen Tiere mit sich. Diese Verhältnisse entsprechen in keiner Weise der Biologie der Tiere und bergen ein enormes Konfliktpotenzial. Für das nachfolgende Beispiel müssen wir wissen, dass Lungenkrebs an den Lungenalveolen (Lungenbläschen) einem Todesangstkonflikt zugrunde liegt. Die „Rauchen = Lungenkrebs“ Theorie wird unter anderem mit Tierversuchen begründet. Wenn man Mäuse dem Rauch aussetzt, so reagieren diese mit Zellpuls der Lungenalveolen – also Lungenkrebs. In der Natur würde eine Maus, sobald sie beispielsweise im Haus Rauch wahrnimmt, aus diesem flüchten und sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen, denn die Maus wittert sofort wenn Gefahr für ihr Leben besteht. Im Mittelalter wusste man, wenn man sah, wie Mäuse aus einem Haus rennen, dass es irgendwo brennt. Im Käfig kann die Maus nicht entkommen und ist dieser Gefahr hilflos ausgesetzt – nun beginnen Lungenbläschen zu wachsen. Dies geschieht jedoch nicht direkt durch den Rauch, sondern durch einen Todesangstkonflikt. Macht man dasselbe Experiment bei Goldhamstern, so reagieren diese nicht mit Lungenkrebs. Goldhamster leben gut geschützt in Löchern unter der Erde und haben vermutlich deshalb keine Angst vor Rauch. Sollte zum Beispiel einmal die Steppe brennen, was selten vorkommt, so sitzen die Hamster die Situation in ihrem Bau unter der Erde aus.

Krebs und alle sogenannten „Krankheiten“

(ausgenommen Vergiftungen, Verletzungen und Mangelernährung) sind Vorgänge, die ihren Ursprung in uns haben. Die meisten sogenannten „Krankheiten“ sind sogar Heilungsprozesse. Selbst die meisten Krebsgeschehen sind nicht wie bisher angenommen ein unkontrolliertes und bösartiges Wuchern von gestörten Zellen, sondern ein gesteuerter und sinnvoller Heilungsvorgang. Die Schulmedizin benötigt andauernd neue Zusatzhypothesen, um ihr Gedankengebäude aufrecht zu erhalten. Die vorhergehenden Beispiele haben allesamt eines gemeinsam. In jedem Gedankengebäude sind Krankheiten bösartige Geschehen die von außen durch Störung in irgendeiner Weise verursacht wurden. Und wenn man einmal mit den Argumenten nicht mehr weiterkommt, so sind es eben Störungen und fehlerhaftes Verhalten, welche schon Jahrzehnte zurückliegen können. In Teilen der Esoterik wird sogar in vergangenen Leben nach Ursachen für den Krebs von heute gesucht. Die Vertreter aller hier aufgeführten Bereiche sind im Grunde der Ansicht, dass Krebs etwas Böses ist, was auf jeden Fall und mit allen Mitteln bekämpft werden muss.

Gut und Böse

Die Idee von Gut und Böse bei Krankheiten wurde bereits vor über 30 Jahren vom deutschen Arzt Dr. Med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer widerlegt. Er entdeckte die fünf Biologischen Naturgesetze und formulierte diese in der Germanischen Heilkunde oder auch Germanische Neue Medizin oder Neue Medizin genannt. Doch arrogant verschließen die verschiedenen medizinischen Lager die Augen vor dieser Entdeckung. So kann der Mensch sich nur durch Aneignung dieses Wissens und durch die Wiedererlangung seiner Eigenverantwortung selbst helfen. In den Ausgaben September 2013, November 2013 und Dezember 2013 sind wir bereits ausführlich auf dieses von der Machtelite mit allen Mitteln bekämpfte Thema eingegangen. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, dass ich einer der verhältnismäßig „wenigen“ Menschen bin, dem dieses Wissen nicht vorenthalten werden konnte. Milliarden Menschen bleibt dieser unbezahlbare Schatz verschlossen. Ich hoffe, ich konnte bei den ein oder anderen dazu beitragen, dass auch sie die Neugier gepackt hat und nun einige Menschen mehr diese geniale Möglichkeit, sich mit diesem Wissen zu befassen, nutzen. Jeder kann am eigenen Leib erfahren, wie die fünf Biologischen Naturgesetze wirken – Lernen wir, solange wir gesund sind!

Dank gilt Dr. Hamer!

 

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von David Bildger aus der Zeitschrift NeuZeit (www.neuzeit-online.de) zur Verfügung gestellt.

Grundfragen zur Rohkost: Peter Dreverhoff

Peter Dreverhoff im Interview bei WEILAND-WISSEN.de

Peter DreverhoffWas genau ist eigentlich Rohkost und was ist eigentlich der Vorteil davon?
Rohkost ist einfach die natürliche Ernährungsform für alle Lebewesen auf der Erde, nicht nur für Tiere. So wie ein Dieselmotor auch nur mit Diesel optimal läuft. Unter Rohkost verstehe ich Lebensmittel, die nicht über Körpertemperatur, aber maximal nicht wärmer als 50° C erwärmt worden sind.

Welche Form von Rohkost ist eigentlich die gesündeste?
Bin ich Jesus? Wenn ich wüsste, welche Ernährungsform für jeden, wirklich jeden Menschen passen würde, wäre dies eine schöne Sache, aber wahrscheinlich auch irgendwie langweilig. Die verschiedenen Rohkost Richtung werden kontrovers diskutiert und verunsichern viele Anfänger. Also bitte jetzt nicht davon abhalten lassen, überhaupt mit einem Rohkost Experiment zu beginnen. Das wäre im Prinzip der größte Fehler der gemacht werden kann. Also hier meine Tipps: Sich eine Eindruck verschaffen, welche Richtungen gibt es und welche sprechen mich an. Dazu auch noch den Verstand einschalten und dann beginnen. Und das ganze als Experiment sehen, welches ich so gut wie möglich zu 100 % umsetzen sollte. Wie sonst kann ich mir ein abschließendes Urteil bilden. Bei guten Effekten weitermachen, aber immer in der Infragestellung, bin ich auf dem richtigen Weg und dann evtl. variieren, abändern und verfeinern.

Vegan oder nicht vegan, was ist richtig?
Vegan finde ich gut, bin es aber nicht zu 100 %. Frag bloß nicht warum.

Wie nehme ich mit Rohkost ab, wie nehme ich mit Rohkost wieder zu und erlange mein Idealgewicht?
Die erste Phase mit Rohkost, bei der der Körper in der Regel versucht überflüssige Depots (Toxine) abzubauen, ist immer mit einem Gewichtsverlust verbunden, auch wenn man bereits Idealgewicht hat.
Wenn diese erste Phase der Körperreinigung abgeschlossen ist, baut der Köper auch wieder Gewicht auf. Umso weniger gemischte Rohkost gegessen wird, desto genauer kann der Körper sein Idealgewicht erreichen. Dies ist zumindest meine Erfahrung. Das Rohköstler auch Übergewicht entwickeln können, ist ja überall um uns herum zu beobachten, wenn z.B. überwiegend zubereitete Rohkost mit hohem Fettanteil verzehrt wird, Das wäre also gleich mein Tipp zum Zunehmen.

Warum friere ich, wenn ich Rohkost esse und wie wird mir warm?
Siehe oben, die Reinigungseffekte ziehen neben Gewichtsverlust auch Frieren und Schwäche nach sich. Mein Tipp, ein ordentlicher Muskelanteil hält den Körper warm, also Rohköstler dieser Welt bewegt Euch. Bei unseren Roh-Fasten Kursen kommt das Bewegungs Programm gleich in der Wichtigkeit nach der Rohkost Ernährung! In der Regel frieren die Teilnehmer nach dem dritten Tag nicht mehr, oder weniger. Übrigens auch bei den Kursen in den kalten Jahreszeiten.

Sättigung durch Rohkost, wie geht das?
Viele verwechseln Sättigungsgefühl mit Völlegefühl. Mit einer abwechslungsreichen Rohkost bracht man weniger als man denkt, um zufrieden zu sein.

Rohkost im Sommer: gut und schön. Und was machen wir im Winter?
In den Kursen merke ich, wie bei kühleren Temperaturen mehr Sprossen, Gemüse und Nüsse von den Teilnehmern gegessen werden, da wir hier auf einem großen Büffet eine üppige Auswahl bereitstellen. Die sollte man sich auch zu Hause immer wieder gönnen, um zu schauen was spricht den Körper gerade besonders an.

Was tun bei liebgewonnenen Gewohnheiten und geheimen Süchten?
Zucker, Käse, Pizza, Pasta und Fleisch
Hier gibt es doch reichlich Alternativen, dazu empfehle ich unsere Zubereitungs-Kurse in der RohAkademie. Hier kann jeder lernen seine Körper gegen Gelüste zu immunisieren. Generell kann ich sagen, wenn der Körper in den Grundbedürfnissen zufrieden gestellt ist, dann gibt es keine Gelüste. Also Gelüste positiv sehen, da sie uns zeigen: Hallo wir fehlt was, wann gibt es endlich mal wieder eine Grünen Smoothie.

Was mache ich bei Entgiftungsreaktionen bzw. Heilungskrisen?
Genieße Sie, sie zeigen doch, dass der Körper mit der Rohkost was erreich kann. Darum für die Umstellung eine Zeit der Ruhe wählen: Urlaub oder zumindest ein langes Wochenende.

Wie kann ich meine Zähne vor Entmineralisierung schützen?
Das Beste ist in meine das ausreichende Einspeicheln.

Woher bekomme ich mein Eiweiß, Eisen, Vitamin B12 und die richtigen Fette?
Denaturierte Fette gibt es wie Sand am mehr, hier ist es besonders wichtig auf Rohkost-Qualität zu achten. Vitamin B12 sollte immer wieder unter Beobachtung stehen und muss evtl. substituiert werden. Eiweiß und Eisen gibt es reichlich in Wildkräutern.

Was ist Dein rohköstliches Lieblingsrezept?
Momentan Gurkensalat mit Kräckern. Rezept findet sich auf Rohkost.de

In wieweit ist Rohkost eine Ernährung, die Heilen kann?
Ich bin ein gutes Beispiel, Knie-Arthrose, Allergien und Asthma sind bei mir innerhalb eines Jahres komplett verschwunden. In den 7 tägigen RohFasten Kursen gibt es in jeder Gruppe Heilungen von kleinen und großen Wehwehchen. Es ist fantastisch dies mit zu erleben.

Was liegt Dir mit der Rohkost besonders am Herzen?
Nicht zu vergessen, dass bei aller Liebe zur Rohkost, dass Leben noch andere Aspekte bietet.
Aber wie heißt es so schön, ohne Gesundheit ist alles Nichts!

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Die Revolution fängt bei uns selbst an

Viele Menschen fragen mich, ob es ethische Gründe oder eine Krankheit waren, die mich dazu bewegt hatten, zur Rohkost zu kommen oder ob ich keine Lust mehr auf die traditionelle gutbürgerliche Küche gehabt hätte.

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Aber mir hat es immer sehr lecker geschmeckt, ich bin schon immer ein Genussmensch gewesen. Es stimmt, dass die meisten Leute über eine Erkrankung zur Rohkosternährung kommen. Bei mir war das ein Seminar mit einem Vortrag von Karlheinz Baumgartl über das Leben und Werk Walter Sommers, dem großen deutschen Rohkostpionier, dessen Mitarbeiter und Freund Baumgartl war.

 

Sommer ist 97 Jahre alt geworden und hat über 60 Jahre davon veganrohköstlich gelebt und seine vielen schweren Erkrankungen mit seiner Lebensweise heilen können!

Durch Naturschutz und Gesundheitsbewusstsein zur Rohkost

Mark_TerschellingEin weiterer Referent des Seminars war ein Heilpraktiker Namens Degenhard. Er erzählte, dass die Massentierhaltung Methangas erzeugt, welche die Ozonschicht schädigt. Damals in den 80er Jahren war das Ozonloch ein sehr aktuelles Thema. Des weiteren erklärte er, dass es auch eine Einlagerung und Speicherung von dem Zuviel an Eiweißen der Nahrung im Körper gibt. Dass  Kohlenhydraten als Glykogen in der Leber gespeichert werden ist bekannt.

 

Und wo das Fett gespeichert wird, wissen wir ja bereits. Das war die Entdeckung des Frankfurter Arztes Lothar Wendt. In seinem Buch „Eiweißspeicherkrankheiten – Arthrose ist heilbar“, über welches Degenhard sprach, hatte er festgestellt, dass ein zu viel an Eiweiß in der Basalmembran der Kapillaren gespeichert,  abgelagert und in sogenanntes Mucopolysaccharid umgebaut wird. Also in den ganz feinen Haargefäßen, die für den Stoff- und  Sauerstoffaustausch mit dem Gewebe zuständig sind. Und wenn diese Eiweiße – besonders die denaturierten, erhitzten Eiweiße aus tierischer Nahrung – dort eingelagert werden, verdickt sich diese Kapillarwand und wird weniger durchlässig für Sauerstoff und Nährstoffe.

 

Dadurch kommt es zur sogenannten Hypoporopathie, das Gewebe wird unterversorgt, es entstehen auch
Plaques (krankhafte Ablagerungen), das Risiko für Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt etc. steigt.

 

Diese beiden Argumente, das gesundheitsprophylaktische und das Naturschutzthema waren für mich der Grund erst einmal vegetarisch zu leben. Ich kaufte mir das Buch von Walter Sommer „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“ und wurde nach zwei Wochen, sozusagen von „jetzt auf gleich“, zum veganen Rohköstler. Damals war ich fünfzehneinhalb Jahre alt.

 

Heilkrisen gab es bei mir damals nicht. Es gab auch keine Entgiftungserscheinungen, im Gegenteil. Es gab natürlich eine Verbesserung. Ich konnte mich besser konzentrieren, fühlte mich einfach wohler. Ich war nicht mehr müde und ich hatte noch viel mehr Spaß beim Lernen für das Abitur und die Klausuren. Ich war einfach gut drauf. Hautunreinheiten gingen weg, das war alles ganz wunderbar.

Meine Augen verbesserten sich

Ich habe in den fünf Rohkostphasen meines Lebens ein sehr interessantes Phänomen erlebt, nämlich dass sich meine Augen immer verbessert haben und das schon nach ein paar Wochen und Monaten, auf jedem Auge um 1 Dioptrie (Dioptrie ist die Einheit, in welcher die Brechkraft von Linsen gemessen wird). Das ist mir insgesamt drei Mal passiert. Dann bin ich zum Augenarzt gegangen, der hat mir neue Gläser verordnet. Als ich ihm erzählte, dass es da eine Übereinstimmung mit meiner Ernährungsumstellung gibt, wollte er natürlich nichts davon wissen. Aber das muss einen ja nicht beunruhigen, wenn Ärzte etwas nicht wissen wollen. Schließlich haben wir alle ja einen inneren Arzt.
Ich habe mich viel fitter, leichter und besser gefühlt, einfach beschwingter. Ich brauchte immer weniger Schlaf. Bei der letzten Umstellung vor zwei Jahren, habe ich monatelang nur vier, fünf Stunden Schlaf gebraucht und war danach voller Tatendrang und Schaffenskraft. Gerade ändert sich das wieder, und ich brauche wieder weniger Schlaf. Ich habe mir ein Buch über Naturzeitschlaf von Theodor Stöckmann gekauft, da will ich jetzt einmal ein wenig experimentieren.

Versuch der Umstimmung

Meine Mutter war damals offensichtlich weniger begeistert davon. Als ich nach dem Seminar mit Baumgartl und Degenhard als Vegetarier nach Hause kam, meinte sie nur lapidar, ich solle doch bitte die Schinkenstückchen einfach nur aus der Quiche entfernen, wenn ich das nicht essen will. Als ich dann auch noch mit Rohkost angefangen habe, hat sie mich gleich zur Schulärztin geschickt, die mich wohl umstimmen sollte.

 

Ich war ja immerhin schon auf der Waldorfschule und da denkt man im Allgemeinen schon auch ein bisschen anders. Aber die Ärztin erzählte mir: „Wir sind doch auch kulturelle Lebewesen, und das hat sich mit dem Essen doch alles kulturell entwickelt“. Ich hörte mir das alles an – und das war’s dann. Einen 16jährigen von seiner tiefsten Überzeugung abzubringen ist ja auch ein Kampf gegen Windmühlen, vor allem dann, wenn die Überzeugung auch noch so gut schmeckt. Ich machte meine Rohkost nach Walter Sommer. Jeden Abend habe ich mir einen schönen großen Salat mit zwei Gemüsen über der Erde und zwei Gemüsen unter der Erde zubereitet, einige Nüsse dazu, keine Milchprodukte Mark_mit_Eibeund kein Salz, bis auf den Honig, der bei Walter Sommer ja noch dabei war. In seinem Buch stehen ganz viele Rezepte, sogar jahreszeitlich  ortiert.

 

Für jede Jahreszeit hat er richtig viele Rezepte vorbereitet. Kurz nachdem ich Walter Sommer gelesen hatte, fiel mir auch das Buch „Willst Du gesund sein, vergiß‘ den Kochtopf“ von Helmut Wandmaker in die Hände. Ich fand es sehr gut, auch wenn sein Stil strenger war, als der von Sommer. Nach meinem Start mit der Rohkost war mir klar: Rohkost zu praktizieren ist ganz einfach. Ich gehe in den Bioladen und kaufe mir Gemüse, Obst, Nüsse- und Samen früchte, was ich eben gerne möchte. Ich finde es ganz wichtig, auf meinen Körper zu hören, auf den Instinkt und die Nase.

 

Das funktioniert bei den meisten Menschen noch, wenn sie darauf achten. Wenn man gerne Birnen mag, isst man Birnen, wenn man Rote Bete mag, isst man eben Rote Bete, und auch mit Wildkräutern lässt sich schnell Freundschaft schließen. Kocht und denaturiert
man nicht, kann man essen was man gerne mag.

Das Wildkräuterfrühstück

Mark_mit_GierschVor rund fünf Jahren bin ich über Franz Konz und Heidemarie Fritsche, die hier in Berlin Kräuterwanderungen anbot, auch auf die Wildkräuter aufmerksam geworden, obwohl auch Walter Sommer schon viel darüber geschrieben hatte. Aber das war mir damals nicht so bewusst. Auf einer dieser Wanderungen lernte ich einen Freund kennen, der auch näher bei mir wohnte. Ich sagte zu ihm: „Lass uns doch einfach mal zum Essen treffen und zwar nicht in einem Restaurant oder Café, sondern auf der Wiese draußen!“ Das war eine fantastische Idee und ein tolles Erlebnis!

 

Es war vor zwei Jahren im Frühjahr (März), da gingen wir so den Weg entlang und hatten auf einmal den Geruch vom wilden Bärlauch in der Nase. Da haben wir uns den Bauch mit Wunderlauch vollgeschlagen, so heißt die spezielle Art des wilden Bärlauchs hier in Berlin. Das war total lecker, mit Brennnesseln und allem, was es so im Frühjahr gibt. Aus der Idee heraus entstand das Wildkräuterfrühstück: www.wildkräuterfrühstück.de

Von den Mitschülern belächelt

Als ich damals mit der Rohkost anfing, war ich so um die sechzehn. Meine Mitschüler /innen belächelten das so ein bisschen und machten ihre Späßchen darüber. Ich habe auch versucht, missionarisch zu sein. Das hat natürlich überhaupt nicht funktioniert. Dafür diskutierte ich mit meinen Lehrern, besonders mit dem Bio- und Chemielehrer. Das war zwar sehr interessant und sachlich, aber überzeugen konnte ich damals niemanden. Doch hielt ich jeglicher Versuchung stand, auch in der Schulküche. Meistens habe ich mir zwei Äpfel und zwei Bananen mitgenommen. Das reichte mir aus  und damit war ich glücklich.

Studium der Humanmedizin

Humanmedizin studierte, war der Gedanke: „Ich studiere Medizin und werde Arzt, damit die Leute zu mir kommen. Dann kann ich ihnen ja was von der Rohkost erzählen, und sie glauben mir das dann viel eher, als wenn ich kein Arzt bin.“ Meist haben die Menschen kaum Ahnung von gesunder Ernährung, schwören aber den Eid auf Hippokrates, dessen Leitsatz war: „Lasst Nahrung eure Medizin sein und Medizin eure Nahrung“, und wenn Mark Weiland sie dann Arzt sind, wissen sie nichts mehr davon. Vielleicht ein Grund, weshalb es diesen Eid heute nicht mehr gibt.
Viele Leute sagen: „Na ja, das kann man doch nicht so von „jetzt auf gleich“ machen, das ist doch so schwierig!“ Ich habe es gemacht. Deshalb kann ich anders antworten. Ja, man kann von heute auf morgen anfangen, Rohkost zu essen, gern auch mit einer Fastenwoche davor. Man muss nicht erst über das Vegetarische und Vegane zur Rohkost kommen. Natürlich muss man zuerst die Entscheidung treffen, es ist wiederum möglich, dass man eine Erkenntnis die man vom Hören, Lesen oder durch Erlebnisse bekommen hat, einfach umsetzt. Das beinhaltet natürlich, dass man auch seinen Mitmenschen gegenüber dazu steht. Seien es die Beziehungspartner/innen, die Freunde/innen oder Kollegen/innen. Da kann man doch mal seinen Mann oder seine Frau stehen! Die Revolution beginnt im Garten Mein Herzenswunsch an die Menschen ist, dass sie anfangen, selbst zu denken und sich selbst zu heilen, dass sie ihre Selbstheilungskräfte zu reaktivieren beginnen.

 

Frei von Fremdbestimmung durch Ärzte, Politiker, Religionen und Unternehmen. Dass sie wieder ihren Gemeinschaftssinn entdecken und diese Revolution aus dem Garten gemeinsam beginnen. Diesen Gemeinschaftssinn gibt es bei verschiedensten Gruppierungen, wie z.B. bei politischen und religiösen. Warum nicht auch eben hier im Ernährungssektor. Es gibt schon viele Splittergruppen. Das sind ganz kleine, auch sehr aktive und motivierte  rüppchen. Aber wir erreichen nur etwas, wenn wir uns alle zusammentun, um wirklich große Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken.

Wir brauchen mehr Gemeinschaftlichkeit

Kommunikationsmittel haben wir ohne Ende zur Verfügung. Daran liegt es nicht. Wir sind nur von dieser Gemeinschaftlichkeit entwöhnt  worden. Es wird uns stets gesagt: „Wir sind alle so individuell und jeder darf seins machen.“ Ich will damit nicht sagen, dass wir unfrei leben sollen, aber es gibt ein Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft. Wir haben uns dazu verleiten lassen, zu sehr ins Individuelle zu gehen.

 

Jeder ist sich nur noch selbst der nächste. Es drückt sich einerseits in den ganz kleinen Gemeinschaften, z.B. einer Beziehungsgemeinschaft und in der Liebesbeziehung aus, dass man sich da nicht einfach ein bisschen zurückstellen kann und versucht auch den anderen zu verstehen oder auch so zu lassen, wie er ist. In der gesellschaftlichen Ebene ist das auch so. Da macht jeder seins. Ebenso in der Rohkostszene „mixt jeder seinen eigenen Smoothie“. Da sind die Instinctos, die Urköstler, die Grün-Smoothie-Fraktion, die Sonnenköstler, die Anhänger der „befreiten Ernährung“ und auch die Veganer, die ja auch schon in eine gute Richtung gehen.

 

Doch es gibt noch so viele  Anfeindungen, Neid und Sticheleien. Jeder meint für sich, allein das Richtige entdeckt zu haben und projiziert es auf alle anderen, doch dann bleibt das große gemeinsame Ganze auf der Strecke.

Allem voran Herzlichkeit und Offenheit

Immer noch gibt es viele Menschen, die sehr verurteilend vorgehen und wütend auf die Fleischesser und Normalos sind. Das ist nicht gut. WEILANDFILM_Rohvolution_Berlin_2012_031Meine Empfehlung ist, mit Herzlichkeit, Liebe, Offenheit, Sachlichkeit und als unverkrampft und authentisch gelebtes Vorbild voranzugehen.
Ich glaube, es ist sehr wichtig, nicht mit Verzicht und Verunglimpfung, mit pauschalen Urteilen zu argumentieren, auch nicht über Ärzte. Na
gut, auf die Pharma-Industrie darf man immer böse sein. Die nehme ich mal raus.

 

Aber es gibt zum Beispiel mittlerweile sehr viele Ärzte, die sehr aufgeschlossen zu dem Thema Ernährung und Rohkost sind. Die auch Multiplikatoren sind und die die Menschen erreichen, die man so als „normaler“ Rohköstler an sich gar nicht erreicht. Es ist wichtig, mit Offenheit, Herzlichkeit, Liebe und Verständnis heranzugehen. Aber nicht, indem man sagt, man muss jetzt auf irgendetwas verzichten. Überhaupt sind diese „man-muss-und-man-sollte“-Vokabeln Teil einer unangemessenen autoritären Sprache. Ich finde, es ist wichtiger, den Leuten erst Mal ein Vorbild zu sein und vorzuleben.

 

Es gibt auch einige Leute, die Rohkost propagieren, sie aber selbst gar  nicht praktizieren. Das kann schon irritierend sein, vor allem, wenn sie dann nicht dazu stehen. Jeder Mensch hat doch auch seine Schwächen und wer von uns Rohköstlern/Rohköstlerinnen kennt die ganzen Verführungen nicht? Haben wir alle immer widerstehen können?

 

Was auch ganz wichtig ist, ist, dass die Leute wieder lernen müssen, fundierte Bücher zu lesen. Es nützt doch nichts, wenn man ein in zwei Wochen hingeklatschtes Buch schreibt und den Leuten Heilsversprechen macht. Es gibt richtig gute Klassiker, die von Menschen geschrieben wurden, die in dieser Ernährungsform jahrzehntelange Erfahrung haben und wirklich etwas dazu sagen können.

 

„Ich denke da z.B. an „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“ von Walter Sommer. Er war der Meinung: „Von der Wissenschaft her kann der Umschwung in der  Ernährung nicht kommen. Der Umschwung muss von der Basis, vom Volk her kommen.

 

Das Buch „Willst Du gesund sein, vergiß‘ den Kochtopf“ von Helmut Wandmaker habe ich ja schon erwähnt.Wandmaker selbst war mit Walter Sommer eng befreundet und er verehrte ihn sehr. In den ersten Wandmaker Aktuell-Magazinen wurden auch Schriften von Walter Sommer veröffentlicht. Die Broschüre „Der erste Schritt aus dem Teufelskreis“ über die Arbeit von Walter Sommer ließ Karlheinz Baumgartl neu aufleben. Dr. med. H. Malten „So heilt die Natur“ ist ebenso wie das Buch von Walter Sommer antiquarisch zu bekommen. Beide sind schön geschrieben und machen Spaß zu lesen.

 

Ich erwähne natürlich auch das Buch „Der Große Gesundheits-Konz: Wildkräuter – UrMedizin“ von Franz Konz. „Die Rohkost-Revolution“ von  Sven Rohark gehört meiner Meinung nach einfach in den rohköstlichen Bücherschrank. Und auch wenn es hier nicht nur um Rohkost geht: Das Buch „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ von Dr. med. Max-Otto Bruker ist ein Standardwerk. Ich habe in den 90er Jahren Medizin studiert und in dieser Zeit einen Studenten kennengelernt, der bei Bruker war. Wir haben gemeinsam einen Arbeitskreis für Medizin gegründet und waren regelmäßig in Lahnstein bei Herrn Dr. Bruker. Das war wunderschön. Ich schätze diesen Mann sehr. Er hat den Begriff der Vollwertigkeit von den Lebensmitteln wunderbar kommuniziert und an den Mann und an die Frau gebracht. Er hat selbst auch überwiegend und zum Schluss immer mehr rohköstlich gelebt. Das hat er auch empfohlen.

Vollwertige Lebensmittel in der Rohkost

Und dieser Begriff der Vollwertigkeit geht vielen Rohköstlern heute ab. Sie essen solche Mengen an Trockenfrüchten, allem voran die Medjool-Datteln oder überhaupt Datteln, teilweise zu viel Obst und solche Süßmittel wie Kokosblütenzucker und Agavendicksaft und selbst Sachen, die ja unter dem Verdacht stehen, gar nicht roh zu sein. Das bedingt natürlich das Zucker liebende Milieu im Darm. Das fördert eine Darmflora, die dort nicht hin gehört und uns massive gesundheitliche Probleme bereitet. Da muss man wirklich aufpassen. Das Xylit(ol), das ja alles andere als ein vollwertiges Lebensmittel ist, ist ein Extrakt, wie auch Sirups, Dicksäfte und andere Zuckersorten. Das würde ich nicht empfehlen. Eine natürliche Ernährung ist das nicht und gesund ist das auf Dauer auch nicht. Xylitol wird zwar antikariöse Wirkung zugeschrieben, aber es steht auch unter dem Verdacht, auf Dauer krebserregend zu sein. Dr. Bruker hat in den älteren Ausgaben seines Buches gesagt: „Essen Sie nichts, wofür Werbung gemacht wird“. Also wer doch an Werbung glaubt, tauscht dann Karies für Krebs ein. Da kann ich nur sagen: „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing!“
Noch ein weiteres Buch: „Sibila: ein Leben in Natur und Freiheit – auf dem Weg der Einfachheit und der Liebe“ von Nuria Aragón Castro. Die Inhalte zum autarken und naturverbunden Leben draußen sprechen mich sehr an. Und zuletzt „Rohvegan und Sport“ von Arnold Wiegand.
Das lege ich jedem wärmstens ans Herz, der sich mit Sport auseinandersetzen will. Es gibt im Sport die Möglichkeit, roh und vegan zu leben. Ich möchte jetzt im Sommer auch wieder mehr Sport machen. Bewegung ist das A und O, da nützt die beste Rohkost nichts, wenn man sich nicht bewegt und die ganze Zeit am Rechner sitzt oder im Büro. Bewegung, Bewegung, Bewegung…

Mein Leben mit der Rohkost

Fotos_Herbstbeginn_2012_hoch_06In der Regel stehe ich um sieben Uhr auf. Es gibt Rohkost, die ich analog zur Gerätemedizin als Geräterohkost bezeichne. Damit meine ich die ganze zubereitete und Gourmet-Rohkost, die unglaublich lecker schmeckt und sicher für viele schon ein erster guter Schritt in die richtige Richtung ist. Mir, aber auch vielen, die ich kenne, bekommt das einfach nicht mehr, meist bekomme ich heftige Magen-Darmbeschwerden davon, und ich brauche dann auch wieder meine sieben, acht Stunden Schlaf. Aber in besonders guten Rohkost-Phasen, wo ich mich so natürlich wie möglich ernähren kann, komme ich mit vier, fünf Stunden Schlaf aus. Dann stehe ich natürlich nicht um sieben Uhr auf, sondern um vier und fünf Uhr.

 

Das sind ganz tolle Schaffensperioden, das ist ganz großartig. Man muss sich, was den Schlaf anbelangt, disziplinieren, und das gilt natürlich auch für mich. Für mich ist es der Schlaf vor Mitternacht, der einen ganz anderen Energieschub bringt.

Von der „Hand in den Mund“

Ich habe meistens mehrere Schalen auf meinem Schreibtisch stehen. In der einen ist Obst, in den anderen Gemüse. Das sind z.B. Gurke,  Fenchel, Stangensellerie, Kohlrabi. Das liegt dann einfach da und ich nehme mir je nach Lust z.B. eine Gurke und esse sie. Oder ich gehe hinaus
und esse unterwegs einfach einen Apfel oder eine Fenchelknolle. Einfach mag iches am liebsten.

 

Ganz selten kann es auch etwas komplizierter sein. Dann mache ich mal einen Grünen Smoothie, Nussdrink, Mandelmilch oder irgendwelche schönen Zauberdrinks mit ein wenig Kakao und auch Medjool-Datteln. Aber das kommt wirklich sehr selten vor. Da bin ich ganz froh, weil mir das immer schwer im Magen liegt. Verdauungsmäßig ist das nicht so toll. Es macht müde und schlapp. Dieses Mittelchen-Denken erlebe ich beim Wildkräuterfrühstück, da erkläre ich zum Beispiel die Erkennungsmerkmale vom Giersch und dann kommt die Frage „Was kann man denn damit machen?“ Und ich antworte: „Essen oder angucken!“ Und die andere Frage ist dann meistens: „Wogegen oder wofür ist das denn?“

 

Dann sage ich immer: „Wenn euch das schmeckt und gut tut, dann ist das gut für euch, welche Leiden und Zipperlein ihr auch immer habt. Wenn es euch nicht schmeckt, dann lasst es stehen und wartet darauf, bis es euch irgendwann schmeckt. Esst in der Zwischenzeit etwas anderes, was euch besser schmeckt und gut tut!“ Es gibt keine Pflanze, die deshalb wächst, weil Menschen Kopfschmerzen haben. Wenn der Mensch sich an die natürliche Lebensweise halten würde, hätte er auch seine Krankheiten nicht.

Gefühle und Emotionen verändern sich mit der Rohkost

Es gibt noch einen ganz anderen interessanten Aspekt. Wenn sich jemand auf rohköstliche Ernährung umstellt, ist das mit sehr ungewöhnlichen Gefühlen verbunden. Die Emotionen, die dann zusammen mit der völlig anderen Art des Sättigungsgefühls frei werden – also das leichte Gefühl, das man dann hat – diese Gefühle auszuhalten, muss man erst mal lernen zu ertragen. Gerade das Gluten im Getreide, das Casein/Casomorphin in der Milch, das sind Opium-Derivate! Das ist ein schönes Mittel, um sich so ein bisschen zu sedieren und einfach mal abzuschalten von dem ganzen Stress. Es funktioniert als Ersatzbefriedigung und Gefühlsdämpfer. HelmutWandmaker und Walter Sommer betonen, dass durch die hohe Erhitzung von Getreide, Reis, Kartoffeln… beim Backen, Kochen, Braten usw. zusätzlich die organisch gebundenen Mineralstoffe zu anorganischem, vom Körper nicht assimilierbarem Material verwandelt werden. Diese ausgefällten Mineralstoffe und denaturierten organischen Moleküle sind zusätzlich für eine hohe Belastung des Körpers und die damit einhergehende Müdigkeit verantwortlich.
Und wenn das durch die Rohkosternährung wegfällt, dann sind all diese ganzen Gefühle und Emotionen wieder da. Dann ist man präsent, jede Sekunde des Tages. Und das zu ertragen ist für viele nicht einfach oder sogar richtig schwer! Ich glaube, dieser Aspekt wird in der Rohkostszene meist noch gar nicht betrachtet oder zu gering eingeschätzt.
Ernährung ist ein sehr komplexes Feld und sie hat nicht nur etwas mit dem Essen zu tun. Gerade die sozialen und psychischen Aspekte des Essens, sind viel beeinflussender als alles andere. Wichtig ist auch: Wie haben unsere Eltern gegessen? Was haben sie uns zum Essen vorgelegt?
Wie sind wir sozialisiert worden?  Wie sind unsere Gewohnheiten imLaufe des Lebens dann entstanden?
Und wenn wir jetzt Rohköstler geworden sind, in die Kantine oder mit Freund und Freundin auf eine Party, eine Veranstaltung oder zum Essen gehen, dann sitzt man im Restaurant und sagt: „Ja toll, Salat – super – schmeckt aber überhaupt nicht!“, weil die Salate natürlich im normalen Restaurant als Deko, Beilage oder Appetizer gedacht sind und nicht alssättigende Hauptmahlzeit. Das ist gar nicht so einfach, aber da muss man einfach durch.

 

Wenn die Menschen sich also für die Rohkost entscheiden wollen, sollten sie sich von vornherein im Klaren darüber sein, dass sie sich damit natürlich auch mit ihrer Gefühlswelt auseinandersetzen müssen. Also stellt man sich am besten noch vor der Umstellung darauf ein. Das habe ich früher nie so stark empfunden,  wie jetzt in den letzten Jahren. Am Anfang meiner Rohkost war mir das völlig egal. Ich bringe da gerne das Zitat aus Mozart’s Zauberflöte: „Der Weise prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht!“ Das bedeutet: Ich mache einfach mein Ding.  Unge achtet von dem, was andere sagen. Unsachliche Diskussionen führen da eh zu nichts. Wenn ich Rohköstler, Vegetarier oder Veganer sein will, dann mache ich das einfach Auch, wenn die Leute solche polemischen Sprüche wie: „Du isst ja meinem Essen das Essen weg!“ zu mir sagen. Ich verurteile dadurch, dass ich anders esse, niemanden für das, was er tut.

 

Meiner Meinung nach muss man sich immer die Offenheit und Sachlichkeit bewahren. Viele Menschen, die sich mit Rohkost beschäftigen, machen am Anfang Fehler. Wir wissen leider nicht mehr, wie natürliches Essen funktioniert. Manche haben wenigstens schon ein bisschen
Erfahrung aus ihrem Umfeld mitbekommen.

Mein Herzenswunsch

Mein Herzenswunsch ist: Im Prinzip möchte ich so leben, wie es der gute Walter Sommer empfohlen hat, wie es Karlheinz Baumgartl realisierte
oder wie es Sibila lebt, die ja sogar relativ wild draußen in der Natur ist.

 

2014-05-20 08.23.11Aber einen Garten zu haben, das ist mein Traum und mein Ziel. Die Revolution beginnt laut Walter Sommer ja im Garten. Einfach ein schönes großes Grundstück mit 1 Ha Land zu haben und da selbst zu bestimmen, was ich da mache. Mit einer Quelle, einem Brunnen, vielleicht mit  einem See in der Nähe. Und dann absolute 100%ige Selbstversorgung. Ich lese auch immer schon Bücher zum Thema Selbstversorgung und Survival, wie z.B.: „Das autarke Leben und wie man es lebt“ oder „Vergessene Künste und Handwerke“ von John Seymour. Das ist so mein Ziel.

Wald – Axt – Kuh – Pflug – Wüste

Immer wieder taucht die Frage auf: Was ist mit der Milch ? So wurde ich auf der Tagung in Freudenstadt gefragt, warum lehnen Sie die Milch so energisch ab, da doch der Wert der Milch auch von den Lebensreformern und Naturheilbeflissenen so sehr empfohlen wird und doch kaum aus der Ernährung des Volkes wegzudenken ist.

Alle mit der Milchwirtschaft zusammenhängenden Fragen werden immer wieder erörtert und werden von immer neuen Gesichtspunkten aus betrachtet und die Milch wird mehr und mehr empfohlen. Aber an eines hat man dabei nicht gedacht. Die Milchfrage ist doch nicht nur eine gesundheitliche Angelegenheit der Ernährung, sondern sie ist das bestimmende Moment der volkswirtschaftlichen Grundlage aller Kulturvölker. Es haben Menschen Jahrtausende auf Erden gelebt, ohne daß uns über ihre Kultur und Lebensweise auch nur das geringste bekannt ist. Man versucht durch Ausgrabungen an vorgeschichtlichen Wohnstätten, die heute als unterste Kulturschicht ausgegraben werden, oder durch Erforschung der Moorfunde und Urnengräber sich ein Bild zu machen, wie diese Menschen wohl gelebt und wie sie sich ernährt haben. Wissen tun wir modernen Menschen über diese ganzen Zusammenhänge trotz aller Forschungsarbeiten so gut wie nichts. Erst mit dem Erscheinen des Rindes und der Kuh beginnt sich das Geheimnis der menschlichen Kultur vergangener Zeiten für uns zu lüften. Mit der Kuhzucht zur Fleisch- und Milcherzeugung beginnt die Geschichte der Kulturvölker von der Antike bis heute. Sie läßt sich kurz und bündig in den 5 Worten der Überschrift ausdrücken. Wer einige Phantasie und kulturgeschichtliche Kenntnisse hat, wird sich leicht einen Vers aus dem Zusammenhang der Worte machen können: Wald – Axt – Kuh – Pflug – Wüste. Es ist der Weg der Kulturvölker, die da glauben, ohne Fleisch und Milch, d.h. ohne Viehzucht, nicht auskommen zu können.

Was sich vor der Entwicklung der Viehzucht zur Fleisch- und Milcherzeugung unter den Menschen abgespielt hat und welche Katastrophen im Erdenleben die zu der damaligen Zeit lebenden Menschen aus innerer Gewissensangst zwang, den Zustand der natürlichen Lebensfreudigkeit mit dem Zustand der inneren Angst vor möglichen Gefahren zu vertauschen, das können wir wohl ahnen, aber niemals erforschen. Nur die Geschichte der fortlaufenden Entwicklungsstufen der Erdenbewohner unter dem Einfluß des jeweils herrschenden Sternzeitalters gibt uns die notwendigen Hinweise, die in diesen Schriften immer wieder als der innere Ursprung der Geschichte der Kulturvölker aufgezeigt wurden. Das Unheil begann zu der Zeit, als im großen Weltenjahr vor nunmehr wohl 10- bis 12-tausend Jahren ein Ereignis über die Erde hereinbrach, durch das alles vorher Bestehende ausgelöscht wurde und alles Leben von neuem beginnen mußte. Die Urgeschichte der Menschheit deutet diese Katastrophe an als die alles Leben vernichtende Flut. Wenn diese Andeutung stimmt, dann können wir uns wohl eine Vorstellung davon machen, in welcher Angst, in welcher schrecklichen Furcht vor einer Wiederholung dieses unerwarteten und unbegreiflichen Unheils die Überlebenden gestanden haben müssen. Von nun an wurden zur Abwendung kommenden Unheils Zwiesprachen in der Form von Gebeten oder Beschwörungen gehalten je nachdem, ob man die guten “Götter zum Beistand bitten möchte oder die bösen “Geister” abzuhalten oder zu vertreiben suchte. Aus dieser Angst entwickelte sich der religiöse Opferkult.

Mit dem Fortschreiten der zeitlichen Entwicklung im Weltenumschwung des Fortschreitens der Equinoxe (Äquinoktien = die Tag-und-Nachtgleichen im Jahreskreis, d.Hg.) kam der Geist der Menschen unter den Einfluß des Weltzeitalters im Zeichen der Zwillinge. In dieser Zeit bauten die Menschen ihre Vorstellungswelt über den Einfluß der “bösen und der guten Götter” als Dualismus weiter aus und töteten Menschen als Opfer zur Umstimmung der Götter und Geister, die in der dualistischen Weltanschauung unter dem Einfuß der “Zwillinge” für alles Unheil verantwortlich gemacht wurden. Auch diese dualistischen Vorstellungsgebilde haben sich im religiösen Erbgut des menschlichen Geistes erhalten und können auch unter hoch entwickelten Kulturvölkern immer wieder beobachtet werden.

Fortschreitend kam die Menschheit unter den geistigen Einfluß des Stierzeitalters. In dieser Zeit beginnt die uns bekannte Geschichte der Kulturvölker im Zeichen des Stieres im Umschwung des großen Weltenjahres, das durch eine kreisende Bewegung der Pole der Erdachse bestimmt wird und sich jeweils in einer Zeit von ca. 25.800 Jahren vollendet. Dieser Himmelsumschwung ist bekannt als die “Progression der Equinoxe”. Wir wissen aus vorliegenden spärlichen Berichten, daß zu Beginn dieses Zeitabschnittes in der Geschichte der Menschheit die Oberfläche der Erde mit Ausnahme weniger Gegenden von dichtem, teilweise undurchdringlichem Baumwuchs, von Wäldern mit dichtem Unterholz bedeckt war. In den Lichtungen der Wälder siedelten die Menschen, die dann in besonders fruchtbaren Flußtälern zu geschlossenen Völkerschaften heranwuchsen. Sie lebten und ernährten sich wie ihre Vorfahren von den Früchten der Bäume und Sträucher und den süßen Gemüsen und Wurzeln, die sie entdeckten und sammelten und nach und nach in gärtnerischen Anlagen anbauten. Im Zeichen des Stieres aber wechselten die Opferbräuche, wie oben gezeigt. Der Stier wurde das heilige, den Göttern geweihte Tier. Dieser heilige Stier wurde statt der Menschen im Zeichen der Zwillinge den Göttern geopfert, um Vergebung für begangene Sünden zu erhalten und dadurch kommendes Unheil abzuwehren. Im religiösen Kult der Israeliten und der später folgenden Juden bis zur Zeit Jesu wurden am großen Versöhnungstage im Tempel vier makellose Stiere geopfert. Aus der sumerischen, der syrisch-babylonischen und auch der ägyptischen Geschichte sind uns zudem die Altäre mit den Darstellungen der Stieropfer und die Standbilder der heiligen Stiere bekannt. Vom Opfer aber aß der Oberpriester, seine Beigeordneten und seine Tempeldiener, die das Schlachten der Tiere besorgten. Aus dem Opfermahl entwickelte sich dann der Glaube an die kraftgebende und geisterhebende Ernährung vom Fleisch der geheiligten Stiere.

Der Stierkult entwickelte sonderbare Blüten im Morgenland, der Wiege der modernen Kulturvölker, deren Kultur sich auf Ackerbau und Viehzucht gründet. So stellten sich zu der Zeit die Kulturvölker des Orients die Erde als Stier vor, auf dessen Rücken sich das Leben abspielte. Aus dem Fell resp. aus den Haaren erwuchs das Getreide, und alles andere wurde irgendwie sinnbildlich in das Leben und die Gestalt des Stieres hineingedacht. Mit anderen Worten: Die ganze Kultur der dort lebenden Völker und der aller anderen Völker auch (die heiligen Kühe Indiens) erwuchs aus dem religiösen Opferkult der damaligen Zeit und der Glaube an die kraftgebende Wirkung der zum Nutzen der Menschen geopferten Stiere, d. h. der Rinderkult beherrschte das Geistesleben der Völker. Das Fleisch der Rinder und die Milch der Kühe wurde die begehrte Speise der Menschen. Um das Rind drehte sich im Sternzeitalter des Stieres der Geist der Menschen. Damit begann die Viehzucht und besonders die Rinder und Kuhzucht.

Nun beachten wir bitte: Die Erde war überzogen von einer dicken Decke grüner Wälder mit teilweise dichtem Unterholz. Alle Berge und Hügel waren bis an die Schneegrenze von Bäumen und grünendem Gewächs bedeckt, so daß die Sonne nirgends mit ihren brennenden Strahlen den Boden selbst erreichen konnte. In diesen Wäldern aber konnte die Rinderzucht nicht vorangetrieben werden, die mit der wachsenden Bevölkerung Schritt halten mußte und immer weiter ausgebaut wurde. So mußte der Wald fallen. Der Schlag der Äxte dröhnte durch den Wald und die stürzenden Bäume fielen mit krachendem Klageruf zur Erde. Der gerodete Wald wurde zur wunderbaren Weide für das Vieh und ernährte seinen Mann. Das Holz der Wälder aber diente zum Bau der Häuser und Wohnstätten und später zum Bau der Paläste und Tempelheiligtümer. Der Wald wich der Axt, damit die Kuh fette Weide fand. Aber bald genügte die Weide allein nicht mehr, es fehlte oft in den schlechten Jahreszeiten an Futter und man begann in der Voraussicht auf Mangelzeiten, Futter anzubauen. Das war der Beginn der Ackerkultur mit Pflug und Egge zur Fortführung der Viehzucht und damit auch zur Milchgewinnung.

Wir müssen uns an den Ursprung in der Vorstellungswelt der Menschen zurückdenken, um den ungeheuerlichen Anachronismus des Glaubens der Kulturvölker an die kraft- und gesundheitgebende Wirkung der Fleisch- und Milchnahrung zu versetzen. Diesen Anachronismus des Glaubens im Geist der Menschen gilt es zu überwinden, wenn es wieder einen wirklichen Frieden auf Erden geben soll, nicht einen Frieden der vorübergehenden Waffenruhe, sondern einen wirklichen Gottesfrieden, unter deren Schutz jeder sein friedliches Auskommen hat und der Krieg und jede Gewaltanwendung ihren Sinn verloren haben werden.

Wo die Axt den Wald vernichtet und die Fruchtbarkeit des Landes der Viehzucht geopfert wird, da beginnen die sengenden Strahlen der Sonne die Erde auszudörren und das Grundwasser sackt ab. Solange nun das Vieh in reiner Weidewirtschaft gehalten wurde, solange blieb wenigstens die grüne fest verwachsene Grasnarbe erhalten. Aber die Weidewirtschaft genügte auf die Dauer nicht, und so kam es zur Ackerbaukultur zur Erlangung von Viehfutter. Hand in Hand mit der sich schnell entwickelnden Viehzucht und der Ackerbaukultur zur Erlangung der begehrten scheinbar kraftgebenden Fleischspeise und der nicht mehr wegzudenkenden Milch ging eine immer größer werdende Verachtung der bisher üblichen, aus der ursprünglich gesammelten Waldnahrung entwickelten Gartenkultur mit ihrem reichen Segen an Gemüsen aller Art und ihren Baumund Beerenfrüchten. Die Enge des Gartens mußte der Weite der Viehweiden und der weitflächigen Ackerkultur weichen.

Der Garten wurde mit seinen wunderbaren, dem Menschen in natürlicher Weise angepaßten Gemüsen und Früchten verkleinert zu Gunsten der Ackerkultur und der Viehzucht. Mit der Ackerkultur entdeckten die Menschen die Tatsache, daß gewisse Gräser besonders große Körner hervorbrachten. Diese wurden als Speise probiert. Aber sie erwiesen sich als zu hart. So zerstieß und vermahlte man die Körner zwischen zwei Steinen, vermischte das entstehende Mehl mit Wasser und ließ den Teig erst in der Sonne und später im mit Holz geheizten Ziegelofen backen. So entstand als Folge der Viehzucht die Brot- und Getreidenahrung. Mit dieser Neuentdeckung einer scheinbar guten Ergänzung der begehrten Fleischspeise und der Milch in Form von Brot und von oft in Milch gekochten Getreidespeisen begann das Geschick der Menschen die Wendung ins Verderben zu nehmen. Der Fluch, der auf dem Acker liegt, begann sich mit der wachsenden Bevölkerung immer verhängnisvoller auszuwirken. Je mehr Fleisch und, Milch verlangt wurde, desto mehr Wald mußte geschlagen werden, um die Weide- und Ackerfläche vergrößern zu können. Mit dem dadurch versickernden Grundwasser und der auf den abgeernteten Acker brennenden Sonne verlor die Erde in der immer wieder aufgebrochenen Ackerfurche ihre ursprünglich unversiegbare Fruchtbarkeit, und immer mehr Waldland mußte gerodet werden, um Fleisch, Brot und Milch erzeugen zu können. Damals entdeckte man dann zur Anregung der Fruchtbarkeit den Tiermist, aber der einseitig versäuernd wirkende Tiermist konnte auf dem mehr und mehr ausgelaugten Ackerland die Mineralstoffe des Bodens nicht ersetzen, die ohne die rege Bodengare des Waldes und des Gartens nicht aufzuschließen sind. So versteppte der Acker, und bald brachte er keine ausreichenden Ernteerträge mehr. Das auf die Berge und Hügel sich ausdehnende Weideland aber ließ unter den brennenden Strahlen der Sonne die Höhenzüge mehr und mehr verkarsten, und der Orient verwandelte sich unter dem Pflug des Ackerbauers und der Viehzucht Im Laufe der Jahrhunderte in eine wasserlose Wüste, in der weder Mensch noch Tier leben konnten.

Das ist in kurzen Worten das Geschick der orientalischen Kulturvölker. Während dieser langen Entwicklungszeit von der Gartenkultur inmitten waldreicher Gebiete, die sich bis auf die Berge hinzogen und die Erde bedeckten, bis zur Wüstenbildung der einst fruchtbaren Landschaften erwuchsen die Scheinkulturen und die Blütezeiten der Kulturvölker mit ihrem hochgetriebenen Egoismus, mit der Verherrlichung des Reichtums an Rindern und mit ihren Kriegen und Verbrechen am Volke, um mehr Land zur Rinderzucht beherrschen zu können. Es entwickelten sich aus dieser Kultur und ihrer Ernährungsgrundlage die Krankheiten und Gebrechen, an der ganze Völkerschaften zu Grunde gegangen sind, mit all den Torheiten, den Beschwörungsformeln und der Fetischanbetung in dem Versuch, die Krankheiten zu heilen und ihnen die Schrecken zu nehmen. Das Zeichen all dieser Kulturen aber ist bis auf den heutigen Tag die vollständige Fehlentwicklung in gesundheitlicher Beziehung. Ist es doch bekannt, daß mit der Scheinblüte der Kulturentwicklung die Vermehrung der Krankheiten und Gebrechen Hand in Hand geht, und die Krankheitserscheinungen mehr und mehr unheilbar werden.

Aber die Zeit schreitet weiter, der Frühlingsanfangspunkt im Himmelsumschwung wandert weiter und erreicht das Zeichen des Widders, und wieder ändert sich die Geisteshaltung der Menschen. Der Widder oder das Lamm wird zum heiligen Opfertiere. Aber- dieses Zeichen gewinnt nicht die Kraft, die Geisteshaltung, unter dem Zeichen des Stieres zu brechen, so geht denn der Kuhkult weiter, ergänzt durch Schafzucht. In dieser Zeit beginnen die orientalischen Kulturvölker nach dem Überschreiten ihrer Hochblüte dem Untergang entgegenzugehen und zu verfallen. Die mittelmeerländischen Kulturvölker beginnen die Orientalen abzulösen. Diese übernehmen mit der Kuhkultur auch die nur im Weidegang mögliche Schafzucht von den Orientalen. Die Entwicklung nimmt deshalb den gleichen Verlauf.

Die nach neuen Wohnsitzen suchenden Eindringlinge aus dem Norden, die hellen Nordgermanen, die über Süddeutschland zur Landsuche aufgebrochen waren, überwinden die Urbewohner der Balkanhalbinsel mit Waffengewalt und erniedrigen diese zu Heloten, d. h. zu Pächtern und Bearbeitern des Landbesitzes, den die Eroberer unter ihre führenden Familien verteilen. Sie übernehmen die Kuhkultur von den Orientalen und ergänzen diese durch die im Weidegang gehaltenen Schafherden.
Das bedeutet wiederum die Vernichtung der Wälder und Gärten zugunsten der großflächigen Weide- und Ackerkultur. Zu Beginn dieser aufgehenden Blütezeit der Hellenen oder Griechen der Antike hausten in den Wäldern genau so wie auf der Apeninnen-Halbinsel, dem heutigen Italien, und im ganzen Mittelmeergebiet Löwen, Tiger und Raubkatzen, Bären und Wölfe, die sich an dem Wildreichtum gütlich taten. In der Blütezeit der Antike besingt Homer zwar noch die rauschenden Eichenwälder Griechenlands, aber dann setzt der Kampf um Nahrung und Erhaltung gegen die persischen Heere ein und der Wald wird ein Opfer zugunsten des Baues der Kriegsflotte. Auf Grund dieser Flotte wird Griechenland zum Handelsvolk, um der beginnenden Nahrungssorgen bei wachsender Bevölkerung und absinkender Fruchtbarkeit der entwaldeten Landschaft Herr zu werden. Es kommt, wie es kommen muß: Aus den Bürgerkriegen sich befehdender Stadtstaaten erzwingt der makedonische Fürst das Königtum, doch mit dem Siegeszug des jugendlichen Alexander endet die Blütezeit der Hellenen. Die Verkarstung und Verödung des Landes als Folge der Rinder- und Schafzucht läßt das Land verarmen, und die nicht wieder erreichte Entwicklung von Kunst und Wissenschaft beginnt zu veröden.

Eine ganz ähnliche Entwicklung sehen wir in Rom. Auch dort beginnt der geschichtliche Werdegang mit der Eroberung des Landes durch nordische Eindringlinge, die mit der Rinderzucht Bekanntschaft machen und die Weidewirtschaft und den Ackerbau der Orientalen übernehmen. Das römische Staatswesen nimmt seinen Anfang mit der Festsetzung der Acker- und Landbesitzrechte der Eroberer, die ursprünglich im Orient entwickelt wurden. Der Waldreichtum der Apeninnen-Halbinsel war damals noch unermeßlich, ja selbst als Hannibal mit seinem Heere über die Alpen vorstieß, um die beginnende Herrschaft der fühlbar werdenden Nebenbuhler im Mittelmeergebiet zu überwinden, mußte er sich durch den undurchdringlichen Urwald der Po-Ebene seinen Weg bahnen. Aber schon einige Jahrhunderte später, zur Zeit der Christenverfolgungen, zeigten sich die Folgen der Entwaldung. Sie hatten damals schon derartige Ausmaße erlangt, daß Getreide und Ackerbau nicht mehr möglich war. Das Land wurde unter der Herrschaft der Latifundienbesitzer im goldenen Zeitalter der Cäsaren nur noch im Werdegang genutzt, bis auch das kaum noch möglich war, da die verkarstenden Gebirgszüge mit der Zeit ganz verödeten. Sie sind in diesem Zustand bis heute geblieben. Der Glaube an die Kraft und Weisheit gebende Wirkung des Fleisches der Rinder und der Milch der Kühe wirkt sich im Fluch über den Acker immer in der gleichen Weise aus.

Wald – Axt – Kuh – Pflug – Wüste … sind die Wege der Kulturvölker, die im Anachronismus ihrer Zeit am religiösen Aberglauben des Stierzeitalters hängen geblieben sind und es sogar noch fertig bringen, diesem Glauben eine wissenschaftliche Grundlage anzuhängen. Inzwischen ist die Zeit vorangeschritten, das Zeitalter des Lammes wurde überwunden durch die Zeit der Fische im großen Weltenumschwung. Im religiösen Leben der Menschheit wurde der Fisch die geheiligte Fastenspeise der Christenheit. Aber der Anachronismus im Glauben an die Segnungen des Rindfleisches und der Kuhmilch geht weiter und fordert täglich seine Opfer. Die Menschen sind inzwischen blind und taub geworden gegen die Verwüstung ihrer Gesundheit und die Vernichtung der Fruchtbarkeit der Mutter Erde durch ihre sinnlos gewordene Ernährung.

Weiter schritt der Zeitenumschwung im Weltall. Mit dem heraufkommenden Sternzeichen des Wassermannes erschließen sich dem Menschen die Quellen der Tiefe in seinem Gewissen und in seinem Geistes- und Glaubensleben. Er sieht wohl den Anachronismus der übernommenen, in Satzung und Dogma geprägten Glaubenslehren der Kirchen und Sekten, aber er findet sich noch nicht hinein in die neue Zeit. Sein Geistesleben wird zur Zeit zu sehr geblendet von den Errungenschaften der Technik und der Industrialisierung, die mit dem Umschwung der Zeiten im Sternzeichen des Wassermannes ermöglicht wurde. Er weiß noch nicht, wie diese Industrialisierung sein körperliches und geistiges Leben auszuhöhlen im Begriff ist, das zudem durch seine anachronistische, allen Naturgesetzen hohnsprechende Ernährung gesundheitlich schwer geschädigt wird. Die Nahrungsnot aber wird mit der wachsenden Bevölkerung bei Fortsetzung der Acker- und Weidewirtschaft als Kulturgrundlage trotz aller technischen Errungenschaften nicht mehr zu überwinden sein.

Wann wird der moderne Mensch des Wassermannzeitalters hellfühlig genug werden, um sich aus dem Blendwerk der technischen Industrialisierung zu retten und seine mehr als altertümliche Ernährungsweise mit Rindfleisch, Milch und Schweinefleisch, ergänzt durch Brot und Dosengemüse, als das zu erkennen, was sie in Wirklichkeit ist, nämlich der Zerstörer seiner Gesundheit und der Vernichter der Fruchtbarkeit der Erde, von der er leben und sich ernähren muß ? Wie lange noch werden die “ethischen Vegetarier” mit ihrer “lacto-vegetabilen” Kost der Kuhzucht und damit der Zerstörung der Fruchtbarkeit der Mutter Erde Vorschub leisten ?

Morgenstund’ hat Wildnis im Mund

WildkräuterfrühstückWildkräuter – frei wachsende Pflanzen auf Wiesen und in Wäldern – sind reich an Vitaminen, Mineralien, Eiweiß und ­damit pralle Lebensenergie. Sie schmecken intensiver als gezüchtete Sorten, und viele empfinden sie als Turbo-Booster für die Gesundheit. Mark Weiland isst sich seit zwei Jahren durch die Vielfalt der Natur und lädt zwei Mal die Woche zum freien “Äsen“ in der Berliner City ein.

Berlin, Dienstagmorgen um 7 Uhr 30. Im Schlosspark Charlottenburg ist soeben die Sonne aufgegangen, der herbstliche Nebel verhüllt Schloss und Natur. Während sich im Sommer noch Radfahrer und Jogger auf den Parkwegen tummelten, verirren sich jetzt im Spätherbst nur noch wenige Frühaufsteher in den kalten Morgen. Wer jedoch am Belvedere innehält, einem kleinen Rokoko-Pavillon, wird dienstags und donnerstags um halb acht am Morgen eine kleine, höchst sonderliche Gruppe beobachten können. Sie pflücken und verspeisen ungewaschene Kräuter von der Wiese, essen Blätter von den Bäumen und scheuen sogar vor „giftigen“ Eibenfrüchten nicht zurück. To029desmutige Ökos? Verzweifelte Hartz IVler? Eine Unkräuter-Sekte?
Die Lösung ist ganz einfach: Es ist das Wildkräuterfrühstück, das im Mai 2011 von mir ins Leben gerufen wurde. Vor rund fünf Jahren bin ich über den Gesundheitspapst Franz Konz auf die Wildkräuter aufmerksam geworden, obwohl auch der Ernährungsforscher Walter Sommer – über dessen Werk „Das  Urgesetz der natürlichen Ernährung“ ich im Alter von fünfzehneinhalb zur Rohkost gefunden habe – schon viel darüber geschrieben hatte. Aber das war mir damals nicht so bewusst. Letztlich bin ich über Franz Konz wieder darauf aufmerksam geworden, dass man Wildkräuter roh essen kann und sie sehr wichtig für die menschliche Ernährung, für den Säure-Basen-Haushalt, die Zahngesundheit usw. sind, besonders in unseren Breitengraden.

„Äsen“ im Park

2014-05-20 08.23.11Auf einem Seminar von Franz Konz lernte ich die Kräuterexpertin Heidemarie Fritzsche aus Berlin kennen. Über anderthalb Jahre bin ich dann in Berlin-Buch bei ihren Kräuterwanderungen mitgegangen und habe sehr viel dabei gelernt. Aber es war mir irgendwann zu wenig, nur einmal im Monat ein paar Wildkräuter zu essen. Auf einer dieser Wanderungen lernte ich einen – mittlerweile – Freund kennen, der in meiner Nähe wohnte. Ich sagte zu ihm: „Lass uns doch einfach mal zusammen essen gehen – und zwar nicht in einem Restaurant oder Café, sondern einfach auf der Wiese draußen!“ Also gingen wir vor zweieinhalb Jahren im Frühjahr (März) durch den Schlosspark und hatten auf einmal den Geruch von wildem Bärlauch in der Nase – und haben uns gleich den Bauch mit diesem Frühlingskraut vollgeschlagen. Es war total lecker und kraftspendend. Dazu aßen wir Brennnesseln und alles, was es so im Frühjahr gibt. Aus dieser Idee heraus entstand das Wildkräuterfrühstück. Wir haben uns öfter zum „Äsen“ im Park getroffen, und ich dachte mir, dass es doch toll wäre, das zu verbreiten. Zuerst lud ich nur Freunde dazu ein, dann eröffnete ich eine Wildkräuterfrühstücks-Gruppe im Internet (facebook). Und zuletzt stellte ich dann auch eine eigene Seite www.wildkräuterfrühstück.de mit vielen Zusatzinformationen ins Netz.

DSC00311Das Schöne ist, dass eigentlich immer irgendwelche Kräuter da sind. Zu allen vier Jahreszeiten. Das hat bei mir dieses Gefühl von Naturverbundenheit und Urvertrauen über die Jahre hinweg ausgelöst. Ich weiß: Ich gehe hinaus und finde immer etwas zum Essen. Das ist eben Mutter Natur! Sie versorgt uns, wenn wir ihr vertrauen! Ganz ohne Mixer und Tropenfruchtversand…
Das Wildkräuterfrühstück ist auf jeden Fall ein guter Anfang für den vielzitierten Wandel. Und es kostet nichts. Viele sagen zwar: „Was nichts kostet, taugt auch nichts.“ – Aber in diesem Fall ist das mal umgekehrt. Du bekommst kostenlos das Allerbeste und Hochwertigste, was es auf der ganzen Welt zum Essen gibt! Und deshalb bekommst du durch so ein Leben auch dein „Urvertrauen“ und deine „Urverbundenheit“ zurück.

Urkost im urbanen Alltag

20140412_142202Das Wildkräuterfrühstück ist eine ideale Alternative zum gewohnten Gang vor der Arbeit in den Bäckerladen. Zum Sinn des Wildkräuterfrühstücks erkläre ich immer zu Beginn: „Es ist keine Wildkräuterwanderung, auf der man 30-40 Pflanzen kennen lernt, deren Gehalt an Vitamin C und Eisen erfährt oder die beste Möglichkeit, sie in Tees und Suppen kaputtzukochen. Das Wildkräuterfrühstück ist nichts weiter als eine praktische Übung, die Urkost in den urbanen Alltag zu integrieren.“ Und das geht so: Man nehme sich etwas Obst für den Geschmacksmix mit – reif und Bio versteht sich – schwingt sich aufs Rad oder steigt ins Auto/in die Bahn und kommt zum Treffpunkt.

Es wird nur gegessen, was nicht giftig ist, und ein paar Erklärungen und Tipps gibt es auch: zum Beispiel über den Verzehr der Brennnessel, ohne sich zu verbrennen, oder welche Wurzeln oder was sonst besonders im Winter sehr lecker ist. Aber es geht auch darum, mit naturverbundenen Menschen gemeinsam „ins Gras zu beißen“.

Auch wandelt sich bei dem einen oder anderen Hobbygärtner, der zufällig vorbeikommt und Brennesselerstaunte Fragen stellt, das Feindbild Giersch, Brennessel und Vogelmiere zum „Freundbild“. Doch es gibt auch Warnungen von außen, dass man die Eiben nicht essen dürfe, weil sie giftig sind. Da tut Aufklärung Not, und so erkläre ich, dass es zwar richtig sei, was man über die Eiben sagt, doch wenn man den Kern unzerkaut wieder ausspuckt, sich auch nicht an Eibenblättern oder Eibenrinde vergeht, wird man für dieses „Geheimwissen“ mit dem köstlichen Fruchtfleisch der Eiben belohnt.

Fuchs- und Hundebandwurm lassen mich völlig kalt, denn für dessen gesundheitsschädliche Wirkung fehlen die wissenschaftlichen Beweise, vor allem, wenn wir mit einer basischen Nahrung ein Milieu schaffen, das diese Parasiten ohnehin verschmähen. Und die Hinterlassenschaften der Hunde werden vom Regen weggespült oder „verwachsen“ sich. Gesundheit kann so einfach sein, wenn man lernt, keine Angst mehr vor der Natur zu haben.

Mehr als ein alternatives Frühstück

P1080639Das Wildkräuterfrühstück ist aber mehr als nur ein alternatives Frühstück. Wer regelmäßig kommt, lernt die Pflanzen besser kennen, erlebt den Wechsel der Jahreszeiten, das ewige Stirb und Werde in der Natur. Auch der behutsame und respektvolle Umgang mit den Pflanzen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Ich sehe in den Pflanzen keine bloßen Behältnisse biochemischer Nährstoffe, sondern Lebewesen und Persönlichkeiten, die es uns sogar mit einem üppigeren Wuchs an Blättern und Stengeln danken, wenn wir nur einige Blätter essen statt sie mit Stumpf, Stiel und Wurzel auszureißen. Wer ein Wildkräuterfrühstück miterlebt, erhält mit jedem Biss ein Stück Naturverbundenheit zurück. Denn Naturverbundenheit gibt’s nicht im Bioladen, wohl aber in der Natur selbst.

Letztlich lässt sich Urbanität mit der ­natürlichen Lebensweise leider nur unzureichend vereinen. Mein Herzenswunsch ist es darum, ein schönes großes Grundstück mit einem Hektar Land zu haben und selbst zu bestimmen, was ich da mache und anpflanze. Mit einer Quelle, einem Brunnen, vielleicht mit einem See in der Nähe. Und dann hundertprozentige Selbstversorgung. Wir haben hier in Europa ja eine Jahrtausende alte Gartenkultur. Unsere europäischen Vorfahren oder die Alteuropäer – Tacitus und Cäsar haben sie Germanen genannt – haben laut Walter Sommer vegetarisch gelebt. Sie hatten Gärten, in denen sie ihre Nahrung selbst angebaut haben. Dort gab es gemeinschaftlich genutzte Flächen, sogenannte Almenden, wo es ein Bodennutzrecht gab. Die Möglichkeit, Land zu besitzen, gab es gar nicht, bis das „Römische Recht“ eingeführt wurde. Seitdem gilt das Bodenbesitzrecht.

Wir dürfen zwar einen Schrebergarten haben, aber auch da gibt es eine maximale Begrenzung. Die erlaubte Fläche reicht nicht aus, Selbstversorgung zu betreiben. Außerdem kommen die hohen Pachten dazu und sehr hohe Ablösesummen, wenn man ein Grundstück übernimmt. Trotzdem: Wenn auch nur Schritt für Schritt, ein „Zurück zur Natur“ mit Wildkräuterfrühstück oder eigenem Garten ist machbar. Oder noch besser: Vorwärts zur Natur!

Mark Weiland

Mehr Informationen zum Wildkräuterfrühstück gibt es auf www.wildkraeuterfruehstueck.de.

Sammelkalender für Wildkräuter und Beerenfrüchte u. a.

Quelle: Dr. med. Christian Guth und Burkhard Hickisch: “Grüne Smoothies”, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2012
Bei all diesen Pflanzen können junge Triebe, Blätter und Früchte während der ganzen Wachstumsperiode verzehrt werden.

 

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Ackerhellerkraut
Ackerschachtelhalm
Ackerwinde
Ahorn
Baldrian
Barbarakraut
Bärlauch
Basilikum
Batavia
Beifuß
Beinwell
Birke
Birne (Frucht)
Brennnessel
Brombeere (Frucht)
Brunnenkresse
Buche
Distel
Douglasie
Eberesche
Ehrenpreis
Eichblattsalat
Eiche
Elsbeere
Erdbeere (Frucht)
Esche
Esskastanie
Feldsalat
Fenchel (Blätter)
Fetthenne
Fichte
Franzosen kraut
Frauenmantel
Friseesalat
Frühlingszwiebel
Fünffingerkraut
Gänseblümchen
Gänsefingerkraut
Giersch
Gundelrebe
Gundermann
Günsel
Guter Heinrich
Habichtskraut
Haselnuss
Heckenrose
Heidelbeere (Frucht)
Heublume
Himbeere (Frucht)
Hirtentäschel
Holunder (Blüten)
Hopfen
Huflattich (Blätter)
Huflattich (Blüte)
Johannisbeere (Frucht)
Johanniskraut
Kamille (Blüte)
Kiefer
Kirsche (Frucht)
Klatschmohn
Klee
Klettenlabkraut
Knoblauchsrauke
Knöterich
Kohlrabiblätter
Königskerze
Kopfsalat
Kornblume (Blüte)
Kürbisblätter
Lärche \
Lauch
Lavendel
Linde
Linde (Btüte)
Litschi
Löwenzahn
Lungenkraut
Luzemte
Mädesüß
Majoran
Malve (Blüte)
Manderine
Mango
Mangold
Margerite (Blüte)
Melde
Melone
Minze
Mirabelle/Reneklode
Mispel (Frucht)
Mizuna
Möhrengrün
Moosbeere
Nachtkerze
Natternkopf (Blüte)
Nelkenwurz
Oderrnennig
Orange
Oregano
Pappel
Petersilie
Pfefferminze
Pfennigkraut
Pfirsich/Nektarine
Pflaume/Zwetschge
Physalis
Postelein/
Winterportulak
Preiselbeere (Frucht)
Primel
Radicchio
Radieschtengrün
Rettich
Ringelblume (Blüte)
Rohrkolben
Romanasalat
Römersalat
Rose
Rosenkohl
Rosmarin
Rote-Bete-Blätter
Salbei
Sanddorn (Blätter)
Sauerampfer
Schafgarbe
Scharbockskraut
Schlehe (Blätter und
Früchte)
Schlüsselblume (Blüte)
Schnittlauch
Senf
Spinat
Spitzkohl
Springkraut
Stachelbeere (Frucht)
Staudenselerie
Stiefmütterchen
Storchenschnabel
Tanne
Taubnessel
Tausendgüldenkraut
Tellerkraut
Thymian
Ulme
Veilchen (Blüte)
Vergissmeinnicht (Blüte)
Vogelmiere
Waldmeister
Walnuss (Blätter)
Wasserlinse
Wassermelone
Wegerich
Wegwarte
Weide
Weidenröschen >
Weintrauben (Frucht)
Weisdorn (Beeren)
Weißer Gänsefuß
Wermut
Wicke
Wiesenkerbel
Wiesenschaumkraut
Wilde Möhre
Wirsingkohl
Witwenblume
Wollblume
Zeder
Zitronne
Zitronenmelisse
Zucchini

 

 

 

Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm!

Bei jeder meiner Kräuterwanderungen wird die Frage nach dem Fuchsbandwurm gestellt. Hier darf nach aktuellem Informationsstand Entwarnung gegeben werden.

 

„Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher, als sich durch den Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren“, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Robert-Koch-Institut (www.rki.de). Die Krankheit, die unbehandelt zum Tod führen kann, sei zum Glück sehr selten. (…)

Entgegen hartnäckiger Gerüchte gibt es keine Hinweise auf die Übertragung durch den Verzehr von Wildpflanzen oder Waldbeeren. Auch besiedeln Füchse immer häufiger Städte und stadtnahe Gebiete. Über 1600 Füchse lebten schon 2006 in Berlin, fünfmal mehr als in den umliegenden Wäldern. Das Futter lockt: Mäuse, Ratten, Katzenfutter …

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Als größte Infektionsquelle für Fuchsbandwurminfektionen wird der enge Kontakt (Schmusen) mit Haustieren angesehen (Hunde oder Katzen, die Mäuse fressen). Die Gefährdung beschränkt sich in Deutschland vor allem auf den süddeutschen Raum einschließlich Hessen und dem südlichen Baden-Württemberg, besonders betroffen ist die die Schwäbische Alb. Weil es sich hier jedoch um reine Statistik handelt, habe ich einen erfahrenen Jäger befragt: Er würde Wildwechsel (sichtbar als Trampelspuren im Gras) meiden. Waschen kann Fuchsbandwurmeier zwar nicht zerstören, die Gefahr aber mindern.

Fazit: Ob Sie bodennah wachsende Wildkräuter von Wald und Wiese roh zu Wilden Grünen Smoothies verarbeiten, müssen Sie selbst entscheiden. Das Risiko einer Fuchsbandwurm-Infektion ist statistisch sehr gering.”

Weitere Infos zum Fuchsbandwurm mit aktueller Statistik unter -> http://www.herbalista.eu/kann-ich-das-essen

Rezepte, die glücklich machen

Brennnessel Smoothie

2 handvoll Brennessel
2 Äpfel
4 Medjuhl Datteln
crémiger wird es mit einer Avocado
Zimt
bis zu 1l Wasser

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Wilder Smoothie

Wildkräuter, Blätter, Blüten
2 Bananen
2 Äpfel
2 Kiwis
bis zu 1l Wasser

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Kultur-Smoothie

125g Spinat
1/2 – 1 Stange Sellerie
3 Blatt Mangold
1 Zitrone
2 Bananen
2 Äpfel
2 Kiwis
bis zu 1l Wasser

optional:

+1 reife Avocado
-1 Banane

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Birne an Schokozauber

1 EL Rohkost-Kakao
ein paar rohe Kakaobohnen
3-4 Medjool-Datteln
1 Banane
1-2 Birnen
1/2 Orange mit Schale
1 reife Avocado
1-2 EL Kokosmuß oder Mandelpüree
nach Bedarf: 1 EL Macapulver
nach Bedarf: 1 EL Mesquitepulver
nach Bedarf: 1 EL Lucumapulver
1 kl. Stck. Ingwer
1 kl. Stück Chili-Schote
1-2 TL Bourbon-Vanille oder eine Vanille-Schote
400ml Wasser

Paramagischer Trunk

100g Paranüsse
1/2 Zitrone mit Schale
4-5 Medjuhl-Datteln
3-4 EL Kokosmus
1l H2O

Der Wilde Grüne Gral
Ein Grüner Smoothie mit frisch gepflückter Nelkenwurz:

1-2 handvoll Nelkenwurz-Blätter
1 Apfel mit Schale und Gehäuse
1 reife Avocado ohne Kern und ohne Schale
1 Birne
2-3 Gewürznelken
500ml Wasser, wer es flüssiger mag, kann auch mehr nehmen
Alles zusammen in den Mixer geben, mixen, fertig.

Guten Appetit und möget Ihr alle zum grünen Gralshüter werden! 😉

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“Flüssiges Glück” (im Selbstversuch mehrfach getestet…)

70g Cashewkerne in Rohkostqualität z. B. von Keimling
3 Medjohl-Datteln in Rohkostqualität z. B. von Keimling
1 gehäufter TL Bourbonvanille
0,5l Wasser

zum Veredeln:

ein kleines Stück frischen Ingwers
1-2 EL Kokosmus von Dr. Goerg

In den Mixer. Mixen. Fertig. Lecker.

Genießen Sie es in Glückseligkeit

Bezugsquellen von Wildkräutern

Hochgenuss LindenblätterWildkräuter sind in aller Munde – oder etwa noch nicht? Viel hört man immer wie toll und wichtig Wildkräuter für Gesundheit, Entgiftung, Wohlbefinden und den Mineralstoffhaushalt sind. Wo aber bekommt man sie her die grünen Helden der Wiese? Wenn man in der Großstadt wohnt, ist die Antwort auf diese Frage manchmal gar nicht so einfach. Hier ein paar Anregungen:

Sammeln

  • im Stadtpark
  • in Vorgärten
  • beim Nachbarn
  • auf verwilderten Grundstücken
  • in Kleingartenanlagen
  • im Stadtwald
  • auf Friedhöfen

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Lernen

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Kaufen

  • auf Wochenmärkten
  • in eingen Bioläden
  • in türkischen Lebensmittelläden
  • bei Wildkräuterversendern:

Weitere Möglichkeiten

  • bei Rohkostpotlucks

 

 

Die Sage als Überlieferung früher Himmelskunde

Vom Kampf gegen den Wasservogel und über den Drachenstich

Heimatforschung in Niederbayern

Die Sonne ist unser Lebensgestirn. Sie gibt Licht und Wärme und auf diese Weise die Nahrung und alles, was die Menschen zum Leben brauchen. In frühester Zeit wurde die Sonne deshalb als das göttliche Gestirn verehrt. Ihr alljährlicher Gang wurde am Horizont mit Steinen markiert: die Auf- und Untergänge der Winter- und Sommersonnenwenden, die Tag- und Nachtgleichen. Das waren die Stationen der Sonne. All dies wurde phantasievoll in der Kunst dargestellt mit Pferden, die den Sonnenwagen über den Himmel ziehen. Die Sonne war diesen Menschen, unseren Vorfahren, nicht nur der Ursprung des Lebens, aus dem alles entstanden ist. Sie war ihnen nicht nur der Motor des Lebens, der alle Kreisläufe in Bewegung hielt. Ihnen war die Sonne der sichtbare Ausdruck der Schöpferkraft, die ihnen alles gab, was sie zum Leben und zu ihrem Glück brauchten. Und sie gaben ihr dafür Ehrfurcht und Dank. Alle Kulte der Frühzeit, die Rituale und Kultspiele stellen den Gang der Sonne dar durch die vier Stationen des Jahres: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Sonnenreligion war d i e Religion der Frühzeit.

Aber die Sonne hat im M o n d einen Gegenspieler. Auch der Mond durchläuft vier Stationen in seinem monatlichen Gang um die Erde: zunehmender Halbmond, Vollmond, abnehmender Mond und Neumond. Der Mond durchläuft diese Stationen in einer viel auffälligeren Weise als die Sonne. Er macht in zwei Wochen z. T. größere Sprünge als die Sonne im halben Jahr. Der Vollmond steht der Sonne gegenüber. Während er im Sommer tief am Himmel steht, ist er im Winter ganz oben. Der Vollmond ist der Beherrscher des Winterhimmels ! Bedenken wir, daß im Polarkreis im Winter die Sonne wochenlang nicht aufgeht und im ganzen nördlichen Kulturkreis die Nächte sehr lang sind. Und in dieser Zeit ist der Vollmond der L i c h t b r i n g e r . Dieses wechselhafte Geschehen haben die Vorfahren aufmerksam beobachtet und in ihren Geschichten, Erzählungen – phantasievoll ausgekleidet – der Jugend weitergegeben.

Der Sommervollmond steht ganz tief am Himmel. Von Monat zu Monat steigt er höher, erreicht bei Herbstbeginn die Ekliptik (die scheinbare Bahn der Sonne) und gelangt danach ü b e r die Sonne und erreicht zur Wintersonnenwende seinen Höchststand. Dies bedeutete für die Menschen, daß der Lichtbringer der langen Nächte sich über das göttliche Gestirn erhob. In der bildhaften Denkweise empfand man den Aufstieg des Mondes als eine Anmaßung, die „bestraft“ werden mußte durch den Sturz nach seinem Höchststand am Himmel. Die Überlieferung (z.B. die Apokalypse) berichtet von „Luzifer“ als dem Lichtbringer und Gegenspieler Gottes und von seinem Sturz: „Und es war Kampf im Himmel … mit dem Drachen“. Das entspricht dem astronomischen Geschehen, das noch durch das allmonatliche Auf und Ab des Mondes (das Ringen mit der Sonne) dramatisiert wurde. – Im Volk wurde es Brauch, diese bedeutende Wende des Mondoberlaufes durch einen Kampf und mit einem Helden darzustellen. Das war der Drachentöter, der gegen das Ungeheuer (Drachenmond) kämpft oder Herkules oder der hl. Michael, der ewige Streiter für Gott. Nach der Wintersonnenwende geht es mit dem Vollmond wieder abwärts, bei Frühlingsbeginn gelangt er wieder unter die Ekliptik. Im Volksbrauch wurde der Sieg der unbesiegbaren Sonne in der Vertreibung des Winters gefeiert: der Drache (= Mond) wird getötet, Luzifer (= Mond) wird in die Tiefe gestoßen.

Die Vorgänge am (oder „im“) Himmel sind zum Teil sehr kompliziert. Erst wenn wir diese Vorgänge durch eigene Beobachtungen verstehen gelernt haben, können wir die Überlieferung und somit die Sagen, Märchen und das Brauchtum unserer Vorfahren verstehen. Es sind vier verschiedene Bewegungen zu beachten, die zusammenwirken, und das Geschehen am Himmel zunächst so schwer verständlich machen:
1. die tägliche Umdrehung der Erde
2. die monatliche Umkreisung des Mondes um die Erde
3. die Bewegung von Erde und Mond um die Sonne
4. der langsame Umlauf der Mondknoten (=die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik) um die Erde in 18,6 Jahren.

Das alles geschieht gleichzeitig. Es vermischen sich also kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen der Mondstellungen. Und dieses Rauf und Runter, Vor und Zurück wiederholt sich jeden Monat. Der Mond wurde in früher Zeit als Drache (Ungeheuer) dargestellt, weil er beim Überschreiten der Ekliptik die Sonne verdecken kann (Sonnenfinsternis). In der Bildsprache der Vorfahren „frißt“ das Ungeheuer das Göttliche (die Sonne). Deshalb bezeichnet man diese Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik (die Mondknotenpunkte) als Drachenknoten. Die Astronomie hat das Zeichen des Drachens übernommen. Der Drache ist das Zeichen für den Mond.

In Furth im Walde (Bay. Wald) wird alljährlich das „älteste deutsche Volksschauspiel“ geboten mit dem „Drachenstich“. Die Einheimischen verbinden historische Reminiszenzen aus der schlimmen Zeit der Hussitenkriege mit Sagenhaftem. Hierin aber verbirgt sich die Darstellung des Mondes in seinem dramatischen Gang durch den Jahreskreis. Der Drachenstich bedeutet das Ende des Drachenmondes im Frühling. Die Einheimischen wissen aber nichts mehr über den astronomischen Bezug zur Sage. Vielleicht wurden diese Vorgänge beobachtet über die drei Berggipfel in der Nähe: die Mitte Burgstall (976 m), im Nordosten der Hahnenberg (555 m) und im Nordwesten über die „Further Senke“ der Dachsriegel (826 m).

S c h i l d t h u r n (bei 84367 Zeilarn/Ndb.) ist ein Heiligtum der drei Bethen: Einbeth, Warbeth und Wilbeth. Sie sind die christianisierte Fassung der germanischen drei Nornen. Diese Schicksalsgöttinnen sind Sinnbilder der drei Zeitbegriffe: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Schildthurn war schon lange vor dem Kirchenbau ein Ort der Zeitmessung und ein bedeutender, astronomischer Bezugspunkt. Von dort aus bestehen die Visuren (= Auf- und Untergangspunkte am Horizont) des Mondes zur Großen Mondwende nach Zimmern (mit der Kirche des Drachentöters), nach Wurmannsquick (mit dem Wappen des Drachenmondes) und der Kleinen Mondwende nach Kreuzhäusl-Thurnöd, die der Mond alle 9,3 Jahre abwechselnd einnimmt. Erst viel später wurden auf diesen heiligen, heidnischen Plätzen die christlichen Kirchen gebaut. Auch der Name gibt vielleicht Hinweis auf den Zusammenhang: „Wurm“ als die Schlängellinie des Mondes am Himmel. Durch genaue Angaben des Vermessungsamtes Pfarrkirchen und durch astronomische Berechnungen haben sich diese Zusammenhänge erwiesen. Wurmannsquick ist die Mondstadt, ähnlich wie in Frankreich Luneville („Mondstadt“ von lat. luna = der Mond) oder Lüneburg (die Mondburg mit der Mondsichel im Stadtwappen).

Die Überlieferung hat das Wissen – wenn auch bruchstückhaft und verworren – erhalten: so wird berichtet von einem historischen Spiel des „Wasservogel“ in Wurmannsquick, der in „einem Kampf in den Wassergraben gestoßen“ wird. Dieses Volksfest ist letztmalig 1953 veranstaltet worden. Das ist eine interessante Überlieferung, die vermischt wurde mit dem Pfingstritt und historischen Ereignissen (Hunnen- und Ungarneinfälle). Wenn man das davon trennt, kommt der „Drachenstich“ in veränderter Form zum Vorschein: das Ritual des Sturzes oder des Besiegens. Das Ungeheuer (der Wintervollmond) wird hier „Wasservogel“ genannt, weil es als „Vogel“ sich über die Sonne erhoben hat, aber im Kampf in den Wassergraben (in die Tiefe) gestoßen wird. Auch die Einheimischen in Wurmannsquick haben das Wissen darüber verloren. Sie wissen nichts von dem Bezug nach Schildthurn. Und sie verstehen nicht den komplizierten Gang des Mondes. Deshalb haben sie ihr Fest des Wasservogels vergessen.

Die Himmelskunde ist die älteste Wissenschaft. Sie ist die Wurzel unserer Kultur. In Europa stehen die ältesten Sternwarten der Erde (z.B. Stonehenge in Südengland). Es darf uns also nicht wundern, wenn wir astronomische Zusammenhänge aus der Frühzeit in unserer Heimat finden wie hier in Schildthurn-Wurmannsquick. Es gibt viele Hinweise auf Mondvisuren in unserem Land: z.B. der Wurmberg (bei Braunslage), Wurmberg (Württbg), Wurmlingen, Würmtal (die drei Bethen), Worms (die drei Frauen), Wormbach (die drei Jungfrauen Ambede, Worbede, Wilbede). Aber auch die vielen Orte des hl. Michael und die des St. Georg sind uralte Mondheiligtümer. Sie zeugen von Europas uralter, selbstgewachsener Kultur.

Literatur:

1) Ralf Koneckis „Mythen und Märchen“, Franckh- Kosmos-Verlag Stuttgart 1994 2) Heinz Kaminski „Sternstraßen der Vorzeit“, Bettendorfsche Verlagsanstalt München 1995 3) Karlheinz Baumgartl „Das Geheimnis der Schwarzen Madonna“, 1987, Kopie aus „Rätsel der Heimat“ im Eigenverlag

Über den Vegetarismus 2.Teil: Pecus – Pecunia

Der Vegetarismus ist eine beachtenswerte Lebensanschauung. Vegetarisch zu leben heißt zunächst auf Produkte vom getöteten Tier zu verzichten. Diese Einstellung wird verschieden begründet.

1) Der gesundheitliche Gesichtspunkt Ursprünglich war der Mensch Vegetarier. Er lebte von Pflanzen, Früchten, Samen, Wurzeln. Sein Gebiß und seine Organe sind in Jahrmillionen auf diese Ernährungsweise ausgerichtet. Zum Raubtier (Fleischgenuß) fehlen dem Menschen die Voraussetzungen. „Vegetabil“ heißt belebend. Der radikale Vegetarismus lehnt auch erhitzte (gekochte, gebackene) Nahrung ab, weil diese dadurch biologisch entwertet („inaktiviert“) wurde und somit nicht mehr optimal beleben kann.

2) Der ethische Vegetarismus Demnach hat der Mensch kein Recht Tiere auszubeuten und zu töten. Es besteht hierzu auch keine Notwendigkeit. Die Tiere gehören genauso in eine ökologische Ordnung wie alles in der Natur einschließlich der Menschen. Die Schlachthöfe und Tierversuchsanstalten sind Stätten der Grausamkeit gefühlloser und gedankenloser Menschen. Kein Kind würde solche Grausamkeit ertragen. Deshalb zeigen die fleischessenden Erwachsenen ihren Kindern solche Stätten nicht. Auch die Schulen meiden diese.

3) Der ökonomische Vegetarismus Merkwürdigerweise wird dieser Gesichtspunkt meistens ignoriert. Die Vegetarier selber stellen diesen Sachverhalt hintenan oder ignorieren ihn einfach. Der Grund dafür ist die politische Brisanz, die dieser Gedanke enthält. Davon soll hier besonders die Rede sein. Die Fleisch- und Viehwirtschaft ist die unwirtschaftlichste Form der Volkswirtschaft. Der Vegetarismus ist die wirtschaftlichste Form: von der Landfläche, die eine Kuh ernährt, kann man 10 Menschen ernähren. Rechnet man sich diesen Gedanken durch, dann kommt man zu dem verblüffenden Ergebnis, daß allein aus der Landfläche Bayerns g a n z D e u t s c h l a n d ausreichend und gesund ernährt werden könnte (!). Bedenkt man dazu die bessere gesundheitliche Verfassung der Menschen bei vegetarischer Lebensweise, so erkennen wir die ungeheure T r a g w e i t e für die Zukunft der durch Hunger und Krankheit bedrohten Menschheit. Der Vegetarismus ist eine echte Alternative, und man muß sich fragen, warum diese naheliegende Lösung nicht weltumgreifend angestrebt wird.

Die politische Brisanz dieses Gedankens wird offenbar: unser Grund und Boden wird weitgehend fehlgenutzt durch Anbau von Viehfutter und für die Nutzung als Weideland. So gesehen liegen die größten Teile der nutzbaren Flächen b r a c h und das seit langer Zeit. Nur ein winziger Teil der Bodenfläche wird intensiv für Gartenbau genutzt. Damit werden die Behauptungen der Politiker von „notwendigem Lebensraum“ oder von notwendigen Spenden für die Gebiete von Hungersnöten ad absurdum geführt. Die Nöte auf der Erde sind unnötig. Die Politiker täuschen uns bzw. sie verschweigen die Ursache, weil die meisten ohnehin am Fleischtopf hängen, oder weil sie wirtschaftliche Interessen verfolgen (z.B. die Banken, die Industrien). Die Ursache dieser skandalösen Fehlnutzung liegt in dem falschen B o d e n r e c h t . Und genau da liegt die politische Brisanz des Gedankens.

Mit dem Vieh wurde von je her das große und schnelle Geld gemacht. Durch das viele Fleisch, das man vermarkten konnte mit den vielen Folgeartikeln aus der Viehvermarktung wurden riesige Landflächen benötigt. Dafür wurde Wald gerodet, der Mensch und Tier Schutz geben könnte. Und damit wurden die Reichen immer reicher. Der Grundbesitz konzentrierte sich mit der Zeit auf immer weniger Menschen, die zu Großgrundbesitzern wurden. Und wer viel Grund hatte, der hatte die Macht. Und wer die Macht hatte, der übte Macht aus … ungeachtet vernünftiger und menschenwürdiger Lösungen. Pecus (lateinisch) heißt: das Vieh. Pecunia (lat.) heißt: das Geld.

Mit dem Tier wird auch heute das schnelle Geld gemacht. An der Fleisch- und Viehwirtschaft hängt ein ganzes Bündel von Industrien. Die gesellschaftliche Entwicklung führte zu einer Differenzierung. Mit der Technik wurden die Produktionen effektiver. Durch die Arbeitsteilung wurden die Verhältnisse undurchsichtig. Das Geldwesen erlaubte die Geldanlage im Grundbesitz. Die Großgrundbesitzer mit ihren eigenen Jagden und Verpachtungen benötigten nicht mehr unbedingt den Viehreichtum, praktischer für sie wurde nun die B ö r s e . Die Aktie ersetzte den Viehbesitz. Die Verhältnisse wurden immer verwickelter, aber die Basis ist geblieben: die Völker ernähren sich von Tierprodukten. Die daraus entstehenden Krankheiten werden behandelt mit pharmazeutischen Produkten, die durch Tierversuche (Vivisektion) entwickelt worden sind. Ein Riesengeschäft ! Dieser Mißstand ist inzwischen durchgreifend und hat Industrie und Gesellschaft geprägt. Man spricht kaum über den industrialisierten Tiermord, kaum über das Leid der Tiere, Schlachthöfe sind tabu, und man ignoriert den skandalösen Mißbrauch von Grund und Boden. Man schaue sich gründlich um in der Gesellschaft, wer mit was das Geld macht, woher das viele Fleisch kommt, und wohin die Subventionen fließen. Das unsagbare Leid der Tiere und die daraus resultierende Not der Menschen, … wen interessiert das ?

Heute ist der größte Grundbesitzer der westlichen Welt die Organisation, die man unter der Bezeichnung „römisch-katholische Kirche“ versteht. Die Männerbünde von Rom hatten sich zum Ziel gesetzt, ganz Europa zu missionieren. Und wer Europa beherrschte, der hatte die Weltmacht. Unter dem Deckmantel der christlichen Ideologie breitete sich der Kapitalismus aus, das Geldwesen und später das Bankenwesen. Der Anfang war der Viehreichtum und damit der übermäßige Anspruch auf Grundbesitz zum Nachteil der seit Generationen bodenständigen Gärtner und Bauern. Schon im 5. Jahrhundert war der Bischof von Rom der größte Grundbesitzer. Und über den Großgrundbesitz entwickelte diese Organisation mit der Zeit ihre Macht. Die Kirche und ihre Könige herrschten im Mittelalter willkürlich aus dieser Machtposition. Die Großgrundbesitzer „verliehen“ ihr Land gegen hohe Abgaben. Die eigentlichen Bearbeiter des Bodens, die Bauern, wurden zu Leibeigenen, zu Sklaven. Dieses Bodenrecht war ein römisches Recht, von Rom her war es importiert worden. Und das römische Bodenrecht ist die Grundlage der Versklavung der Völker.

Im alten Germanien hat es nie eine Sklaverei gegeben. Es gab das freie Bodennutzungsrecht, das den jungen Menschen kostenfrei das Land ermöglichte, aus dem sie das Lebensnotwendige erwirtschaften konnten. Die germanischen Markgenossenschaften verstanden sich nicht als Eigentümer an Grund und Boden, sondern nur als Verwalter (praktiziert noch im „Eiderstedter Landrecht“ auf Eiderstedt und den nordfriesischen Inseln bis zur Landvermessung 1872/73). Dieses bewährte, freie Bodennutzungsrecht wurde mit der Zeit geändert in das römische Bodeneigentumsrecht. Jetzt konnte man sich zwar Land kaufen, geriet aber dadurch in die Abhängigkeit der geldherausgebenden Mächte. Fast die ganze europäische Geschichte des Mittelalters stand unter der Gewalt der römischen Männerbünde. Sie entwickelten das Privileg des Bodeneigentums, das sie mit Waffengewalt verteidigen ließen. „Privileg“ kommt von lateinisch privare = berauben, stehlen und lat. lex, legis = das Gesetz. Privileg heißt demnach „gesetzliches Stehlen“. Den Unternehmen zur Anhäufung von Reichtum wurde ein religiöses Mäntelchen umgehängt. Die Menschen wehrten sich gegen das neue Bodenrecht. Überall in Europa kam es zu Bauernaufständen: in Rußland, Ungarn, Österreich, Deutschland, Frankreich, Niederlande, England, … und überall wurden diese brutal zusammengeschlagen, ihre Anführer umgebracht. Der Bauernkrieg ging letztlich verloren. Im 30-jährigen Krieg fiel der letzte Rest altgermanischer Siedlungsordnung. – Heute ist das römische Recht festgeschrieben.

Diese wichtigen Zusammenhänge werden allgemein ignoriert. Die Machtverhältnisse lassen die Vernunft nicht zu. Schon im „Dritten Reich“ wäre es möglich gewesen, sich darauf zu besinnen. Statt „Lebensraum“ im Osten zu fordern, wäre ein ökonomisch-vegetarisches Programm revolutionär-menschlich und vor allem realisierbar gewesen. Stattdessen hat man mit dem größten Grundbesitzer konkordiert, mit der römisch-katholischen Kirche. – Die Zeit nach den Kriegen ist erstrecht nicht an einer Bodenreform interessiert. Auch die politisch „Grünen“ ignorieren das gerechteste und gesündeste Wirtschaftssystem. Und wie steht es um die Frauenbewegung, die doch allen Grund hätte, natürliche Lebensgrundlagen zu fordern? Abgesehen von speziellen Forderungen der Frauen (z.B. das Recht auf Abtreibung ungeborenen Lebens) eifern die meisten Frauen nur den Männern nach und fördern damit den allgemeinen Irrsinn. Es geht ihnen um Geld und um Karriere. Es ist die volle Machtentfaltung der Männerbünde, die inzwischen alle Einrichtungen beherrschen, wo Geld gemacht wird, notfalls auch mit Hilfe der Frauen. Wir leben in einer Diktatur des Geldes !

Literatur:

1) Walter Sommer „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung, 1972, 512 S., Bezug hier (DM 52,50) 2) Karlheinz Baumgartl „Der erste Schritt aus dem Teufelskreis“, 1978, 41 S. (Kurzfassung von oben) 3) Infos 22, 30, 31, 32, alles hier zu beziehen.

Über den Vegetarismus 1.Teil: Zur Wiederbelebung einer edlen Geisteshaltung

Der Vegetarismus befaßt sich mit der Ernährung des Menschen, mit dem Essen. „Essen“ (lat. „essentia“) bedeutet „das Wesentliche“. Dieses Wesentliche wirkt auf das menschliche Individuum. Das Wort „Individuum“ (lat.) bedeutet „das Unteilbare“. Der Mensch besteht aus der untrennbaren Einheit von Geist, Körper und Seele.

 

Das Essen – das Wesentliche – wirkt auf diese untrennbare Einheit von Geist-Körper-Seele und gestaltet diese. Das gute Essen (die naturgemäße Nahrung) wirkt sich im guten Sinne auf diese Einheit aus, das schlechte Essen (die verfälschte Nahrung) im schlechten Sinne. Wir alle sehen wohl die Denaturierung des K ö r p e r s bei falscher Ernährung an den durch leidende Patienten überfüllten Arztpraxen und den vielen Krankenhäusern. Wir erkennen auch, daß auch die nicht-akut-kranke Bevölkerung alles andere als gesund ist, weil sie sich unrichtig ernährt. Wir erkennen deutlich, daß der Mensch, „das göttliche Wesen“, vor- und frühzeitig unter unsagbaren Qualen zusammenbricht.

 

Jährlich sterben in unserem Land ca. 700.000 Menschen an Krankheiten, Millionen sind auf dem besten Weg dorthin. Das sehen wir deutlich. Aber wir beachten unzureichend die Folgen naturwidriger Ernährung in der Denaturierung an Geist und Seele. Wir erkennen nicht das ganze Ausmaß der Schädigung, weil uns die Richtlinien (Vorbilder) fehlen. Die Norm ist heute das Verrückte (das vom Natürlichen Abgerückte) und das Verrückte gilt als normal (z.B. die landesübliche Ernährung). Derjenige, der den Dingen auf den Grund geht (an die Wurzel, lat. radix), gilt als „radikal“ im Sinne von gesellschaftsfeindlich. Diese Abwertung erschwert den Dialog mit den Menschen und hindert, das ganze Ausmaß des Schadens an Geist und Seele zu erfassen.

 

Deshalb müssen wir uns künftig mehr und gründliche Gedanken machen über das Urgesetz der natürlichen Ernährung und über die durch die Abweichung von dieser Norm bedingten Schäden. Wir erhalten damit nicht nur die Antwort auf die Frage nach dem Grund des Übels in der Welt, sondern auch das Mittel in die Hand, die Folgen (Mißstände) naturwidriger Verhaltensweisen zumindest in unserem Wirkungsbereich abzubauen oder zu verhindern. Genau in dem Maß, wie es gelingt, uns wieder naturgemäß (also „gottgewollt“) zu verhalten, verbessern wir die Verhältnisse in und um uns. Aber in dem Maß, als uns dies nicht gelingt, werden wir weiter belastet mit Leid und Elend, ausgehend vom Körper über die Seele und den Geist mit Unfreiheit und Versklavung. Die Sache ist also lebenswichtig. Sie entscheidet über die Qualität unseres künftigen Lebens. Der ganze Sachverhalt zielt auf eine (Er-)Lösung des Menschen von unwürdigen Verhältnissen. An erster Stelle dieses Aufgabenbereiches steht die schrittweise Verbesserung unserer bisherigen Lebensweise. Wir fragen nach den Voraussetzungen des reinen Vegetarismus‘ und gehen den Weg an die Wurzel dieser edlen Geistesrichtung.

 

Die meisten Vegetarier übersetzen das Wort „vegetarisch“ mit „pflanzlich“ und entwerten damit die Bedeutung des Wortes, als sie die „lacto-vegetabile“ Ernährungsweise (Milch, Sahne, Joghurt, Käse, Butter u.a.) zur vegetarischen Ernährung zählen, obwohl das keine Pflanzen sind. Besonders die Reformhäuser sind sofort dabei, ihr Sortiment für die Kundschaft zu erweitern. Aber das Wort „vegetarisch“ bedeutet mehr. Es kommt von „vegetabilis“ (lat.) und bedeutet „belebend“. Nach der Ursprache bedeutet die „ve“-Silbe Zeugung nach dem Gesetz der Lebensschaffung. Die Silbe „ge“ deutet auf das Ge-setz, die Silbe „ta“ auf die Durchführung in der Tat: die Ve-ge-tat. Sind die heute im breiten Vegetariertum üblich gewordenen Milchprodukte und gekochten Gemüse belebend im Sinne des Urgesetzes?

Unser Sonnensystem entstand einst aus der Kraft des Universums. Im Laufe von Milliarden Jahren bildeten sich aus Gas und Staub unsere Erde und darauf die biologische Substanz. Hieraus erwuchs das menschliche Leben, das Gefühlsleben und das Bewußtsein. Die Vorbedingungen dafür sind die Sonne und die in der Erdrinde potentiell enthaltene Energie, die in den Erdkristallen gespeicherte Sonnenkraft. Alle die Kristalle der Gesteine und Erden sind gebunden durch gewaltige Energien. Das organische Leben macht sich diese gebundenen Kräfte zunutze durch deren Lösung in der Pflanze. In dem Augenblick, als in der Evolution aus dem Blattgrünfarbstoff (Chlorophyll) die Kohlendioxidspaltung in Kohlenstoff und Sauerstoff erfolgte, begann das organisch-biologische Leben und konnte sich auf dieser Grundlage weiterentwickeln. Das grüne Blatt ist daher die Grundlage allen biologischen Lebens. Das Chlorophyll wandelt die Kohlensäure der Luft in kohlenstoffhaltige, organische Verbindungen.

Dem räumlich entgegen wirkt die Wurzel aus dem Erdreich. Das Erdreich besteht aus verwitterten, wasserunlöslichen Gesteinen und Mineralien, ferner aus zerfallenen Pflanzenresten, in denen Bakterien und Viren wirken. Auch diese leben (indirekt) vom Blattgrünfarbstoff. Sie lösen die Pflanzenreste wieder in ihre Grundbestandteile auf. Die Wurzeln nehmen nicht nur diese Grundbestandteile der zerfallenen Pflanzenreste, sondern auch die Mineralien aus den Gesteinen der Erde auf. Wir sehen, daß die Pflanze hier einen doppelten Säftestrom entwickelt. Aus der Wurzel kommen die erdigen Mineralstoffe nach oben, während vom Blattwerk der für die organischen Verbindungen nötige Kohlenstoff aus der Luft geholt wird. Dabei absorbiert das Chlorophyll die aufbauende R o t -strahlung des Sonnenlichtes (deshalb erscheinen die Blätter in der Komplementärfarbe grün) und baut diese Energie in den Pflanzenorganismus ein. Hier werden die Kräfte der Sonne in die Pflanze gebunden. Was die Pflanze hieraus aufbaut, nämlich den organisch-lebendigen Einbau der Mineralien, der Zucker- und Eiweißstoffe, der Vitamine, das wird im menschlichen Körper im Vorgang des Stoffwechselns abgebaut und verwertet. In diesem Stoffwechsel soll und muß die in der Pflanze eingebaute Sonnenkraft freiwerden. Sie ergibt die eigentliche Lebenskraft. Es ist tatsächlich so, daß die Sonne aus den Gesteinen der Erde das Leben, das Gefühl und das Bewußtsein herausholt. Dies ist aber aufgrund der feinstofflichen, organisch-physiologischen, äußerst komplizierten Vorgänge streng an den natürlichen Kreislauf des Urgesetzes gebunden.

Und so wie sich jede Pflanze zur eigenen Erhaltung und Weiterentwicklung ihre Stoffe aus dem Boden und aus der Luft holt, so muß jedes tierische und menschliche Wesen seine Stoffe aus dem Boden und aus der Luft holen. Die Gesetze gelten genauso für die Vorgänge im menschlichen Körper. Das Merkmal der Pflanze ist der Austausch des Stoffwechsels und seiner Erzeugnisse zwischen Wurzel- und Blattwerk. Entsprechende Vorgänge haben wir auch im menschlichen Körper: die Aufnahme der Nahrung und die Verarbeitung im Magen- und Darmbereich und die Aufnahme der Luft durch die Lungen entsprechen dem Wurzelwerk der Pflanze, die Lungen der Blätterkrone. Der menschliche Organismus ist eine Abbildung der Natur. Die natürliche Grundlage der menschlichen Entwicklung ist daher das grüne Blatt und wird ergänzt durch das Wurzelgemüse, ferner durch Früchte und Nüsse aller Art.

Sicher nährte sich der Mensch in seiner langen Vergangenheit rohpflanzlich (vegetabil). Seine biologische Entwicklung läßt dies zweifelsfrei erkennen. Die menschlichen Organe sind von vornherein nur auf die Umwandlung von vegetabiler Kost eingerichtet, auf die Verarbeitung von Obst, Gemüsen, Kräutern, Wurzeln, Samen im Naturzustand. Die meisten Menschen neigen dazu, den Stand der Technik zu überschätzen und bejubeln jede Neuheit als Fortschritt. Deshalb gehen diese auch von der Meinung aus, daß mittels Feuer erhitzte Nahrungsmittel eine Verbesserung und eine Errungenschaft der Zivilisation zu höherem Leben seien. Das aber ist ein verhängnisvoller Irrglaube ! Sie übersehen, daß die Menschen in vorgeschichtlicher Zeit in vollkommener Naturverbundenheit gelebt haben und daß ihnen deshalb nichts gefehlt hat, was sie zum Leben und zu ihrem Glück brauchten. Sie lebten tatsächlich im Paradies. Die alten Schriften, die Märchen, die Genesis (z.B. Gen. I.1.) u.a. beschreiben diesen Urzustand und erinnern an diesen ursprünglichen Frieden. Es wird hierin immer wieder die pflanzliche Rohkost hervorgehoben.

Solange die Menschen das Feuer nicht kannten, waren sie ja auch gezwungen von dem zu leben, was die Natur hervorbrachte. Erst mit der Nutzbarmachung des Feuers setzte die verhängnisvolle Entwicklung ein. Denn mit dem Gebrauch des Feuers in ihrem täglichen Leben fanden sie Geschmack an neuartigen Zubereitungen der Nahrung. Durch die Feuershitze werden aber die lebensentwickelnden und kraftentfaltenden Enzyme (Fermente) zerstört. Diese empfindlichen Eiweißgebilde gerinnen (denaturieren) bei Temperaturen über 42 Grad Celsius. Die biologische Aktivität erlischt, weil die gesamte in der Molekularstruktur gebundene Sonnenenergie aufgelöst wird. Erhitzte Samen keimen nicht mehr. Solche Nahrung belastet den Stoffwechsel im menschlichen Organismus. Außerdem werden durch die Hitzeeinwirkung die Aufbaustoffe wie Kalk, Magnesium, Natrium, Kalium u.a. aus ihrer organischen Bindung im Pflanzensaft herausgetrieben und zum Teil als schwerlösliche Substanzen ausgefällt. Die Stärketeilchen im Getreide und in den Wurzeln werden gesprengt und in Schleim und Kleister verwandelt, die als gärender und faulender Ballast auf Dauer die Gesundheit schädigen. Die Zellen erhalten artfremde Säfte zugeführt. Der Stoffaustausch im ganzen Organismus wird dadurch gestört. Erhitzte Nahrung kann deshalb niemals belebend sein. Ähnliches gilt auch für die Milchprodukte. Milch ist die Nahrung für Neugeborene. Käse ist Abfallprodukt. Eine Ernährung aus biologisch abgetöteten Pflanzen und Abfallprodukten ist eine erhebliche Abweichung von der ursprünglichen Lebensweise, die zu den genannten, schwerwiegenden Folgen einschließlich der Veränderung des Charakters führen. Menschlicher Irrsinn und die meisten Verbrechen sind auch Folgeerscheinungen aus der tiefgreifenden Persönlichkeitsveränderung. „Der Mensch ist, was er ißt“, ist kein seichtes Sprichwort, sondern eine tiefe Weisheit.

Zu unseren tiefergehenden Fragen nach der naturgemäßen Lebensweise gehört untrennbar die Forderung nach einem Gartenland, aus dem wir weitgehend eigene Nahrungsmittel produzieren. WALTER SOMMER (1887-1985) hat auf diese Notwendigkeit in seinen Schriften immer wieder hingewiesen. Es geht dabei nicht in erster Linie um den finanziellen Nutzen hieraus, sondern daß wir durch die tägliche Gartenarbeit uns dauernd mit lebender Substanz befassen und uns ganz allmählich in eine tiefere Naturverbundenheit entwickeln, eine Naturverbundenheit, von der selbst der vegetarisch lebende Städter keine Ahnung hat. Zudem lösen wir uns schrittweise von den verfälschten Produkten einer gewinnsüchtigen Industrie und werden freier. Die Verbesserung unserer Nahrung ist nur der erste Schritt aus dem Teufelskreis. Die isoliert betriebene Ernährungsumstellung bleibt aber eine halbe Sache ohne eigenes Gartenland. Dies ist das große Ziel: der eigene Garten. Unsere hieraus allmählich erwachsende Freiheit läßt die Seele und den Geist in bisher ungeahnter Weise entfalten, und alle Probleme sind leichter zu bewältigen. Das ist der Weg zu einem höheren Menschtum.

Literatur

1) Walter Sommer „Das Urgesetz der Natürlichen Ernährung“ 512 Seiten, DM 52,50. Bezug hier 2) Karlheinz Baumgartl „Der erste Schritt aus dem Teufelskreis“- Gedanken zur Lebensschulung nach Walter Sommer, Broschüre mit 48 Seiten

Herd aus, Salat rein! – Sonst noch Fragen zur Rohkost?

Mark WeilandSeit seinem ersten Rohkost-Start mit 16 Jahren hat Mark Weiland sich intensiv mit der natürlichen Ernährung und Lebensweise auseinandergesetzt: Bücher, Vorträge, Gespräche, Filme, ja sogar ein Medizinstudium und eine Ausbildung als Ernährungsberater. Aber es sind noch immer Fragen offen. Es scheint nicht so einfach zu sein. Nur den Herd aus zu lassen, Grünzeugs zu futtern oder nur ein Buch als Ernährungsbibel auf den Hausaltar zu stellen – all das genügt nicht.

„Als ich vor drei Jahren mal wieder mit der Rohkost begonnen und viele Menschen aus der ‘Szene’ kennengelernt habe, wurde mir eines klar: Ich wusste noch nicht alles über gesunde Ernährung.“ Es gibt sogar viele widersprüchliche Meinungen, z. B.:

→ Grüne Smoothies sind gesund – Grüne Smoothies sind schlecht für Verdauung und ZähneSüßgras
→ vegane Rohkost ist reichhaltig an allen Nährstoffen – vegane Rohköstler brauchen Nahrungsergänzungsmittel, z. B. Vitamin B12
→ Jeder kann eine 100%ige Rohkosternährung vertragen – Nicht jeder Körpertyp verträgt 100% Rohes.
→ Gourmetrohkost ist die Rettung vor sozialer Vereinsamung – Gourmetrohkost macht auf Dauer krank
Und vieles mehr… Wer soll da noch durchblicken? Aber was können wir tun, um Klarheit für uns zu schaffen?

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Jeder hat eine eigene Konstitution, eine eigene Krankheitsgeschichte, es gibt individuell unterschiedliche Belastungen und liebgewonnene Gewohnheiten und geheime Süchte…
Sollte es da nicht auch für jeden einen anderen Weg zu einer naturbelassenen Ernährungsform geben?
RohkostpralinenDie Antwort ist: ja. Es gibt jedoch ein paar Regeln aus der Natur, die für alle gelten: So naturbelassen wie möglich essen, ist eine davon, eine andere: So viel Wildkräuter und Gemüse wie möglich, soviel Obst wie nötig. Aber den Weg und die Geschwindigkeit dürfen Sie selbst bestimmen und Ihrer Situation entsprechend gestalten.
Wir leben heute in einer großartigen Zeit, in der es eine sehr starke Bewegung „vorwärts zur Natur“ gibt. Daher haben Sie die Möglichkeit, sich gut zu informieren. Und das ist sehr wichtig. Nehmen Sie sich mehrere Bücher von alten und neuen Autoren zu Rate, schauen Sie sich Vorträge an, lernen Sie wieder auf Ihren Körper und Ihr Herz zu hören und stellen Sie allen kritische Fragen. So finden Sie Ihren Weg.
Auf unserem neuen Internet-Portal www.weiland-wissen.de finden Sie ebenfalls zahlreiche Vorträge, eBooks und Filme über Rohkost und Gesundheit. Zwei wichtige Beiträge dort sind:Großes Berliner Gesundheitsseminar 2013
1. Petra Birr: „Häufige Fehler beim Start mit der Rohkost“. Die Selbstreinigungskräfte des Körpers unterstützen: Morgens nüchtern Wasser trinken, 30 Minuten später grüne Mineralerde in Wasser gelöst trinken und nach weiteren 30 Minuten 3 – 5 Plättchen Kassia Fistula (z. B. von Orkos) lutschen.
2. Maria Kageaki: „Geheimtipps für gesunde Zähne“. Wer bereits Karies hat sollte oxalsäurehaltige Nahrungsmittel meiden: Sauerampfer, Rote Beete, Spinat, Rhabarber, Sauerklee, Rote Beete, Mangold, Kakao…
Und Mark Weilands persönlicher Tipp: „Essen sie täglich Wildkräuter und grünes Gemüse, so werden Sie Ihre süßen Süchte fast von selbst los, ohne das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen.“

Warm, satt und glücklich: Rohkost im Winter

„Etwas Warmes braucht der Mensch!“, sagt man. Doch Möhren, Äpfel und Salat? Das wärmt doch nicht und satt wird man davon wohl kaum. Erfriert man also mit Rohkost im Winter? Die Antwort ist einfach: nein. Denn die Temperatur des Essens hat rein gar nichts mit der Körpertemperatur zu tun. Allein die in der Nahrung enthaltene biochemische Energie wird über den Stoffwechsel in warme Hände und Füße umgewandelt. Ob diese Energie kalt oder warm zugeführt wird, spielt dabei keine Rolle. Die gespeicherte Sonnenenergie wird über die ATP1-Spaltung zu Körperwärme. Gekochtes, Milchprodukte, Getreide, Fleisch usw. im Körper zu verarbeiten, verbraucht sogar viel Energie. Denn es findet durch den Verzehr von erhitztem Eiweiß, ganz gleich, ob tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, eine Immunreaktion mit Anstieg der Körpertemperatur statt. Die durch das Erhitzen neu entstandenen und denaturierten Stoffe sind für diese Verdauungsleukozytose, also für die Vermehrung der weißen Blutkörperchen = Immunreaktion, verantwortlich. Denn auf diese neuen Substanzen im Essen hat sich das Immunsystem evolutionär nicht angepasst. Bei Rohkost tritt dieses Phänomen nicht auf. Wer also Gekochtes ist, muss um Energieverlust fürchten! So ist Rohkost im Winter eine wohltuende, energiespendende Angelegenheit.

Lebendiger Speiseplan

 

Als wärmendes Gemüse können Sie Wurzelgemüse wie Süßkartoffeln, Möhren, Sellerie, Rote Beete und Kohl essen. Blattgrün, wie Feldsalat, Spinat, besser noch: winterliche Wildkräuter2 wie Moose3, Winterportulak, Nelkenwurz, Vogelmiere, Gundermann, Klee, Süßgras, Brombeerblätter, Gold- und Taubnessel sättigen und liefern enorm viel Eiweiß und Mineralstoffe. Bewährt sind Salate mit zweierlei Gemüsen, solche, die über der Erde wachsen wie Blattgrün, Kohlrabi, Gurken usw. und „unterirdische“ Sorten wie Möhren, Sellerie und Topinambur.

Nüsse, über Nacht eingeweicht, sind sättigend und gehaltvoll (keine Angst: Fett macht nicht fett!4), dickflüssig gelöffelte grüne Smoothies mit Wildkräutern, Karottengrün, Spinat, Mangold und etwas Äpfel oder Birnen sind ein wunderbarer Alternativpudding.
Sprossen, Weizen-, Gersten- und Kamutgrassäfte sind die besten Energie- und Nährstofflieferanten. Sie sind pure Sonnenenergie und helfen, die süßen Gelüste abzulegen – und zwar ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.
Mit den wärmenden Gewürzen Zimt, Ingwer, Chili, Pfeffer, Muskatnuss, Vanille und Kardamon verzaubern Sie Ihre Salate, Smoothies und liebe Mitmenschen in der Winterzeit.

Fermentierte Lebensmittel wie veganer Nusskäse, Gedörrtes wie Rohkost-Brote und -Kräcker geben viel Wärme und vermindern Heißhunger auf Milchprodukte und Getreidegerichte. Eine auf 40°C erwärmte Kürbissuppe knüpft an das Gefühl einer warmen Mahlzeit an.

Tipp: Besonders im Winter wenig Südfrüchte und Trockenobst essen, denn beides hat eine kühlende Wirkung. Bereits 50 Gramm Vogelmiere entsprechen in etwa dem Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen, noch besser sind frische Hagebutten und Sanddornbeeren.

Wildkraeuterfruehstueck_Sanddorn_01_Mark_Weiland

Mehr als Essen: Über den Speiseplan hinaus können Sie sich mit weiteren Maßnahmen nachhaltig wärmen: barfuß durch den Schnee laufen, kalt duschen, regelmäßig und ausreichend schlafen, am besten bei geöffnetem Fenster, bewusst essen, viel kauen und täglich Sport treiben, am besten an frischer Winterluft.

Seelennahrung zuführen: Es ist aber vor allem das Verlangen nach Geborgenheit, weshalb wir an kalten Tagen warme Speisen vorziehen. Statt auf die Ersatzbefriedigung sollten Sie besser auf das Seelennahrungs-Original setzen: Liebe leben, Freundschaften pflegen, sich Zeit für die Familie nehmen, Ruhe genießen, Spaziergänge in der Natur machen, tanzen, lesen, Kunst und Musik gestalten.

Mark Weiland


1 =Adenosintriphosphat, ein biochemischer Energiespeicher
2 Wildkräuterwanderungen gibt es im Winter von Heidemarie Fritzsche und Mark Weiland
3 Bei den rund 25.000 Moos-Arten wurden bisher noch keine giftigen entdeckt.
4 Körperfett wird nicht aus dem Fett in der Nahrung aufgebaut, sondern aus Kohlenhydraten.


Opium fürs Volk Teil 3: Zucker – Widerstand zwecklos?

Zucker ist lebensnotwendig und ein wichtiger Energielieferant, ganz besonders für unser Gehirn. Zucker trägt aber auch maßgeblich zu Karies, Akne, Übergewicht, Diabetes Typ II, Knochenerkrankungen, Depression, Hyperaktivität, Angstzuständen, Schlafstörungen usw. bei und macht süchtig. Wie kann die Natur nur solch einen Widerspruch hervorbringen? Erst einmal: Zucker ist etwas ganz Natürliches – gespeicherte Sonnenenergie. Pflanzen wandeln Sonnenlicht, CO2 und Wasser mittels der Photosynthese in Zucker um. Des weiteren verwandeln sie die anorganischen Mineralstoffe und Spurenelemente aus der Erde in organische Verbindungen und stellen Vitamine und Enzyme her, die für unseren Zuckerstoffwechsel wichtig sind. Mutter Natur hat eben mitgedacht.

Zucker_Herz_ErdbeereBei der industriellen Herstellung von ­Zucker hingegen entsteht ein chemisch reines Isolat, frei von diesen physiologischen Wirkstoffen. Durch den Verzehr von isolierten Kohlenhydraten wie Haushalts-, Frucht-, Trauben-, Milch- und Vollrohrzucker, Weißmehl, Sirup, Fruchtsäften usw. setzen wir eine ganze Kettenreaktion an Problemen in Gang: Kalzium- und Vitamin-B-Entzug, Darmflorastörungen, Bauchspeicheldrüsenreizung, Dopaminausschüttung, schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels, vorzeitige Geschlechtsreifung1 u. v. a. m.

Zucker belohnt ohne Leistung

Der Verzehr von Zucker aktiviert zudem das Belohnungssystem im Gehirn. Es reagiert genauso wie bei Alkohol, Heroin oder anderen Drogen und schüttet den Botenstoff Dopamin aus. Das Hormonsystem wird dabei in einen Zustand ständiger Überreizung versetzt. Und ein hoher Zuckerkonsum hat auf Dauer sogar molekulare Umbauten an den Synapsen2 zur Folge. Das Gehirn wird also ganz auf Zucker eingestellt. Auch das schnelle Absenken des Blutzuckerspiegels unter den Ausgangswert ruft ein suchtähnliches Verlangen nach dem Zucker hervor.3 Die begleitenden biochemischen Mechanismen sind die Basis des Suchtverhaltens.

Die Zuckersucht wird jedoch nur in Verbindung mit Industriezucker und isolierten Kohlenhydraten ausgelöst. Mit einer Banane passiert das nicht. Wer jedoch bereits aufgrund seiner bisherigen süßen Genusses süchtig nach Zucker ist und dann seine Ernährung teils oder ganz auf Rohkost umstellt, befriedigt seine Sucht oft weiterhin und ohne es zu wissen mit Agavensirup, Kokosblütenzucker, Honig und/oder einem Übermaß an Trockenfrüchten. Auch diese Produkte sind nicht mehr naturbelassen, sondern verarbeitet und in Bezug auf Zucker schon mehr oder weniger stark konzentriert. Darmflora und Insulinspiegel reagieren darauf ähnlich wie auf anderen Zucker.

Ein Nebenprodukt des Zuckerkonsums ist übrigens die alkoholische Gärung, die Entstehung von Alkohol im Darm. Na, dann Prost!

Untermieter mögen’s süß

Während allein der meist in der Kindheit durch Bonbons und Schokolade erlernte Belohnungs-Mechanismus durch den Industriezucker ausreicht, um zum Wiederholungstäter zu werden, gibt es noch eine andere Ursache für das süße Verlangen.

sugar-cube-258116_640Füttern wir unsere in Blut und Darm lebenden Mikroorganismen mit Industriezucker, Fleisch, Alkohol usw., wachsen und gedeihen Bakterien und Pilze, die uns schaden und die natürliche Darmflora verdrängen. Und mehr noch: Diese „Untermieter“ erschaffen einen Nährboden für Viren, Bakterien, Prionen (organische Gifte mit virusähnlichen Eigenschaften), Parasiten und andere Erreger4 und lösen ein Verlangen – zum Beispiel nach Süßem – aus, da sie sich in diesem Umfeld am besten vermehren können. Widerstand zwecklos? Natürlich gibt es Abhilfe, unter anderem mit Hilfe einer natürlichen Ernährung ohne Industrieprodukte.

Tipp: Drei Zutaten habe ich gebraucht, um mich von der Zuckersucht zu befreien: 1. die Entscheidung, gesünder leben zu wollen, 2. die Disziplin, besonders am Anfang, nicht in alte Gewohnheiten zurückzufallen, und besonders 3. jeden Tag reichlich Blattgrün in Form von Wildkräutern, grünen Salaten und grünen Smoothies. Da lässt man schon nach kurzer Zeit die Schokolade einfach links liegen, ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Wohl bekomm’s!

 


Quellen:

1 Bruker, S. 168f
2 Umschaltstellen zwischen zwei Nervenzellen
3 Ziegler, S. 23
4 Müller-Burzler, S. 342f

Opium für’s Volk – Teil 1: Getreide: Unser täglich Brot, eine Droge?

bread-230134_640Zum Sattwerden reichen eigentlich Linsen, Kohl und Karotten völlig aus. Was aber füllt unsere Einkaufswagen wirklich? Nudeln, Brot, Wurst, Käse und Schokolade. Die Abkehr von einer gesund-natürlichen Ernährung ist allerdings keine neuzeitliche Erscheinung. Eine erste Veränderung der Nahrungsmittelzusammenstellung beim Menschen gab es bereits vor 10.000 Jahren mit Beginn der Sesshaftigkeit1: Statt Früchten, Nüssen, Gemüse, Wildkräutern, Wurzeln, Knollen und mancherorts auch Fleiscereals-98256_640ch übernahm nun das neu angebaute Getreide die Herrschaft über den steinzeitlichen Speisezettel. Was aber hatte das Getreide den Menschen Besonderes zu bieten? Die überraschende Antwort: Es macht nicht nur satt, sondern auch glücklich – weil es eine Droge ist. Das Gluten im Getreide, das Klebereiweiß, ist ein sogenanntes Exomorphin, ein waschechtes Opiat mit Suchtpotential. Diese Stoffe gleichen körpereigenen Substanzen, den Endorphinen (zum Beispiel Serotonin), die für Glücksgefühle und Schmerzlinderung vom Körper ausgeschüttet werden, beispielsweise bei Verletzungen, Extremsport und beim Fasten2. Gluten macht uns glücklich, entspannt und zufrieden, wirkt frust- und angstlösend und lässt eine angenehme Schläfrigkeit aufkommen. Wer kann da schon widerstehen?

Pharmakologisches Trostpflaster

Wie auch der Reis beglücken uns Getreidespeisen als pharmakologisches Trostpflaster beifood-4509_640körperlichem und seelischem Schmerz, so die Ernährungswissenschaftlerin Andrea Fock3. Zugleich ist die abhängig machende Wirkung der Exorphine als Sucht auf Brot und Pasta spürbar. Da bekommt der „gläubige“ Wunsch „Unser täglich Brot gib uns heute“ eine völlig neue Bedeutung.
Die „Droge“ macht nicht nur süchtig, sondern hat auch gesundheitliche Folgen. Das Enzym Amylase im Mundspeichel verwandelt die Stärkemoleküle von Schrippen und Gebäck in Einfachzucker. Der durch die Erhitzung beim Backen und Kochen entstandene Getreide-Kleister wird jedoch kaum noch ­verwandelt. Im Magen und Darm entstehen dann  durch die Gärung Kohlensäure und Alkohol. Die Folgen sind Kopfdruck, Schmerzen, Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut und Beeinträchtigung von Hirn- und Nerventätigkeit.

Instinktumgehung

bread-83242_640Nur: Warum schmeckt uns das, was uns so schadet, so unverschämt lecker? Das hängt vermutlich mit der primär positiven psychischen Wirkung zusammen. Was uns glücklich macht, das schmeckt auch gut, weil unsere Suchtstruktur „Nachschub“ haben will und uns dann clever einen Wohlgeschmack vorgaukelt. Unser Instinkt wird dabei nicht nur psychisch ausgetrickst, sondern kann auch auf der rein materiellen Ebene gekochte oder gebackene Getreideprodukte nicht als schädlich erkennen, weil durch die Erhitzung auf über 42°C die Molekülstrukturen verändert werden. Durch diese Veränderung entstehen teilweise völlig neue Stoffe, an die der menschliche Stoffwechsel sich im Laufe der letzten 10.000 Jahre – eine relativ kurze Zeit für die Evolution – noch nicht hat anpassen können.

Tipp: Probieren Sie einfach mal Brot aus Eicheln, Quinoa-Bananen-Pudding oder die Gourmet-Zucchini-Spaghetti von Boris Lauser (DVD „Die leckeren 12“ Teil 2).

„Flüssiges Glück“
(im Selbstversuch mehrfach getestet …)

70 g Cashewkerne in Rohkostqualität, z. B. von Keimling
3 Medjohl-Datteln in Rohkostqualität, z. B. von Keimling
1 gehäufter TL Bourbonvanille
0,5 l Wasser
zum Veredeln:
ein kleines Stück frischen Ingwers
1-2 EL Kokosmus von Dr. Goerg

In den Mixer. Mixen. Fertig. Lecker.
Genießen Sie es in Glückseligkeit


Quellen:
1 = Neolithische Revolution
2 Fasteneuphorie ist eine Folge von Endorphin-ausschüttung und nicht von Entschlackung.
3 EU.L.E.n-Spiegel, 6/2008 1/2009

Weiterführende Literatur:

Dr. med. Max Otto Bruker: Der Murks mit der Milch
Dr. Lutz: Leben ohne Brot
EU.L.E.n-Spiegel, Ausgabe 6/2008 1/2009
Guy-Claude Burger: Die Rohkosttherapie
Greg Wadley u. Angus Martin: Die Ursprünge der Landwirtschaft – Eine biologische Sichtweise und eine neue Hypothese, Australian Biologist, 1993

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Opium fürs Volk Teil 2 – Die Milch macht’s! Eine Milchmädchenrechnung?

Trinken Sie gern Mich? Kennen Sie den Jieper auf würzigen Käse? Läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen, wenn Sie an einen käseüberbackenen Auflauf denken? Sie werden überrascht sein, was hinter dieser Gier nach Milchprodukten steht.

Milch_01Bereits vor rund 8.000 Jahren, mit Beginn der Sesshaftigkeit1, haben Menschen nachweislich erstmals die Muttermilch anderer Spezies als Nahrung auf ihren Speisezettel gesetzt. Die Beliebtheit dieses Nahrungsmittels lag und liegt jedoch nicht nur im Sättigungswert: Wie das Getreide liefert die Muttermilch, auch die von Kühen, Ziegen, Schafen usw., ein Exomorphin – das Casomorphin. Es macht uns glücklich, entspannt und zufrieden, wirkt schmerzlindernd, frust- und angstlösend und lässt eine angenehme Schläfrigkeit aufkommen (Übrigens entsteht bei der Fleischfäulnis im Darm ebenfalls ein Exorphin, u. a. Xanthin2,3. Es ist dem Koffein und Nikotin verwandt, was die Suchtwirkung bei Fleischessern erklärt).

Von der Stillzeit bis zum Quarkjunkie

Das Wort „stillen“ beschreibt es also ganz richtig: Säuglinge werden mit Muttermilch beruhigt und oft schlafen sie gleich an der Mutterbrust ein. Auch wer als Erwachsener  Milchprodukte isst, genießt dabei das wohlige Gefühl des Geborgenseins. Entzugserscheinungen bei Drogenabhängigen lindert – dank des Casomorphins  – besonders Magerquark.4 Dem unbewussten Verlangen sei Dank!

Warum also darauf verzichten?

Dafür gibt es diverse Gründe: Während die Muttermilch ohne Luft- und Wärmezufuhr für den Aufbau des jungen Körpers  geeignet ist, kommt die artfremde Kuhmilch, ultrahocherhitzt, ­homogenisiert usw. mit  dem Luftsauerstoff in Berührung und hat kaum noch Enzyme, Vitamine oder organisch gebundene Mineralien.5 Nach dem Rohkostpionier Walter Sommer werden sogar folgende, angeblich unvermeidliche Kinderkrankheiten durch Milchkonsum verursacht: Milchschorf, Masern, Windpocken, Diphtherie, Scharlach, Pocken und Furunkulose.

Milch enthält Kalzium, ohne Zweifel. Und direkt der Mutterbrust entnommen, kommt der Nährwert natürlich voll zur Geltung. Das Kalzium der tierischen, also artfremden Milch wird allerdings von der in der Milch freiwerdenden Phosphorsäure gebunden, ja, Kalzium wird sogar dem menschlichen Körper noch entzogen, um diese Säure zu neutralisieren.6 Daher ist Milch ein Kalzium-Räuber und kein -Lieferant. Bei Milchkonsum steigt also das Osteoporoserisiko, auch Diabetes wird damit in Verbindung gebracht.

Des Weiteren ist zum Einbau von Kalzium in die Knochen Vitamin D notwendig. Während dieses Vitamin recht hitzestabil ist, reagiert es empfindlich auf Sauerstoff und Licht. Da Milch schon bei der Produktion mit dem Luftsauerstoff in Berührung kommt und im Milchshake oder anderen Zubereitungsarten nochmals eine „Sauerstoffdusche“ bekommt, sinkt der Gehalt an Vitamin D und trägt kaum zur Kalzium-Aufnahme bei.

Das Hervorheben dieses einen Mineralstoffs, des Kalziums, ist also nur ein Versuch der Milchwerbung, ein Alleinstellungsmerkmal zu erzeugen. In der Werbung bleiben allerdings die Wirkungslosigkeit des Milchkalziums und die schädliche Wirkung von artfremder und industriell verarbeiteter Milch – wenig erstaunlich – unerwähnt…french-cheese-217058_640

Fazit: Alles Käse! Milch schadet mehr, als dass sie nutzt. Sie macht abhängig und simuliert dabei frühkindliche Gefühle der Geborgenheit.

Tipp: Eine ganz einfache Milch-Alternative auf pflanzlicher Basis ist die Mandelmilch. Eine Handvoll Mandeln in Rohkostqualität, zum Beispiel von Keimling, auf einen halben bis ganzen Liter Wasser geben, mixen, fertig. Zum Süßen können Medjohl-Datteln in ­Rohkostqualität (auch von Keimling), Bananen oder anderes süßes Obst ­verwendet werden. Mit einem Teelöffel Bourbon-Vanille steigt der Glücksfaktor noch etwas mehr. Bon Appetit!

Mark Weiland


Quellen:
1 Greg Wadley u. Angus Martin: Die Ursprünge der Landwirtschaft
2 Urs Hochstrasser: Und wenn die Sucht uns heimsucht
3 Xanthin kommt auch in Wein, Kaffeebohnen, Kartoffeln, Teeblättern vor.
4 EU.L.E.n-Spiegel, Ausgabe 6/2008 1/2009
5+6 Walter Sommer: Die Milch als Ware