Walnüsse
Weiland-Wissen » Allgemeintitle_li=Ernährung Warm, satt und glücklich: Rohkost im Winter

Erfriert man also mit Rohkost im Winter?

„Etwas Warmes braucht der Mensch!“, sagt man. Doch Möhren, Äpfel und Salat? Das wärmt doch nicht und satt wird man davon wohl kaum. Erfriert man also mit Rohkost im Winter? Die Antwort ist einfach: nein. Denn die Temperatur des Essens hat rein gar nichts mit der Körpertemperatur zu tun. Allein die in der Nahrung enthaltene biochemische Energie wird über den Stoffwechsel in warme Hände und Füße umgewandelt. Ob diese Energie kalt oder warm zugeführt wird, spielt dabei keine Rolle. Die gespeicherte Sonnenenergie wird über die ATP1-Spaltung zu Körperwärme. Gekochtes, Milchprodukte, Getreide, Fleisch usw. im Körper zu verarbeiten, verbraucht sogar viel Energie. Denn es findet durch den Verzehr von erhitztem Eiweiß, ganz gleich, ob tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, eine Immunreaktion mit Anstieg der Körpertemperatur statt. Die durch das Erhitzen neu entstandenen und denaturierten Stoffe sind für diese Verdauungsleukozytose, also für die Vermehrung der weißen Blutkörperchen = Immunreaktion, verantwortlich. Denn auf diese neuen Substanzen im Essen hat sich das Immunsystem evolutionär nicht angepasst. Bei Rohkost tritt dieses Phänomen nicht auf. Wer also Gekochtes ist, muss um Energieverlust fürchten! So ist Rohkost im Winter eine wohltuende, energiespendende Angelegenheit.

Lebendiger Speiseplan

 

Als wärmendes Gemüse können Sie Wurzelgemüse wie Süßkartoffeln, Möhren, Sellerie, Rote Beete und Kohl essen. Blattgrün, wie Feldsalat, Spinat, besser noch: winterliche Wildkräuter2 wie Moose3, Winterportulak, Nelkenwurz, Vogelmiere, Gundermann, Klee, Süßgras, Brombeerblätter, Gold- und Taubnessel sättigen und liefern enorm viel Eiweiß und Mineralstoffe. Bewährt sind Salate mit zweierlei Gemüsen, solche, die über der Erde wachsen wie Blattgrün, Kohlrabi, Gurken usw. und „unterirdische“ Sorten wie Möhren, Sellerie und Topinambur.

Nüsse, über Nacht eingeweicht, sind sättigend und gehaltvoll (keine Angst: Fett macht nicht fett!4), dickflüssig gelöffelte grüne Smoothies mit Wildkräutern, Karottengrün, Spinat, Mangold und etwas Äpfel oder Birnen sind ein wunderbarer Alternativpudding.
Sprossen, Weizen-, Gersten- und Kamutgrassäfte sind die besten Energie- und Nährstofflieferanten. Sie sind pure Sonnenenergie und helfen, die süßen Gelüste abzulegen – und zwar ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.
Mit den wärmenden Gewürzen Zimt, Ingwer, Chili, Pfeffer, Muskatnuss, Vanille und Kardamon verzaubern Sie Ihre Salate, Smoothies und liebe Mitmenschen in der Winterzeit.

Fermentierte Lebensmittel wie veganer Nusskäse, Gedörrtes wie Rohkost-Brote und -Kräcker geben viel Wärme und vermindern Heißhunger auf Milchprodukte und Getreidegerichte. Eine auf 40°C erwärmte Kürbissuppe knüpft an das Gefühl einer warmen Mahlzeit an.

Tipp: Besonders im Winter wenig Südfrüchte und Trockenobst essen, denn beides hat eine kühlende Wirkung. Bereits 50 Gramm Vogelmiere entsprechen in etwa dem Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen, noch besser sind frische Hagebutten und Sanddornbeeren.

Wildkraeuterfruehstueck_Sanddorn_01_Mark_Weiland

Mehr als Essen: Über den Speiseplan hinaus können Sie sich mit weiteren Maßnahmen nachhaltig wärmen: barfuß durch den Schnee laufen, kalt duschen, regelmäßig und ausreichend schlafen, am besten bei geöffnetem Fenster, bewusst essen, viel kauen und täglich Sport treiben, am besten an frischer Winterluft.

Seelennahrung zuführen: Es ist aber vor allem das Verlangen nach Geborgenheit, weshalb wir an kalten Tagen warme Speisen vorziehen. Statt auf die Ersatzbefriedigung sollten Sie besser auf das Seelennahrungs-Original setzen: Liebe leben, Freundschaften pflegen, sich Zeit für die Familie nehmen, Ruhe genießen, Spaziergänge in der Natur machen, tanzen, lesen, Kunst und Musik gestalten.

Mark Weiland


1 =Adenosintriphosphat, ein biochemischer Energiespeicher
2 Wildkräuterwanderungen gibt es im Winter von Heidemarie Fritzsche und Mark Weiland
3 Bei den rund 25.000 Moos-Arten wurden bisher noch keine giftigen entdeckt.
4 Körperfett wird nicht aus dem Fett in der Nahrung aufgebaut, sondern aus Kohlenhydraten.


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Mark Weiland

Mark Weiland ist ärztlich geprüfter Ernährungsberater, Filmemacher und zugleich Experte für Naturmedizin, Entgiftung und Rohkost. Er hat ein paar Jahre Medizin an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main studiert, 4,5 Jahre in der Klinik und ambulanten Krankenpflege gearbeitet. Dieses Jahr hat er recht erfolgreich sein erstes Buch herausgebracht: "So heilt die Natur – Schritt für Schritt zur natürlichen Selbstbehandlung", ein Praxisratgeber zur Naturmedizin, in dem er dazu auffordert, die Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Sein Diplom hat er in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation mit den Schwerpunkten Audiovisuelle Kommunikation und Marketing an der Universität der Künste Berlin abgeschlossen. Vor rund 10 Jahren sich Mark Weiland dafür entschieden, all sein Wissen über gesunde Ernährung, Naturmedizin und Entgiftung mit seiner Leidenschaft für Film und Kommunikation mit den Menschen zu teilen. Heute erfreue er sich bester Gesundheit. Doch das war nicht immer so! Früher litt er unter anderem an folgenden gesundheitlichen Problemen: Verschlechterung der Sehkraft, Candida, Bandscheibenvorwölbung, chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Prokrastination, Lippenherpes, Entzündungen und immer wiederkehrende Infekte bis hin zur Blinddarm- und Lungenentzündung u. a. Das Aufsuchen vieler Ärzte und Heilpraktiker machte ihn damals nur ratloser und seinen Zustand nicht besser, trotz des Einsatzes von z. B. Antibiotika oder Operationen. Er wurde nur abhängiger von Apotheken, Ärzten, Krankenhäusern und Therapeuten. Also ergriff er selbst die Initiative und begann sich schon ab dem 16. Lebensjahr intensiv mit den Themen Gesundheit, Ernährung, Entgiftung und Naturheilkunde zu beschäftigen. Durch sein neu erlangtes Wissen über Sport, Ernährung und Naturmedizin und deren Anwendung für zu Hause, verbesserte sich sein gesundheitlicher Zustand kontinuierlich. Wenn er dabei von Heilung spricht, meint er stets die Heilung auf allen Ebenen von innen heraus, mit Hilfe der eigenen mächtigen Selbstheilungskräfte, die in uns allen schlummern. Mark Weilands Interesse galt neben einer gesunden Ernährungsweise auch naturheilkundlichen Themen wie Fasten, Entgiftungskuren, Wildkräuterkunde, Wasseranwendungen nach Sebastian Kneipp, Atemübungen nach der MAZDAZNAN-Lehre und dem gezielten Einsatz von natürlichen Vitalstoffen (im Ggs. zu künstlichen Vitamin- und Mineralstoff-Präparaten. Damals im Medizinstudium und in der Krankenhausarbeit hat sich für ihn recht schnell noch mehr gezeigt, dass unser „Gesundheitssystem” allzu schnell an Grenzen stößt. Er weiß also sehr genau, wie sich an der Schulmedizin verzweifelnde kranke Menschen fühlen und vor welchen Herausforderungen sie stehen. Aus genau diesem Grund hat Mark Weiland im Frühjahr 2020 den NaturApotheke Online-Kongress veranstaltet und inspiriert davon das Buch So heilt die Natur geschrieben. Beides zeichnet sich durch ein hohes Maß an Praxisbezug aus, damit Du eine Anleitung hast, Deine Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. In Mark Weilands Arbeiten findest Du Wissen über Gesundheit, Immunsystem, Naturmedizin, Entgiftung und Selbstheilungskräfte. Du kannst damit sofort und ohne Umwege anfangen, Deine Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen und in den Genuss der Heilung zu kommen. www.weiland-wissen.de  www.zentrum-fuer-entgiftung.de 

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