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Weiland-Wissen » Allgemeintitle_li=Ernährung Die unsichtbare Macht in uns
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Möge die Macht mit uns sein! Wenn wir Appetit auf etwas haben und wenn uns etwas gut schmeckt, dann braucht das unser Körper. Aber gilt das auch für Nutella, überbackenen Käse und gegrilltes Steak? Die Antwort auf diese Frage haben Sie als Leserin oder Leser bei WEILAND-WISSEN sicherlich schon. Viel interessanter finde ich die Frage: Inwieweit bestimmen wir selbst, mit unserem freien Willen, was wir essen. Können wir das überhaupt beeinflussen, sind wir unseren Instinkten unterlegen oder gar ganz anderen Mächten? Gibt es wie in den Kinofilmen „Star Wars“ eine dunkle und eine helle Seite dieser Macht?

Möge die Macht mit uns sein!
Wenn wir Appetit auf etwas haben und wenn uns etwas gut schmeckt, dann braucht das unser Körper. Aber gilt das auch für Nutella, überbackenen Käse und gegrilltes Steak? Die Antwort auf diese Frage haben Sie als Leserin oder Leser bei WEILAND-WISSEN sicherlich schon. Viel interessanter finde ich die Frage: Inwieweit bestimmen wir selbst, mit unserem freien Willen, was wir essen. Können wir das überhaupt beeinflussen, sind wir unseren Instinkten unterlegen oder gar ganz anderen Mächten? Gibt es wie in den Kinofilmen „Star Wars“ eine dunkle und eine helle Seite dieser Macht?

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Weltherrschaft in grün
Vor rund 3 Milliarden Jahren explodierte das Leben förmlich auf unserer Erde. Im Schutz des Wassers entstanden purpurfarbene Bakterien, die dem Ozean seine Farbe gaben. Damals war es nicht der blaue Planet, sondern der Purpurplanet. Erde_purpur_zu_blauTiefer unter der Wasseroberfläche, nutzte eine andere Bakterienart das übriggebliebene Lichtspektrum. Das Ergebnis: Sie waren grün. Aber nicht nur die Farbe unterschied diese Newcomer, genannt Cyanobakterien. Sie hatten eine Eigenschaft entwickelt, welche sie von 0 auf 100 an die Spitze der Weltherrschaft bringen sollten – bis heute: Sie wandelten unter Verbrauch von Kohlendioxyd und Wasser, beides reichlich vorhanden, Licht in biochemische Energie um. Als „Abfallprodukt“ dieser biochemischen Reaktion wurde Sauerstoff frei. Der Sauerstoff in der obersten Schicht der Erdatmosphäre reagierte mit der energiereichen Sonnenstrahlung zu Ozon und bildete somit einen wirksamen Schutz vor den UV-Strahlen. Nur aufgrund dieser sogenannten Photosynthese in den kleinen grünen Ur-Bakterien entstand eine Sauerstoffatmosphäre, Leben auf dem Land von der Amphibie über den Dinosaurier, die Insekten und Vögeln, bis hin zum Menschen. Natürlich waren sie auch die Vorfahren der Pflanzen, die noch heute mit den bakterienähnlichen Chloroplasten den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll zur Gewinnung von Sauerstoff und Herstellung von Zucker nutzen. Es waren diese unscheinbaren, mit menschlichem Auge nicht wahrnehmbaren Wesenheiten, welche dem ganzen Planeten grünes Leben einhauchten und ihn mit Sauerstoff durchfluteten.

Milieustudien: Das Milieu ist alles
Unsere Darmflora oder besser Darmmikroorganismengemeinschaft ist für uns so wichtig, wie die Chloroplasten für die grünen Pflanzen. Die unzählbaren Mikroorganismen in unserem Darm und in unserem Blut finden einerseits in uns ihren Lebensraum und ihre Daseinsberechtigung. Andererseits danken sie uns dies mit der Versorgung wichtiger Nährstoffe. Der Prominenteste davon ist das Vitamin B12.

koli-bacteria-123081Aber es gibt noch eine Vielzahl andere Funktionen:

Hilfe bei Verdauung und Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweßen1

Unterstützung des Immunmsystems
Versorgung mit den Vitaminen Pyridoxin, B12
2, Thiamin, Riboflavin und K

Versorgung der Darmepithelschicht mit Energie (Butyrat)

Anregung der Darmperistaltik

Herstellung kurzkettiger Fettsäuren (Butyrat, Essigsäure, Propionsäure)

Entgiftung von Xenobiotika

Herstellung von essentiellen Aminosäuren3

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Werden die Lebensbedingungen für diese „Großfamilie“ von uns optimal gestaltet, versorgt sie uns mit mehr, als wir und die heutige Wissenschaft zu glauben wagen. Doch wie kann dieses Gleichgewicht der Mächte und diese tiefe innere Freundschaft ins Wanken geraten? Die Antwort ist ganz einfach: Medikamente, Handystrahlung, Umweltgifte, Alkohol, Dogen, gekochtes Essen, Fleisch, Zucker, gehärtete Fette usw. sind weder gut noch böse, doch sie verschieben dieses symbiotische Gleichgewicht in ein Verhältnis zwischen Parasit und Wirt. Neue Mikroorganismen wie Pilze, Prionen, Parasiten und Bandwürmer finden nun einen geeigneten Nährboden, fühlen sich pudelwohl, verdrängen die hilfreichen Bakterien und erlangen die Vorherrschaft in unserem Körper. Wie eben schon Louis Pasteur sagte: „Die Mikrobe ist gar nichts, das Milieu ist alles.“

Prof. Dr. Günther Enderlein entdeckte 1916 neben den im Darm und Blut lebenden Bakterien auch sogenannte Protiten, Urkeime, aus denen sich verschiedene höhere und niedere krankmachende Darmpilzformen entwickeln können.5 Füttern wir diese Mikroorganismen mit Industriezucker, Fleisch, Alkohol, Medikamenten usw., wachsen und gedeihen sie. Und mehr noch: Sie erschaffen einen Nährboden für Viren, Bakterien, Prionen, Parasiten und andere Erreger6 und lösen ein Verlangen – z. B. nach Süßem oder nach Fleisch – aus, da sie sich in diesem Nährboden am besten fühlen. Widerstand zwecklos.

So wie die ersten sauerstoffbildenden Bakterien der Urmeere dem ganzen Planeten Leben eingehaucht haben, sind die Bakterien in uns ebenfalls überlebens-not-wendig. Alles steht und fällt mit ihnen. Daher ist ein jeder klug damit beraten, die Freundschaft dieses hilfreichen Lebensspenders und -erhalters gut zu pflegen und sie und sich gut natürlich zu ernähren.

Sind wir Fremdbestimmt?

Sie Leben davon, dass sie andere schaden, sie überlisten ihre Wirte mit immer neuen Tricks, sie verursachen Krankheiten, sie manipulieren das Verhalten von Tieren und treiben sie gar in den Freitod. Prof. Jaroslav Flegr, Evolutionsbiologe der Universität Prag, ist im Begriff den Nachweis darüber zu erbringen, wie Parasiten auch das Verhalten und Schicksal von Menschen beeinflussen können.

Neben Elephantiasis, Malaria, Leishmaniose und der Schlafkrankheit, Erkrankungen, die jährlich millionenfach zum Tod führen, schaffen es bestimmte Wechselparasiten ihre Wirte dahingehend zu beeinflussen, dass z. B. der Wirt gefressen wird und der Parasit den Wirt somit leicht wechseln kann. Die schafft der Parasit mit Hormonen durch deren Ausschüttung der Wirt risikofreudiger wird oder desorientierter, so dass ihn seine natürlichen Fraßfeinde als leichtere Beute erwischen können. Das erhöht die Paarungswahrscheinlichkeit und Verbreitung des Parasiten. Er sorgt somit für die Erschließung seines neuen Lebensraumes. Neulandgewinnung auf Kosten des Wirtes also. Beim Menschen werden durch sogenanntes Toxoplasmen7 ebenfalls Verhaltensveränderungen hervorgerufen: Infizierte Männer werden introvertierter, misstrauischer und risikobereiter. Sie sind eher dazu geneigt, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen hingegen wurden bei Toxoplasmose offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und befolgten mehr Regeln als zuvor.

Der Mensch hat jedoch noch andere Mittel der Verhaltenskontrolle entwickelt und wird inzwischen nur noch selten von Raubtieren gefressen, so dass es heute kaum sinnvoll für einen Parasiten erscheint, durch die hormongesteuerte Verhaltensänderungen beim Menschen seinen Wirt wechseln zu können. Möglicherweise stammt diese Strategie der Parasiten noch aus einer früheren Phase menschlichen Daseins.

Aber es gibt auch Würmer, Schweinepeitschenwürmer, die in der Medizin gegen Allergien zum Einsatz gebracht werden. Mikroorganismen und Parasiten können also auch ein Lehrmeister für unser Immunsystem sein. Sie pauschal als Feinde zu bezeichnen wäre falsch.

P. S.: Interessant fand ich, den Hinweis in dem Kinofilm „Star Wars Episode I“ auf die sogenannten Midi-Chlorianer als Träger der mystischen „Macht“. Es sind sind ebenfalls Mikroorganismen, die in Symbiose in den der Körperzellen leben und die Möglichkeit eröffnen, mit der „Macht“ in Kontakt zu treten. Dabei ist die Menge der vorhandenen Midi-Chlorianer dafür verantwortlich, in welchem Maße der Träger die Macht spüren kann. Sie werden vom Geisteszustand des Wirtes beeinflusst. Es ist ein naturwissenschaftlicher Erklärungsversuch von göttlicher Kraft. Wenn wir den Einfluß von Mikroorganismen auf unserer Erde und in unserem Körper bedenken, ist da vielleicht sogar etwas dran…

Tipp: Der Gesundheitslehrer Florian Sauer rät bei Parasiten- und Pilzbefall, diese ungebetenen Gäste eher vom Ausziehen zu überzeugen, statt sie – z. B. mit Medikamenten – zu bekämpfen. Dies gelingt, so Sauer, mit einer Milieuveränderung. Nehmen Sie den Parasiten ihre Lieblingsspeisen weg, also Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate, Alkohol, Fleisch, Wurst und Fisch usw. So werden sie geschwächt und können sich nicht mehr so gut festhalten. Neben diesem Nahrungsentzug für die Parasiten verzehre man reichlich grüne Nahrung, trinke Gemüse- und Wildkräutersäfte und verwende diese auch als Einlauf. Sehr gut wirken auch Flohsamenschalen und Chiasamen und schaffen einen guten Nährboden für rechtsdrehende Mikroorganismen. Das beste ist eine Saftfastenkur von mindestens 3 Wochen. Es entsteht dabei wieder eine eigene Peristaltik, welche die Parasiten aus den Taschen in den Darmzotten hervorlockt.Der ganzen Ernährungsumstellung wird am besten die Europadarmkur von Wolfgang Müller vorangestellt. Eine mentale Arbeit unterstützt die organischen Hilfen bei der Befreiung von Parasiten und Pilzen ebenso, wie auch basische Bäder. Besonders helfen diese Bäder bei Hefepilzinfektionen, denn diese Pilze leben in den ersten beiden Hautschichten, wie z. B. der Pityriasis versicolor und Candida albicans. Florian Sauer emfpiehlt Basenbäder mit einer Dauer von 3- 8 Stunden bei einer Wassertemperatur von 38 °C.

Depressionspatienten haben oft auch Parasitenbefall, weil auch seelisches Unwohlsein zu einem übersäuerten Milieu im Körper führen können, einer Basis für Pilze, Parasiten, Borelliose und vieles mehr. Im Darm spiegelt sich die Wechselseitigkeit von seelischen und körperlichen Einflüssen recht gut.

Medikamente bei der Pilzkur bewirken beim Darmpilz Candida albicans, dass er im Gehirn Sporen hinterläßt, durch die er dann jederzeit wiederkommen kann, sobald das Milieu wieder seinen Ansprüchen genügt.

Fazit
Psychosoziale Verlockungen, süße Süchte, Opiumverlangen naanatomy-160524ch Brot und Milch und dann noch eine Heerschar von Würmern, Parasiten und Pilzen. All das beeinflußt unser Verhalten, Denken und Fühlen. Sind wir da noch im Besitz unserer Selbstkontrolle? Wir trinken Milch, weil wir uns an die Geborgenheit von Mama erinnern, wir genießen Käsebrote aus dem selben Grund und die Schokolade, weil sie uns Glückseligkeit vermittelt. Ist es möglich aus diesem Teufelskreis zu entkommen? Ich behaupte: ja. Wir sind als Menschen keine passiven Reflexamöben, wir haben die Möglichkeit uns all dies bewusst zu machen und ebenfalls Strategien zu entwickeln, um uns daraus zu befreien. Ein paar praktische Tipps haben Sie heute dazu mit auf Ihren Weg bekommen.

Es lässt sich in alledem eine Kettenreaktion erkennen. Wir lernen ungesund zu essen und empfinden es als richtig und gut, nähren damit eine Mikroorganismengemeinschaft in unserem Körper, die uns eher schädigt als nährt und beseitigen mit Medikamenten auch noch den Rest der Symbionten in uns. Diese kleinen Lebewesen schüren wiederum das Verlangen nach diesen für uns unnatürlichen Nahrungsmitteln. Aber mit Darmreinigung, Fasten, Wildkräutern, Gemüse, basischen Bädern, viel Bewegung an frischer Luft, regelmäßig ausreichendem Schlaf, Sonnenbäder, Schwimmen und mentaler Fitness stehen die Signale auf Heilung, Wohlbefinden, Frieden und Befreiung von der Fremdbestimmung.

Fussnoten:

1 Rusch, S. 47

2 Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorgansimen gebildet, kein Tier und keine Pflanze ist dazu in der Lage. Neben den Darmbakterien gibt es z. B. auch den in der Samenschale der Sanddornfrucht symbiotisch lebenden Strahlenpilz Actinomycettes. Er produziert eine relativ hohe Konzentration an wirkungsaktivem Cobalamin. Siehe Luetjohann, S. 96

3 Bircher S. 44ff

4 Müller-Burzler, S. 385ff

5 Müller-Burzler, S. 342f

6 Müller-Burzler, S. 342f

7 Dies sind protozooische Parasiten: Toxoplasma gondii

Quellen und Empfehlungen

DVDs bei weiland-wissen.de:

  • Birgit Schönborn: „STRESS ICH – Busy-Food – Vom Stress und vom Essen im Berufsalltag“
  • Petra Birr: “Gewohnheit, Gesellschaft, Herdentrieb – psychosoziale Aspekte der Ernährung”
  • Petra Birr: “Häufige Fehler beim Start mit der Rohkost“
  • Andreas Vollmert: „Nackte Schokolade“
  • Urs Hochstrasser: „…und wenn die Sucht uns heimsucht“; DVD und Online-Video
  • Walter Sommer: „Die Milch als Ware/Brot- und Getreidespeisen“; Audio-CD
  • Maria Kageaki: „Geheimtipps für gesunde Zähne“ DVD und Online-Video
  • Walter Sommer: „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“ eBook und Buch
  • Veronika und Florian Sauer: „Schwermetallentgiftung und die Geschichte des basischen Badens“; Vortrag auf dem Erfurter Rohkosttag 2013, DVD

Weiterführende Literatur und Quellen

  • Dr. Ralph Bircher: Geheimarchiv der Ernährungslehre
  • Guy-Claude Burger: Die Rohkosttherapie
  • Henning Müller-Burzler: Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung
  • Dr. med. Max Otto Bruker: Der Murks mit der Milch
  • Dr. med. M. O. Bruker: Zucker, Zucker. Krank durch Fabrikzucker
  • EU.L.E.n-Spiegel, Ausgabe 6/2008 1/2009
  • Urs Hochstrasser: …und wenn die Sucht uns heimsucht. Vortrag beim Großen Berliner Gesundheitsseminar 2013
  • Sylvia Luetjohann: Sanddorn „Starke Frucht und heilsames Öl“
  • Greg Wadley u. Angus Martin: Die Ursprünge der Landwirtschaft – Eine biologische Sichtweise und eine neue Hypothese, Australian Biologist, 1993
  • Dr. Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot
  • Volker Rusch: Bakterien – Freunde oder Feinde
  • Walter Sommer: Die Milch als Ware (Vortrag auf Audio-CD)
  • Helmut Wandmaker: Willst Du gesund sein, vergiss den Kochtopf
  • Eugen Ziegler: Zucker – die süße Droge
  • W wie wissen. Zucker und Sucht, ARD-Sendung
  • Pflanzenwelten – Die heimliche Macht auf unserem Planeten. Dokumentarfilm der BBC, 2012
  • Parasiten – Quarks & Co, SWDR-endung vom 13. 10. 2009

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Mark Weiland

Mark Weiland

Mark Weiland ist veganer Rohköstler, hat Medizin studiert und eine Ausbildung zum Ernährungsberater hinter sich. Er ist Filmproduzent für alles, was mit Gesundheit und Naturverbundenheit zu tun hat: www.weiland-wissen.de  Zweimal wöchentlich bietet er im Schlosspark Charlottenburg das Wildkräuterfrühstück an. Mehr Infos dazu auf www.wildkräuterfrühstück.de. Kontakt unter Tel.: 030-85 40 00 27 oder mark.weiland@weiland-wissen.de,

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